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Das große Rad
Von Daniel N. | 18.März 2010

Soziale Leistungen – Sicherheit und Ordnung – Wirtschaft und Wohlstand
So funktioniert unser Staat – einfach in der Darstellung, unendlich kompliziert in der Tiefe der Betrachtung. Deutschland ist ein sozialer Staat, dessen Wohlstand auf Ordnung und Sicherheit, der Basis wirtschaftlicher Betätigung beruht. Dieser Wohlstand wiederum wird vom Sozialstaat umverteilt, um den sozialen Frieden, der nicht nur ein rein wirtschaftlicher sondern auch tatsächlicher, Gewalt weitestgehend ausschließender Frieden ist, zu gewährleisten. Ein hoch sensibles System gegenseitiger Abhängigkeiten, dass zunehmend durch Ungleichgewichte bedroht wird, die irgendwann zur Existenzfrage führen werden.
Die demographische Katastrophe wird unser Land gemessen an der Wohlstandslage anderer Nationen zurückfallen lassen. Bedrohlich ist an und für sich nicht ein immer kleiner werdendes Volk: existentiell bedrohlich ist ein überalterndes Volk, das sich einer stetig vergrößernden Jugend eines anderen, eingewanderten Volkes gegenüber sieht, die in weiten Teilen nicht im neuen Staat angekommen ist, die alte Traditionen und Werte lebt, die die alte Kultur und Religion verehrt und sich nicht als Teil des Systems betrachtet und zudem in großen Teilen wirtschaftlich unproduktiv ist.
Zudem nimmt die Qualität der Bildung und Ausbildung weiter ab: Studienfächer ohne volkswirtschaftlichen Sinn, eine Quotierung von Abschlüssen auch ohne eigentliche Leistung und immer weniger Facharbeiter zerstören die Säulen des Wissenstandortes Deutschland, der mit der Produktion von Industrieprodukten allein nicht überleben kann, zumal auch deren Absatz vom Vorsprung in Wissen und Technik abhängig ist.
Immer kleiner wird der Anteil der Akademikerkinder an der Gesamtbevölkerung, immer größer die Masse der unzufriedenen Geringqualifizierten, die schon in dritter Generation keine Versorgung durch eigene Arbeit mehr kennen. Angetrieben von Neid, Missgunst, Misstrauen und Wut, die stets dem anderen gilt, kombiniert in linker Programmatik, sind diese großen Bevölkerungsteile nicht nur im eigentlichen Sinne unproduktiv sondern zudem immer weniger bereit, das bestehende System zu stützen.
Gleichzeitig werden die wirtschaftlichen, finanziellen, steuerlichen und gesellschaftspolitischen Bedingungen für Unternehmer immer schwerer: Innovation und Leistung aus eigener Kraft werden kaum belohnt, der Ethos eines anständigen Unternehmers der in erster Linie an die eigene Verantwortung für Unternehmen und Arbeiter denkt, geht verloren, Profitmaximierung und Kurzfristdenken nehmen überhand. Nicht zuletzt sind es diese Verhaltensmuster, die den ernsthaften deutschen Unternehmern alter Prägung das Leben schwer machen und ihren Ruf beschädigen.
Verschwendung und ungedeckte Ausgaben prägen die Haushalte. Soziale Leistungen über Gebühr und Klientelpolitik zur Wiederwahl, Transferleistungen in alle Ecken der Welt, für unsinnige Projekte und Gutmenschenphantasien, für die Schuldentilgung anderer Staaten, für alte Autos oder sinnfreie “Kulturprojekte” sind an der Tagesordnung.
Politik über das Volk und für das Volk aber nicht mehr mit dem Volk wird zur Belastung, indem grotesk unsinnige Dinge wie die Rechtschreibreform und Co. aus dem Glauben heraus beschlossen werden, für alle Bereiche politische Entscheidungen treffen zu müssen – während gleichzeitig Volksentscheide ausgeschlossen werden. Wichtige Bereiche wie Schengengrenzenausdehnung und Neubeitritte zur EU werden gegen alle, vielfach nicht diskutierten wenn auch relevanten Sorgen um die unberücksichtigten Interessen Deutschlands getroffen.
Das große Rad aus sozialer Leistung, Sicherheit und Wohlstand kommt immer mehr aus dem Takt. Die Massen von sich dem Staat immer mehr entfremdenden Deutschen der sozialen Unterschichten und der von sich aus abseits, im eigenen Kulturgefüge stehenden Massen von nicht integrierten Migranten sind heute größtenteils durch soziale Transferleistungen beruhigt, werden von Angriffen auch körperlicher Art durch die Anhebung ihres Lebensniveaus auf ein ihrerseits akzeptables Maß abgehalten.
Wenn aber dem Staat das Geld ausgeht und die Schulden sowie die Zinslast weitere Geldaufnahmen deutlich erschweren, werden Kürzungen im sozialen Sektor zu Unruhen führen – auch ganz ohne “geistige Brandstifter”, deren Befürchtungen oftmals nur kaschierte Wünsche nach gewaltsamer Veränderung sind.
Geschieht das aber, werden Wirtschaft und Wohlstand in einer Breite verschwinden, wie dies sonst nur durch Kriege bekannt war, da zur freien Entfaltung unternehmerischer Tätigkeit die Mindestrahmenbedingung Sicherheit ist. Brechen aber die hier erzielten Steuereinnahmen weg kann der Staat auch die minimalen verbliebenen Sozialleistungen kaum aufrecht erhalten – und muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die Unruhen bis in das fragmentierte und zusammengeschmolzene Bürgertum hinein ausdehnen, da der Staat die wahre Kernaufgabe – Garantierung der öffentlichen Ordnung- nicht mehr gewährleisten kann.
Deutschland hat 65 Jahre des Friedens und des Aufstiegs hinter sich – die Indikatoren für die Zukunft des Landes aber lassen erahnen, dass nur ein totaler Kurswechsel das große Rad am laufen halten kann. Ein weiter-so würde ein weiter-so in den Abgrund bedeuten. Roman Herzogs Ruck muss bald einsetzen, um die Wende zum Positiven noch einleiten zu können.
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Topics: innere Sicherheit | 21 Kommentare »















18.März 2010 at 06:50
Sicherheit und Ordnung wird durch den Staat geschaffen, durch den Staat der über den Einzelwesen/-gruppen des Staatswesens steht und deren Leben ordnet und dem sich alle ein-/unterzuordnen haben.
Sicherheit und Ordnung wird nicht durch soziale Leistungen geschaffen und nicht durch Wirtschaft und Wohlstand. Diese Bereiche des Lebens können eine Folge sein, nicht müssen.
“..Deutschland hat 65 Jahre des Friedens und des Aufstiegs..”
Ich würde sagen, ca. 15-20 Jahre, allerhöchstens, der Rest war zum größten Teil nur Schuldenmacherei, also Leben auf Pump.
Den Pfad des Friedens haben wir mit der Beteiligung am Jugoslawienkrieg verlassen und befinden uns seitdem ständig in Kriegseinsätzen.
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18.März 2010 at 06:54
Deutschlands Wohlstand beruht auf der Nachfrage nach deutschen Produkten in aller Welt, was uns in die Lage versetzt, Rohstoffe einzukaufen und Produkte, die bei uns nicht wachsen oder die wir selber nicht produzieren können. Je mehr aber der Haufen nutzloser -logen anwächst, auf den Universitäten und der Anteil derer abnimmt, die kreativ Technologien und Produkte entwickeln, auf die andere Staaten scharf sind, desto mehr wird unser Wohlstand schwinden. Hinzu kommt natürlich, die anschwellende Masse faulen Volks an den Suppentöpfen, die in unser Land strömt, weil wir die Suppenküche der Welt sein sollen. Der große Führer Erdogan zeigt uns mit seiner Armenierrede wie es geht. Unsere Eisenbahn kann auch nicht schlechter als die türkische sein. Oder?
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18.März 2010 at 07:18
Der Sozialstaat hat durch Multikulti fertig. Wann es so weit ist nächstes Jahr, in 5 Jahren oder 25 wir werden sehen. Die hohen Steuern treiben die Leute aus dem Land die wir brauchen und H4 und zuviel Toleranz ersetzt sie durch ungebildete wahrscheinlich Arbeitslose.
Die Frage ist nur wie lange will man sich noch was vormachen ? Bis der letzte Facharbeiter über eine Grenze verschwunden ist, bis das gesammte Volk ungebildet ist? Bis uns auch der Letzte keinen Kredit mehr geben will?
Wir müssten jetzt endlich Umschwenken um zu retten was zu retten ist, aber von eienr Regierung Merkel ist das leider nicht zu erwarten zu groß die Angst vor dem Machtverlust, zu gerne spielt man sich als linke Volkspartei auf.
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18.März 2010 at 07:24
LEIDER
bewegen sich Gesellschaften nicht mit “Rucks”, sondern in lang andauernden Trends. Einschneidende Ereignisse sind daher nicht Auslöser von neuen Trends, sondern Folge derselben. Der Trend nach “links” ist noch lange nicht am Ende und endet erst mit dem Zusammenbruch.
Wenn alle sich in der linken Ecke tummeln, ist von dort auch die Mitte rechts.
Ausserdem ist das, was man Sozialleistungen nennt alles andere als sozial. Nicht einmal die DDR Sozis hielten die Bevorzugung der Nichtschaffenden zu Lasten der Arbeitenden für eine sozialistische Errungenschaft.
Wenn aber, wie in unserem Land, mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht produktiv ist, wird auch das Wahlpendel in die entsprechende Richtung ausschlagen.
Nur aufgrund von Billiglöhnen in Schwellenländern konnte die Kaufkraft der sog. Transferleistungsempfänger halbwegs aufrechterhalten werden. Inflation lässt diese Kaufkraft schwinden und führt zu mehr Kriminalität.
Die Politik als Versicherungsunternehmer hat versagt, weil man unternehmerische Fehler immer durch den Griff in andere Kassen vertuschen kann. Wenn das nicht mehr funktioniert, werden einfach die Kredite aufgestockt.
Ein Kurswechsel wird erst dann stattfinden, wenn der Zug vor die Wand gefahren wurde.
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18.März 2010 at 08:30
Der Schrei nach sozialer Gerechtigkeit treibt die Räuber zum Räubern und die Politik, um die eingewanderten Raub- und Mordgesellen zu besänftigen, reduziert die Polizeistellen, denn der berühmte Topf mit dem süssen Brei darf niemals leer werden. Das sind wir unserer Nazivergangenheit schuldig.
Inzwischen fühlt man sich so wie kurz vor 89 im besseren deutschen Staat, wo ein vergreistes Politbüro sich der Realität völlig verweigert, wo die Leute das Land fliehen aber weiterhin pömpöse Veranstaltungen zelebriert werden, um zu zeigen, es geht uns gut, es geht super und Ochs und Esel können uns mal, während die gleichgeschaltete Presse die Politik der weisen Führung in den Himmel lobt. Nur ein Gorbatschow ist nirgends in Sicht und wäre er es, dann würde ihn unsere sozialistische Presse zerreissen.
Statt pompöser Veranstaltungen und Parteitage schmeissen unsere Politiker allerdings das geliehene Geld mit immer größeren Schippen aus dem Fenster als wollten sie uns sagen, würde es uns dreckig gehen, würden wir nicht so Euer Geld auf den Kopf hauen. Und das ist doch auch nicht schlecht.
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18.März 2010 at 09:13
Die Folgen der in diesem Beitrag beschriebenen Politik beschreibt Kevin in seinem Blog
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18.März 2010 at 09:24
“…Ein hoch sensibles System gegenseitiger Abhängigkeiten, dass zunehmend durch Ungleichgewichte bedroht wird, die irgendwann zur Existenzfrage führen werden.”
Ob unsere Volkszertreter jemals zu dieser Erkenntnis kommen werden ?
Der Zustandsbeschreibunbg bei 6. kann ich nur voll zustimmen.
Karl Schippendraht
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18.März 2010 at 09:45
Wenn das System hochsensibel ist, und nicht bis zu einem gewissen Maß robust, wird es nicht überleben.
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18.März 2010 at 09:54
danke für diesen Artikel, Daniel.
Die Medien fehlen aber noch, die sind nämlich die eigentlichen Verursacher, denn die legen leider nicht den Finger in die Wunde wie Blogs wie dieser oder auch kewil.
Sie verschleiern die Täter bei Kriminaldelikten und Arbeitslosen, sie vermengen Begriffe, wie Unternehmer und Großkonzerne, sie sind diejenigen, die den jetzigen Zustand herbeigeführt haben und ihn belassen, diesen unerträglichen Stillstand. Ich finde sie so widerlich wie die gesamte Politkaste, die unser ehemals erfolgreiches Land durch ihren ideologischen rotgrünen Wahn wissentlich in den Untergang fährt.
Die gesamte “Elite” muss weg, ersetzt sie durch uns, von mir aus im Losverfahren, schlimmer kann es nicht kommen.
Die große Rückführungswelle muss endlich beginnen und damit werden alle Gleichstellungsbeauftragten und Migrationsminister weggespült, sollen sie ihren Hätschelkindern in die Heimat folgen. Es wäre auch nicht schlimm, wenn wir nur noch 60 Millionen wären. Gott ist Zeuge, in so einer gereinigten Gesellschaft würde ich glatt wieder meine Arbeit anbieten.
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18.März 2010 at 11:31
“Inzwischen fühlt man sich so wie kurz vor 89 im besseren deutschen Staat”
Super, dann bricht dir BRD (DDR2) endlich bald zusammen.
)
“Ausserdem ist das, was man Sozialleistungen nennt alles andere als sozial.”
Ich bin dafür, dass der Sozialstaat radikal abgebaut gehört. Wer zu faul oder zu dumm zum arbeiten ist, der hat halt Pech gehabt und muss halt in der Gosse landen. In einer Gesellschaft ohne Vollkaskoversicherung werden die Leute, die arbeitslos werden evtl. selber den Arsch hoch bekommen und evtl. auch selbständig werden.
“Die große Rückführungswelle muss endlich beginnen und damit werden alle Gleichstellungsbeauftragten und Migrationsminister weggespült, sollen sie ihren Hätschelkindern in die Heimat folgen.”
Richtig. Die ganzen Ausländer-Verherrlicher und die ganze Gutmenschen-Industrie kann gleich mit den Ausländern die BRD verlassen. Auf diese Leute kann ein neues freies Deutschland verzichten.
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18.März 2010 at 11:35
Sorry für OT – Umfrage: Was halten Sie von der EU?
Studie – Mehrheit der Europäer sieht die EU negativ
- Ergebnis:
2% — Sie ist großartig
10% – Sie hat ihre Vor- und Nachteile
11% – Sie ist ziemlich schlecht
77% – Ich wünschte, Deutschland würde austreten
Insgesamt: 3719 abgegebene Stimmen
http://www.welt.de/politik/article2145728/Mehrheit_der_Europaeer_sieht_die_EU_negativ.html#vote_2145920
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18.März 2010 at 11:38
Gibt es da eigentlich etwas aus der Systemtheorie
zu diesem Effekt?
1. Man hat ein Problem.
Man zahlt, um es gelöst zu bekommen. Es wird teurer.
2. Man entwickelt eine Versicherung, um das Teure im Falle des Problems bezahlen zu können.
3. Es entwickelt sich eine Industrie, die das Teure verkauft.
4. Die Lösung des Problems steht nicht mehr im Vordergrund, weil diese Industrie natürlich ein Interesse am eigenen Überleben hat.
Wir sehen diese Gesetzmäßigkeit nicht nur hier im
Sozialbereich sondern auch im Gesundheitswesen.
Beispiel Diabetes: würde man den heilen (Gewichtsreduktion),
bräche ein Industrieimperium weg. (Damit will ich nicht jetzt
das Gesundheitssystem bashen, sondern nur den Mechanismus
aufzeigen).
(Leserkommentar in FF)
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18.März 2010 at 11:43
Armut ist für alle da
Das «Soziale» ist eine brummende Boom-Branche in Deutschland, die mehr Menschen beschäftigt als die Industrie. Armut muss betreut, erfasst und verwaltet werden.
Von Henryk M. Broder
Es sei ein Skandal, meinen viele Deutsche, dass es in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik so viel Armut gebe. Manche tun auch was dagegen. Sie werden reich. Mit Hilfe der Armen. Das geht einfacher, als Sie denken. Sie brauchen nur einen gemeinnützigen Verein oder eine gemeinnützige GmbH zu gründen, der bzw. die ein soziales Anliegen hat. Zum Beispiel: Hilfe für obdachlose Menschen. Dann werden Sie und Ihr Projekt vom Staat grosszügig gefördert. Über die Verwendung des Geldes brauchen Sie keine Rechenschaft abzugeben, Sie werden nicht kontrolliert.
Die Sache geht so lange gut, bis Sie eines Tages bei einer Verkehrskontrolle geblitzt werden. Und dabei wird bekannt, was alle wussten, dass Sie nämlich einen Maserati fahren, der über 100 000 Euro gekostet hat. Nicht schlecht für den Chef einer gemeinnützigen Einrichtung, die zum grössten Teil von Steuergeldern finanziert wird und einem guten Zweck dient. Die Öffentlichkeit findet das nicht witzig. Dann kommt auch noch ans Tageslicht, dass Sie ein Jahresgehalt von über 300 000 Euro beziehen, das ist mehr, als die Bundeskanzlerin verdient. Der Skandal ist da.
Genau das ist eben in Berlin passiert. Der Chef der sogenannten Treberhilfe, die Obdachlose in Berlin betreut, wurde mit beiden Händen tief im Mustopf des subventionierten Wohllebens erwischt. Er bezog über 300 000 Euro jährlich, fuhr einen Maserati und wohnte in einer Villa namens «Denkmal» in einer Luxusgegend am Rande von Berlin. Und die ganze Sache kam tatsächlich auf, als er ein wenig zu schnell fuhr. Shit happens. Dann dauerte es eine Weile, bis er von seinen «gemeinnützigen Ämtern» zurücktrat bzw. zurückgetreten wurde. Einer der Gründe für seinen erzwungenen Rücktritt war, dass man den Bestand und das Fortleben der Treberhilfe retten wollte, die ihrerseits 280 Mitarbeiter beschäftigt und damit zu den grösseren Arbeitgebern im Sozialbereich gehört. Die Treberhilfe betreut etwa dreitausend Obdachlose in Berlin und macht einen Umsatz von rund zwölf Millionen Euro.
Harald Ehlert, ein ehemaliger Pädagoge und aktiver Sozialdemokrat, hat die Treberhilfe 2006 gegründet und im Rekordtempo zu einem der grössten gemeinnützigen Unternehmen Berlins ausgebaut. Das war vor allem deswegen möglich, weil der Bereich «Soziales» boomt und brummt und der Staat nicht alles selber erledigen kann, also auf private Dienstleister angewiesen ist. «Die Liste der sozialen Angebote ist so lang, die Lage so unübersichtlich, dass der Berliner Senat nicht beziffern kann, wie viel für Sozialleistungen ausgegeben wird», schrieb vor kurzem der Kölner Stadt-Anzeiger über die Hauptstadt. Mag in den Bereichen Kultur, Bildung und Erziehung gespart werden, Kürzungen im Sozialbereich sind weitgehend tabu, weil kein Politiker den Vorwurf riskieren möchte, bei den «Ärmsten der Armen» zu sparen. Das wäre erstens «herzlos», und zweitens sind Sozialhilfeempfänger auch Wähler, deren Stimmen mitgezählt werden.
So hat sich ein soziales System etabliert, das vor allem zwei Zwecken dient: der Finanzierung eines Apparates, in dem inzwischen mehr Menschen beschäftigt sind als in der Industrie, und dem Erhalt der Armut, die betreut, erfasst und verwaltet werden muss. Deswegen erscheint alle paar Monate ein neuer «Armutsbericht», in dem die «alarmierende Zunahme» der Armut dokumentiert und zugleich gefordert wird, mehr Mittel für den Kampf gegen die Armut zur Verfügung zu stellen: für mehr Projekte, mehr Planstellen, mehr Programme.
Dabei fällt niemandem auf, dass es offenbar einen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung der Armut und der Bekämpfung der Armut gibt. Würde man die Entwicklung in einem Diagramm darstellen, wären es zwei Linien, die parallel ansteigen. Je mehr für den Kampf gegen die Armut ausgegeben wird, umso mehr nimmt die Armut zu. Für gemeinnützige Vereine wie die Berliner Treberhilfe ist das ein perfektes Geschäftsmodell, für die Gesellschaft eine Katastrophe.
Im Geschäftsbericht der Treberhilfe für das Jahr 2008 hat Harald Ehlert eine optimistische Vorhersage formuliert: «Risiken sind für die Treberhilfe dank der hohen Nachfrage nicht zu erwarten.» Aufgrund der Krise werde der «Beratungsbedarf» noch zunehmen. Das hatte der Chef richtig erkannt. Er hätte lediglich beim Gasgeben ein wenig aufpassen müssen.
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18.März 2010 at 11:45
Ach ja ich vergaß,
zwei Jahre saß Ehlert als SPD-Haushaltsexperte im
Abgeordnetenhaus, danach in der BVV Schöneberg,
jetzt macht er nur noch im Jugendausschuss der
Landes-SPD mit.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Harald-Ehlert;art125,2689963
Sozis eben …
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18.März 2010 at 11:50
Diese Umfrage (EU) verschleiert wieder das Ergebnis, eigentlich sind 88% der Meinung, dass die EU weg muss.
Wenn aber 88% der Befragten keinen Sinn in diesem Monster sehen, warum handelt die Regierung gegen unseren Willen?
“Inzwischen fühlt man sich so wie kurz vor 89 im besseren deutschen Staat, wo ein vergreistes Politbüro sich der Realität völlig verweigert, wo die Leute das Land fliehen aber weiterhin pömpöse Veranstaltungen zelebriert werden, um zu zeigen, es geht uns gut, es geht super und Ochs und Esel können uns mal, während die gleichgeschaltete Presse die Politik der weisen Führung in den Himmel lobt.”
Richtig, Karl, damals wusste ich, wohin ich mit meiner Familie flüchten kann, wohin soll ich heute? Ich bin doch in jedem anderen Staat ähnlich fremd und ungeliebt wie es die hiesigen Ausländer für uns sind.
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18.März 2010 at 13:08
Wohin rollen wir denn mit diesem Rad? Oder ist die Frage verboten?
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18.März 2010 at 15:08
Die Hilflosigkeit unseres völlig abgehobenen Staates mitsamt seiner hochmütigen Gesellschaft widerspiegelt sich doch bereits in folgendem Paradoxon:
Jeder Arbeitnehmer ist woanders Kunde, jeder Kunde ist woanders Arbeitnehmer. Entlassen Wirtschaft und Staat Arbeitnehmer, verhindert sie zahlende Kunden. Weniger Kunden bedeutet weniger Aufträge und weitere Entlassungen.
Ein Teufelskreis, der geboren wurde aus einem anderen Paradoxon:
Wirtschaft ist ein Kreislauf aus ständigem Produzieren bzw. Dienstleisten und Konsumieren. Wenn nun ein Teil auf der Arbeitnehmerseite durch Technik aus diesem Kreislauf ausgeschlossen wird, bricht als direkte Folge der Konsum ein, da Technik nur sehr begrenzt konsumiert.
Das dritte und letzte Paradoxon besteht darin, daß anstelle eines Umbaues einer auf reiner Menschenarbeit basierenden Gesellschafts- und Wirtschaftsform hin zu einer, bei der jedes einzelne Glied am Technischen Fortschritt gleichermaßen partizipiert, daß also anstelle dessen die Glieder aufgetrennt werden in Menschen, die mangels Arbeitsgelegenheit immer weniger konsumieren können und abhängig werden von Transfergeldern anderer Menschen, die (noch) nicht durch Technik ersetzt wurden, jedoch trotz der Gefahr den anderen am Liebsten ‘den Saft abdrehen würden’.
Da gibt es nun drei Szenarien:
Der günstigste Fall wäre eine Gesellschaft, die sich verabschiedet von der Erwerbsarbeit als Mittelpunkt des Lebens und sich stattdessen dem Grad der Technisierung anpaßt.
Weniger schön wäre der Weg über einen Wirtschafts- und Staatsbankrott, der sich für den Fall ergibt, daß alles so weiterläuft, wie bisher, also auch eine fortschreitende Technisierung mit weiteren heraus gedrängten Menschen, bis die verbleibende menschliche Erwerbsarbeit nicht mehr ausreicht, um Alle zu ernähren.
Der schlimmste Fall wäre ein Bürgerkrieg, wenn Arm und Reich übereinander herfallen im Kampf um die letzten noch verbliebenen menschlichen Arbeitsplätze.
Möglicherweise wird die Technisierung dadurch gebremst, aufhalten könnte sie aber nur noch ein völliger Zusammenbruch aller Zivilisationen auf der Erde. Je länger wir den Umbau unserer Gesellschaftsform hinaus zögern, desto schmerzvoller wird der Weg in diese neue Zeit. Wir selbst haben es in der Hand.
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18.März 2010 at 15:26
@CD
Du meinst, die Technik übernimmt menschliche Arbeit, die Arbeitnehmer sind zu globalen internationalen Wanderarbeitern geworden?
Das kann man aufhalten, indem man sich nur noch regional bewegt, unsere Region ist dazu auf dem Weg. Es gibt Broschüren mit den regionalen Anbietern, man vernetzt und versorgt sich gegenseitig, weg von den Großen hin zu den Kleinen, schlimmstenfalls kann man auch regionales Geld herstellen.
Wenn jetzt auch noch die Energiegewinnung und die Wasserversorgung nachziehen, haben wir den Weg zu Solidarität und Kommunikaton untereinander freigemacht.
Diese unerträgliche Umverteilung muss endlich aufhören, das ganze Netz der deutschen Gutmenschen muss zerschlagen werden, wenn die Ausländer weg sind, muss diese ebenfalls schmarotzende Schicht endlich wieder richtig arbeiten.
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18.März 2010 at 15:30
Die Antwort ist einfach: regional statt international. Ignorieren wir doch alle die großen Konzerne und kaufen in der Region. Meine Region beginnt, sich gegenseitig zu vernetzen und versorgen, es fehlt nur noch die Loslösung von den großen Energie- und Wasserversorgern. Die international ausgerichteten Riesenkonzerne müssen platzen, das geht nur durch Konsumverweigerung von uns Verbrauchern. Es liegt wirklich nur an uns selber.
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18.März 2010 at 17:06
Der Deutsche liebt die Freiheit, er kann sie sich nur nicht leisten, weil die Freiheit für ihn zu gefährlich ist. Darum muß er sein Dasein in der Unfreiheit fristen, weil ihm die Gefahr zu groß ist, daß er wieder alles verliert.
Was tut der Michel da? Er schläft und wartet, bis sein Gefängnis von selbst zusammenbricht. Das kann lange dauern aber was soll er machen, wo er doch solche Angst hat.
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18.März 2010 at 17:59
“Im Grundgesetz steht kein Satz, der Deutschland ausdrücklich auf eine bestimmte Wirtschaftsordnung festlegt. Schon im Investitionshilfe-Urteil von 1954 (BVerfGE 4, 7 (17 f.)) hat das Bundesverfassungsgericht von der wirtschaftspolitischen Neutralität
des Grundgesetzes gesprochen, aber klargestellt, daß die Wirtschaftspolitik dem Grundgesetz, insbesondere dessen Grundrechten, genügen müsse….
…Während im Gegensatz zum Gemeinschaftsrecht Markt oder Marktwirtschaft und Wettbewerb keine Begriffe und damit keine Institutionen des Grundgesetzes sind, verpflichtet das Grundgesetz Deutschland unabänderlich, sozial zu sein. Nach Art. 20 Abs. 1 GG ist „die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“. Diese politische Grundentscheidung steht ausweislich Art. 79 Abs. 3 GG, der sogenannten Ewigkeitsklausel, nicht zur Disposition der Politik, auch nicht zur Disposition der Integrationspolitik….
….Die finanzielle Vorsorge für die Fälle der Krankheit, des Alters, des Unfalls, der Pflegebedürftigkeit und der Arbeitslosigkeit sowie der Sozialhilfe vor allem im Falle der Armut (Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohngeld, Kindergeld, Erziehungsgeld,Ausbildungsförderung) sind essentielle Aufgaben der Wirtschaft, welche die Menschen entweder allein oder in Gemeinschaft, privatwirtschaftlich oder staatswirtschaftlich, freiwillig oder gezwungen zu bewältigen suchen. Die finanzielle Bewältigung der genannten Lebenslagen zu gewährleisten, verpflichtet das Sozialprinzip den Staat. Darin ist der Staat nicht nur Sozialstaat, sondern auch Wirtschaftsstaat. Das Sozialprinzip legt das System nicht fest, in welchem die Lebenslagen
wirtschaftlich bewältigt werden (BVerfGE 103, 172 (185)), begründet aber die Verantwortung des Gemeinwesens für die Bewältigung, eben die soziale Verantwortung des Staates. Sein wesentliches Mittel ist das Gesetz (BVerfGE 1, 97 (105); 70, 278 (288); st. Rspr.; Schachtschneider 1994, 247 ff.).
Der Staat darf sich der sozialen Verantwortung nicht entziehen. Er kann das in einer Demokratie auch nicht. Er ist ganz im Gegenteil wesentlich zum Zwecke der gemeinsamen Lebensbewältigung, nämlich für das gute Leben aller, eingerichtet. Die Verwirklichung des Sozialprinzips wird durch das demokratische Wahlrecht gesichert (Schachtschneider 2005, 11. Kap., III)….
http://www.kaschachtschneider.de/Schriften/Dokumente-herunterladen/Sozialwirtschaft.pdf
Vor allem dies sollten sich die Damen und Herren der Koalitionsregierung zu Herzen nehmen (Kopie von oben).
“Art. 20 Abs. 1 GG ist „die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“. Diese politische Grundentscheidung steht ausweislich Art. 79 Abs. 3 GG, der sogenannten Ewigkeitsklausel, nicht zur Disposition der Politik, auch nicht zur Disposition der Integrationspolitik.”
In dieser Republik müsste der Verfassungsbruch (GG), bzw. das Erlassen grundgesetzwidriger Gesetze unter Strafe stehen. Wie heißt es so schön, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und schon der Versuch ist strafbar.
Vielleicht würde dann manche “Reform” in der Schublade bleiben. Viele Gesetze der letzten Regierungen wurden immer wieder von Bundesverfassungsgericht gekippt, obwohl die Richter nach Parteienproporz ausgesucht und eingesetzt werden. Man stelle sich vor, dieses Gericht, wie auch andere, wäre wirklich unabhängig und wurde Recht sprechen.
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