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Banken sollen zahlen

Von guko | 8.März 2010

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Bildquelle / Lizenz/ Autor(c): Cornerstone

Die Union will die Banken mit einer Sonderabgabe in Höhe von 0,1 % der jeweiligen Bilanzsumme belegen. Damit sollen die Belastungen aus der Bankenrettung für den Steuerzahler erträglich gemacht werden. Angesichts der leeren Staatskassen erscheint es mehr als billig, die Verursacher der Krise endlich angemessen an den Kosten der Krisenbewältigung zu beteiligen.

Man kann sich aber heftig streiten, ob eine auf die Bilanzsumme bezogene Abgabe für alle Banken hierfür der richtige Weg ist. Vielleicht liegt hier einmal sogar die FDP richtig, wenn sie moniert, daß hier auch Institute zahlen sollen, die mit der Krise nichts am Hut hatten. Daß am Ende die Sparkassen und Volksbanken die Zeche für die angelsächsische Finanzakrobatik zahlen, wäre in der Tat wohl der falsche Weg. Gerade diese Institute haben sich in der Regel nicht an den fatalen Finanzmarktspekulationen beteiligt und damit letztlich das gesamt Bankensystem vor dem Kollaps bewahrt. Nur am Rande sei bemerkt, daß EU und angelsächsische Lobby vor der Krise nicht unversucht gelassen hatten, Sparkassen und Volksbanken als unliebsame Wettbewerber aus der Welt zu schaffen, was glücklicherweise keinen Erfolg hatte.

Doch was ist jetzt zu tun? Wenn die Pauschalabgabe für alle Banken keine Lösung ist, so könnte doch die Steuer auf Finanztransaktionen in Form einer (Tobin Steuer) durchaus eine sein. Die Tobin Steuer sollte nicht deshalb abgelehnt werden, weil sie das Lieblingsprojekt der linken Globalisierungskritiker ist. Auch diese können mal eine richtige Idee haben: Über eine Steuer auf Finanzmarkttransaktionen sollte endlich ernsthaft auch international geredet werden.

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Topics: Wirtschaft | 10 Kommentare »








10 Kommentare to “Banken sollen zahlen”

  1. Bauer Gerhard meint:
    8.März 2010 at 06:48

    Wieso sollen alle Banken zahlen, wenn nur einige von den Rettungsmaßnahmen profitierten?
    Im Endeffekt zahlen sowieso wieder die Bankkunden, denen wird dies auf die Gebühren draufgeschlagen. Den letzten beißen die Hunde.
    Es sollen diejenigen zahlen die das Geld erhalten haben und zwar alles zurückzahlen bis auf den letzten Pfennig.
    Verursacher müssen zahlen oder sie sollen vor die Hunde gehen, man nennt diesen ungeheuerlichen Vorgang auch Bankrott oder Pleite. Ein ganz normaler Vorgang im Kapitalismus.

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  2. Willi meint:
    8.März 2010 at 07:12

    Siend da nicht viele Politiker in den Vorstaenden dieser Banken?
    Wie waere es wen diese “Experten” fuer die Verluste
    verantwortlich gemacht wuerden anstatt der unbeteiligte Steuerzahler?

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  3. Karl Schippendraht meint:
    8.März 2010 at 07:15

    ” Verursacher müssen zahlen oder sie sollen vor die Hunde gehen, man nennt diesen ungeheuerlichen Vorgang auch Bankrott oder Pleite. Ein ganz normaler Vorgang im Kapitalismus. ”

    Das klingt etwas hart, ist aber absolut gerecht. Wer Raubkapitalismus betreibt muß auch in der Lage sein, mit ihm zu leben, mit allen Konsequenzen.

    Karl Schippendraht

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  4. Bauer Gerhard meint:
    8.März 2010 at 09:05

    @Willi
    In den Vorständen weniger, dafür umso mehr in den Aufsichtsräten. Das sind die schönen Politikerentlohnungsposten, gutes Geld gegen wenig Leistung.
    Für die Vorstände braucht man Leute die etwas im Kopf haben, die in der Lage sind Leistungen zu erbringen, da kann man unsere Politkaste größtenteils komplett vergessen. Hin und wieder kommt einer als Strippenzieher nach getaner Schadensarbeit in die höheren Etagen dieser Unternehmen, siehe Althaus als letztes Beispiel, der bei Magna unterkroch, vereinbart wurde der Kuhhandel beim Opelgeschäft.

    @Karl
    Das ist nicht hart, das ist der hochgelobte Kapitalismus. Kleine Geschäftsleute, Bauern, Familienbetriebe werden seit Jahren vom Großkapital, EU und deutscher Politik gemeinsam in den Ruin getrieben. Genau in diesem Bereich sollte der Staat sich schützend vor seine Bürger stellen, um sie vor der geballten Macht des großen Geldes zu schützen. Genau da, wird es aber nicht getan. Vielmehr wird verlangt, dass der Kleine Mann mit seiner Leistungskraft für das Große Geld arbeitet und geradesteht.

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  5. ujay meint:
    8.März 2010 at 10:02

    Da werden schon wieder Feindbilder geschaffen, um von der Unfähigkeit der Politik abzulenken. “Die Banken sind Schuld.” Nur durch die Regulierung der Finanzwirtschaft spätestens seit Clinton ist die Krise erst in Fahrt gekommen. Fanny Mae und Freddy Mac wurden gezwungen, jedem US Amerikaner ein eigenes Haus zu finanzieren. Die Risiken haben die, in alle möglichen Papiere verpackt, auf dem Weltmarkt verhökert.
    Die deutschen Staatsbanken haben auf Steuerzahlers Kosten kräftig mitgezockt.
    Da unsere Politik sich gerne im Aufsichtsrat der Banken etwas hinzuverdient, muß man diese Leute, die gerne von Bezahlung nach Leistung faseln, auch in Haftung nehmen. Deren Fehlverhalten wird aber nicht transparent gemacht.
    Zudem wurde das ganze Problem durch die immense Geldschwemme der Notenbanken erst möglich gemacht.
    Auch diese Leute, weder in Europa noch in den USA, werden für ihre Finanzverbrechen haftbar gemacht.
    Und wer die Rechnung am Ende zahlen muss, ist für unsere “Volksvertreter” ja schon ausgemachte Sache.
    So wie wir für die EU mit 100% Geldentwertung in 10 Jahren bezahlt haben, wird die nächste Rechnung auch an uns gehen.
    Der einzige Vorteil für das Volk ist der, dass man im Spanienurlaub den doppelten Preis der Waren nicht umrechnen muss.

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  6. Bauer Gerhard meint:
    8.März 2010 at 10:41

    @ujay
    Die Politiker werden doch von den Banken gelenkt. Sie sind die wahren Herren, die glaubst doch nicht im Ernst daran, die könnten ein Gesetz auf den Weg bringen das nicht abgesegnet wäre. Wenn sie es doch einmal versuchen, sind soviele Fehler drin, dass es sowieso nicht ausführbar ist.

    Banken, verantwortliche Politiker etc. alle müssen zur Verantwortung gezogen werden. Vor allem Politiker reden ja gerne davon, dass sie Verantwortung übernehmen wollen, nur zu, ich halte sie nicht ab. Ebenso wollen sie die Verantwortlichkeit der Manager ausbauen, was ist mit der Verantwortlichkeit der Eigentümer, die sahnen schließlich den Großteil des Geldes ab. Die Manager sind lediglich angestellt, der Herr im Haus ist der Eigentümer, der muss mit in die Verantwortung. Der Spur des Geldes folgen, wohin sind die vielen Mrd. geflossen, wessen Konten quellen über von dem vielen Geld. Es wurde ja nicht vernichtet, wie uns immer weisgemacht werden soll, es hat den Besitzer gewechselt.

    Wir wollen unser Geld zurück. Um sinngemäß mit einem Satz von Thatcher zu enden.

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  7. Iris1310 meint:
    8.März 2010 at 10:58

    Wieso nur 0,1%? Die Banken, die Staatshilfe bekommen haben, sollen das zurückzahlen, und zwar mit Zins und Zinseszins. So wie das jeder normale Bürger auch tun muß.
    Bevor schon wieder Boni an Bänker gezahlt werden, müssen zuerst die Schulden beglichen werden.
    Wenn ich schon lese: der Staat hilft. Der Staat sind in dem Fall wir, und das ist unser Geld, das wir gerne wieder zurückhätten. So muß das laufen und nicht anders.

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  8. Befreier meint:
    10.März 2010 at 15:28

    Na endlich.

    Lange Zeit nach der fast verpassten Krise und der Milliardenverschleuderung des Steuerzahlereigentums durch die CDU-Bande rund um Agela “Wortbruch” Murksel soll nun endlich auch mal der Blick auf die Verursacher geworfen werden. Hui.
    Die haben bestimmt auch schon die Hosen voll, geht es doch um immerhin 0,1 % der Bilanzsumme.

    Wirtschaftsinstitute haben berechnet das ich wegen dem desaströsen Krisenmanagement der Kanzelerin ca. 8 % weniger Rentenanspruch haben werde.
    Wenn die CDU eines sicher stellt, so ist es dass sich ehrliche Arbeit nicht mehr lohnt in Deutschland.

    Wer lügt und betrügt wird von der Merkel CDU belohnt !
    (Achtung: Schnell lesen, die CDU Zensoren nahen schon !)

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  9. rapsspar meint:
    12.März 2010 at 00:22

    @befreier,

    huch Dein Beitrag steht noch drin? Sollte es hier echte Demokraten geben?
    Fr. Merkel, sollte Westerwelle zum Rücktritt drängen, das ist schlimmer als die Schmidt´schen Affären!!! Das eine Partei mit dem C mit so einem Konsorten Politik macht, Pfui Teufel!

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  10. Berliner Kindl meint:
    12.März 2010 at 00:56

    “huch Dein Beitrag steht noch drin?”

    Wäre es ein gutes, sprich gefährliches Argument
    gewesen, hätten sie ’s vielleicht gelöscht. So aber
    bleibt ein dummer linker Schnack als abschreckendes
    Beispiel für andere geistig Verirrte gerne stehen.

    Solche Opfer können gern mehr kommen …

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