« “Wir verdanken den Sieg Bundeskanzlerin Angela Merkel” | Home | Auf dem Weg zur „sozialen Elternschaft“ »
Der kleine Unterschied
Von Philipp | 14.Januar 2010
Bildquelle / Autor (c): M.E.
Warum sind einige Volkswirtschaften erfolgreich, andere nicht? Warum scheitern Gesellschaften, gehen unter und verschwinden, während andere der Geschichte ihren Stempel aufprägen? Ein Unterschied könnte die über individuelle Einstellungen geformte, kollektive Haltung zur Zukunft sein, die bei einigen mit dem eigenen Tod endet, bei anderen aber fortschreitet auch nach dem eigenen Weggang und schon heute Anspruch auf eigene Verantwortung im Handeln hat:
Tatsächlich weisen immer mehr Beobachtungen darauf hin, dass, im Tierreich und in der Wirtschaft wie auch in der virtuellen Welt die Organisationen erfolgreicher sind, die auf das Morgen hinarbeiten, für die das Heute nur die Gelegenheit zur guten Vorbereitung auf die Zukunft ist.
Und so zeigt sich auch bei den menschlichen Kulturen und Gesellschaften, dass Nachhaltigkeit sich auch für das Individuum auszahlt: etwa bei den sinischen Völkern. Hier wird auch unter Entbehrungen in das eigene Kind, in die eigene Gesellschaft und das eigene Land investiert. Der Leitsatz: -Es soll ihnen in Zukunft besser gehen – ist hier sozusagen Systemimmanent. Das aber führt über immer währende Bemühungen um die Zukunft dazu, dass schon in kurzer Generationenabfolge auch das Individuum ein besseres, reicheres Leben führen kann als noch sein Vorfahr.
In der heutigen, auf das eigene EGO und die Jetzt-Zeit fixierten westlichen Kultur aber wird genau dieses Prinzip reziprok anwandt: die Zukunft endet mit mir, was heute ist, ist wichtig, meine Vorstellungen wiegen die Interessen der Gesellschaft auf. Der Leitsatz hier könnte heißen: Nach mir die Sintflut.
Im Vergleich könnte auch John F. Kennedy zitiert werden, wenn sich zwei Geisteshaltungen gegenüber stehen: Die eine fragt, was das Land für mich tun kann. Die andere aber fragt, was ich für das Land tun kann.
Die Auswirkungen einer egozentrischen gesamtgesellschaftlichen Geisteshaltung aber zeigt sich schnell: ein schönes Leben heute wird erkauft mit der Verdammung der Kinder. Ein Wohlstandsverlust wird durch zukunftswirksame Schulden ausgeglichen, um keine Einbußen im eigenen Lebensstil hinnehmen zu müssen. Die Probleme und Entwicklungen, die Auswirkungen der Verwirklichung eigener Ideologien sind, aber die Gesellschaft zu zerreißen drohen werden ignoriert, akzeptiert, der Zukunft überlassen, um die über Lippenbekenntnisse hinaus sich zu kümmern als geradezu seltsamer Gedanke gilt. Es beruhigt das eigene Gewissen, globale Probleme anzugehen, deren Relevanz künstlich gesteigert wird, um von den Problemen abzulenken, die vor Ort durch das eigene, ideologische Verhalten geschaffen wurden.
Tatsächlich existiert Nachhaltigkeit heute nur im Bewusstsein und Sprachwortschatz der Umwelt- und Naturthematiken. Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit für die eigene Gesellschaft, Identität und Kultur wird nicht einmal im stillsten Gedanken beachtet, gilt als Störfaktor in der eigenen Lebenswelt.
Die Zukunft aber gehört denen, die eigene Entbehrungen über das eigene Wohl stellen – die, die anders handeln, können nur auf zukünftige Wissenschaftler hoffen, die Zeugnisse der untergegangenen Kulturen ausgraben und bewerten.
Lesen Sie auch:
- Warum die Integration scheitert
- Multikulti auf Englisch
- Globalisierung, Individualisierung, Supranationalität – und doch ist Heimat unverzichtbar
Topics: Kultur | 7 Kommentare »















14.Januar 2010 at 05:38
Im Tierreich auf das Morgen hinarbeiten?
Welches Tier macht denn das bewusst?
Biologisch sind alle Lebenwesen, im Pflanzen- und Tierreich, auf Arterhaltung angelegt, mit bewusster Planung hat dies nichts zu tun.
Was ist die Wirtschaft für ein Lebewesen, da Tierreich und Wirtschaft in einem Atemzug genannt werden. Die Wirtschaft wird von Tieren, zwar hochentwickelten, “gemacht”.
Eigene Entbehrungen über das eigene Wohl stellen.
Was soll das bringen?
Eltern stellen in der Regel ihre Bedürfnisse hintan wenn es darum geht die Bedürfnisse der Kinder zu befriedigen. In einer Familie ist der einzelne bereit auf persönliche Ansprüche zu verzichten, wenn es darum geht ein Haus zu bauen oder ähnliches.
In einer Firma leisten AN Gehaltsverzicht um Kollegen die Entlassung zu ersparen oder vielleicht auch um die eigene zu verhindern.
Die Menschen zahlen Steuern, verzichten damit auf einen Teil ihres Einkommens um der Gemeinschaft etwas zukommen zu lassen.
Männer geben im Krieg ihr Leben um das Vaterland zu verteidigen und damit Frau, Kind und das eigene Heim. Dies ist das höchste Gut das die Gemeinschaft fordern kann.
Die Menschen geben im täglichen Leben sehr viel, auch heute, um die Gemeinschaft am Leben zu erhalten. Die Gemeinschaft hat nur ein Problem, das sind Schmarotzer und Blutsauger die die Gemeinschaftsleistungen der Menschen und mehr abschöpfen und sich selbst einverleiben und dem Wirtskörper, dem Volk, entziehen.
Ein paar Schmarotzer verträgt jedes Lebewesen, wenn es zuviele sind erkrankt es und geht ein oder rafft alle Widerstandskraft zusammen und schüttelt sie ab.
So auch Völker.
Einer für alle, alle für einen oder
Alle für Alle oder
Gemeinnutz vor Eigennut
Aber auch dies schützt nicht vor dem Untergang wenn es dem/den bösen Nachbarn missfällt und man durch Erfolg den Neid und die Missgunst weckt. Kollektiver Raub ist nicht nur bei Räuberbanden möglich, auch Staaten schließen sich zusammen um auf Raubzug zu gehen, wenn sie das Opfer alleine nicht packen können.
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 06:18
@Bauer Gerhard:Man sieht es ja an der EU,wie sie die Europäischen Bürger aussaugen und die Islamisierung Europas fördern und immer mehr Geld für sich beanspruchen.Aber die Bürger sollen sparen und immer noch mehr an das Gemeinwohl sorgen und denken.Wie lange soll das noch gehen ,bis der letzte Schmarotzer befriedigt ist?Oder noch mehr Islamisten in Europa gut versorgt ist und immer noch mehr Mosleme in Europa eingeschleust werden,wie es die Meeres-Union will.Viele Deutsche sind krank ,verbraucht, vom vielen arbeiten.Sie werden gemobbt und dabei noch verhöhnt.Nein, diese Gesellschaft hat fertig und die Politik ist der Verursacher.
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 08:04
@Anita
Es gibt keinen europäischen Bürger, dazu wäre ein europäischer Staat notwendig. Noch sind wir nicht so weit.
Auch kann die EU keine Europäer aussaugen die nicht in der EU sind.
Wir sollten nicht den Fehler machen und die Propagandabegriffe unserer Gegner übernehmen.
Europa ist ein geographischer Begriff, die EU ist ein politisches Gebilde das niemand will außer dem internat. Kapital und deren Handlanger.
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 08:33
@Philip
Dein Beitrag gibt eine sehr treffende Analyse der aktuellen Krankheit unserer Gesellschaft.
Doch kannst Du Dir vorstellen, daß sich unter unserer kinderlosen Kanzlerin etwas daran ändern wird? In dieser Frau manifestieren sich alle Punkte, die Du in Deinem Beitrag als Probleme aufgezählt hast.
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 10:54
“…Es soll ihnen in Zukunft besser gehen – ist hier sozusagen Systemimmanent. …”
Heutige Eltern sind leider schon allzu oft der egoistischen ” Fun “- Mentalität verfallen und das überträgt sich dann auch auf die Kinder. Eine unheilvolle Entwicklung.
Karl Schippendraht
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 11:50
Profitmaximierung, Managerboni, Steuergeschenke für Firmenschacher…
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]
14.Januar 2010 at 12:30
Ja, es gibt zweierlei Schmarotzer, die Konzerne und Banken, die eben wegen Profitmaximierung weltweit als vaterlandslose Heuschrecken aufkreuzen und den steuerzahlenden Arbeitnehmer dermaßen aussaugen, dass Ehepaare mit Kindern zur Arbeit gehetzt und die Kinder staatlich erzogen werden müssen. Sind Konzerne und Banken zu riskant vorgegangen und haben sich verzockt, werden ihnen wieder die Steuergelder des kleinen Mannes hinterhergeschmissen. Dazu kommen die paar eigenen und die vielen fremden Schmarotzer, denen wieder der deutsche steuerzahlende Arbeitnehmer das Geld hinterherschmeißen muss. An diese ausländischen Schmarotzer haben sich deutsche Schmarotzer als Helfer auf allen Gebieten geheftet. Vor der Frz. Revolution gab mal eine schöne Karikatur, von wem der Bauer ausgesaugt wird: Von der Geistlichkeit und vom Adel. Hier ist es der deutsche Arbeitnehmer, der von Banken, Konzernen und ausländischem Gesocks im Land und außer Landes abgezockt wird.
Kommentar bewerten:
0
0
[Direkt antworten]