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Cannabis statt Staatsanwalt

Von Daniel N. | 10.November 2009

Linke NRW

Die Linkspartei.SED ist eine moderne, offene und zukunftsgewandte Partei, mit der zusammenzuarbeiten normal sein sollte, schon allein um gegen die neoliberal-konservativ, repressive Unterdrückung in Deutschland zu kämpfen. So oder ähnlich sehen viele die Linkspartei, die noch heute Mörder, Denunzianten und Lumpen aller Coleur aus der Vergangenheit deckt, die Zukunft Deutschlands aber selbstverständlich mitgestalten will. Nun hatte der größte Landesverband der Linkspartei in Westdeutschland Parteitag mit Beschluß eines Grundsatzprogrammes. Die dort enthaltenen Forderungen dürften selbst dem eingefleischten Alt-SEDler, der noch glaubte für Ordnung und Disziplin kämpfen zu müssen,  Schauer über den Rücken jagen.

Für viele Genossen akzeptabel auch über de Linkspartei hinaus ist die Forderung, die großen Energiekonzerne zu verstaatlichen, die Schlüsselindustrien zu vergesellschaften. Die Zukunft soll also eine VEB NRW sein.

Weniger amüsant für viele Rote alten Schlages dürfte die Forderung sein, weniger Freiheitsstrafen zu verhängen, keine weiteren Gefängnisse zu betreiben und Gerichte und Staatsanwaltschaften abzuschaffen.

Auch das geforderte Recht auf Rausch, also den Konsum von Drogen für jeden wird nicht alle Genossen erfreuen. Das geforderte Modellprojekt für Cannabis setzt diesen Weg nur fort.

Die Linke insgesamt, insbesondere aber im Westen der Republik scheint einen Kurs zu beschreiten, der nicht nur nichts mehr mit der Lebenswirklichkeit vieler Deutscher zu tun hat, sondern zudem eine radikale Abkehr vom Law-and-Order Denken der alten SED darstellt. Es wird sich zeigen, ob diese Linkspartei dauerhaft über die Gruppe der geistig Verwirrten, Kommunisten und Verzweifelten hinaus Zustimmung erhalten wird. Mit darüber entscheiden wird, ob solche Inhalte der Linken den Menschen bewusst gemacht werden.

Topics: Linksextremismus, NRW | 28 Kommentare »

28 Kommentare to “Cannabis statt Staatsanwalt”

  1. julia seeliger meint:
    10.November 2009 at 02:02

    Ich bin verwirrt – darf ich das so verstehen, dass die Macher von CDU-POLITIK.de sich für ein “Recht auf Rausch” aussprechen?

  2. h/a/u/k/e meint:
    10.November 2009 at 02:06

    @julia: Habe ich mich auch gerade gefragt…

  3. Mcp meint:
    10.November 2009 at 04:13

    Ehrenwert, dass sich ein CDU-Blog darüber Gedanken macht, wie sich ein Alt-SEDler in Anbetracht solcher Beschlüssen der West-Linken fühlen muss. Aber ehrlicherweise gehen mir die Befindlichkeiten von Ex-Kommunisten dort vorbei, wo meine Wirbelsäule abwärts endet. Bei den ostdeutschen Parteigenossen der westdeutschen Linken ist solche Aufklärung zudem unnötig. Die kennen ihre Pappenheimer schon.

    Genau wegen solcher abstrusen „Ideen“ haben die West-Linken in der alten Republik keinen Fuß vor den anderen bekommen. Dass sie nun plötzlich fröhliche Urständ feiern‚ liegt am Versagen der SPD und in der Figur eines Lafontaine, der vergessen macht, welch skurrilen Deppen sich in der Westlinken tummeln und immer getummelt haben. Ein kräftiger Schluck Antikommunismus würde helfen, dem westdeutschen Michel die Augen wieder einmal darüber zu öffnen, wem er mit seiner Stimme mandatiert. Leider ist der kämpferische Antikommunismus seit der Causa Hohmann in der CDU aus der Mode gekommen.

  4. Bauer Gerhard meint:
    10.November 2009 at 05:40

    Es kommt immer mehr in Mode, sich Gedanken über das Befinden anderer zu machen, nur den Dreck vor der eigenen Tür, den will keiner kehren.
    Die SPD wirft Merkel Führungsschwäche in ihrer Partei vor, die CDU verlangt von der SPD, dass sie ihren Laden in Ordnung bringen soll usw. usf..
    So versucht man von eigenen Mängeln abzulenken und die eigene Unfähigkeit mit Besserwissen zu kaschieren.
    Nur, klappen tut´s nicht.
    Da sich eine junge Obergrüne hier aufhält, möchte ich ihr ein paar Gedanken mitteilen.
    Natürlich hat jeder ein Recht auf seinen Rausch. Solange er niemanden gefährdet, darf er sich ruhig ein paar Bier oder Viertel Wein genehmigen, auch über den Durst. Solange er sein Geld verdient und sich das Vergnügen gönnen will, kann er dies tun. Das geht niemanden etwas an, aber gerade da mischen sich die staatlichen Stellen vermehrt ein. Was heißt staatliche Stellen, die von den etablierten Parteien unterwanderten und gelenkten Stellen.

    Rauschgifte sind eine andere Sache. Jede Kultur hat ihre Rauschmittel, wir den Alkohol, andere Haschisch oder Pilze etc.. Diese Mittel soll jede Kultur weiter frei benutzen. Im Westen kommen leider immer mehr auch die künstlichen Drogen via Rezept in Umlauf, Muntermacher, Beruhigungsmittel usw.. Von der Politik wird dies fleißig unterstützt.

    Künstlich hergestellte oder veredelte Drogen waren immer ein Mittel von Verbrechern um gewissenlos eine Unmenge Geld zu verdienen, ohne Rücksicht auf die Konsumenten. Ein Volk das überleben will, muss dies verbieten und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Eine Regierung darf nicht, wie die unsere, mit Drogenhändlern zusammenarbeiten wie in Afghanistan und im Kosovo.

    Aber liebe Grüne und Linke seid beruhigt, wenn die Hauptdrogenhändler und -produzenten wollen und es als profitabel ansehen, dann werden auch die härtesten Drogen freigegeben, natürlich nur punktuell in ausgewählten Ländern. Ihr seid in diesem Fall eine Art Brückenkopf dieser Leute und bekommt vielleicht einmal gute Posten in diesem Geschäft, wenn ihr euch nicht zuvor das Hirn aus dem Schädel geblasen habt. Fließen etwa auch Gelder, um diese Kampagne am laufen zu halten. Oder seid ihr grundsätzlich der Meinung jeder darf machen was er will und z. B. Gifte, Rauschmittel herstellen, verkaufen, konsumieren wie er gerade lustig ist, nur weil man einen Rausch davon bekommt? Dann steckt doch den Kopf in eine Tüte mit Klebstoff, das ist legal, macht rauschig, die Folgen sind ja ohnehin egal.

    Wie stehen denn die Grünen und Linken zum Rauchverbot?
    Den Menschen das Rauchen in Lokalen verbieten und die Freigabe von Rauschgift fordern.
    Dümmer geht´s immer.

  5. Karl Eduard meint:
    10.November 2009 at 09:35

    Stimmt, vor lauter Gedanken, ob sich unsere muslimischen Mitbürger auch so richtig wohl fühlen, im dekadenten Westen, haben wir ganz vergessen, daß Ehrenmorde auch nur ganz gewöhnliche Morde sind und daß
    das Wimmern wegen Karikaturen, mit denen jemand provoziert werden könnte, nichts mit Verteidigung der Freiheit zu tun hat.

  6. Philipp meint:
    10.November 2009 at 14:06

    @ Julia Seeliger

    nein. Keine Sorge – davon halten wir nichts. Es ist trotzdem ganz spannend, mal abgesehen vom politischen links-rechts spannungsfeld, zu betrachten, wie zersplittert die Linkspartei inhaltlich ist. Die Jüngeren, besonders die Mitglieder aus dem Westen der Republik lassen sich durch eine sehr autonome, radikal auf das eigene Ich bezogene und gegen Arbeit, Staat und Nation gerichtete Ideologie leiten. Die Alt-SED’ler hingegen vertraten schon früher das jeweilige Gegentiel – nur eben aus sozialistischer Sicht. Das heißt ja nun nicht ernsthaft, dass die Altsozialisten hier zu unterstützen wären: es ist nur interessant, dass die Jugend der Linkspartei heute mehrheitlich für Dinge eintritt, für die sie in der SED-Diktatur wahrscheinlich augenblicklich weggesperrt worden wären.

    Abgesehen davon sind die Beschlüsse der Linken natürlich für sich genommen der blanke Wahn.

  7. Karl Schippendraht meint:
    10.November 2009 at 14:41

    Ich muß ehrlich zugeben daß ich einen solchen Charakterwandel der Linken zwar vorausgesehen habe, jedoch nicht in diesem Tempo. Einerseits ist es positiv, daß die alten Rotfaschisten wegsterben oder kaltgestellt werden. Andererseits ist es besorgniserregend wenn die Chaoten und Terroristen bei der Linken das Heft in der Hand haben. Das nämlich könnte bedeuten ,daß sich eine neue und diesmal deutlich stärkere Terrorwelle als sie damals war über ganz Deutschland ergießt. Was sich da jetzt bei der Linken zusammenbraut ist eine gefährliche Mischung aus Phosphor und Benzin. Und Dummköpfe wie Nahles und Wowereit liefern dazu noch den nötigen Sauerstoff.

    Karl Schippendraht

  8. INFO68 meint:
    10.November 2009 at 16:57

    RE: Bauer “Eine Regierung darf nicht, wie die unsere, mit Drogenhändlern zusammenarbeiten wie in Afghanistan und im Kosovo.”

    Was soll diese Lügenhetze, mit der Sie wieder nach PDS-NPD-Art den -politisch sinnvollen- militärischen Einsatz dort schlecht machen wollen.

    Es wird dort höchstens der Not gehorchend mal mit den regionalen Drogenbossen zusammengearbeitet, weil diese oft auch regionale Machthaber sind und man sich nicht jeden zum Feind machen kann, wo die Talibans als Kämpfer für den Herrschaftsanspruch des Primitivfundi-Islams der militärische und politische Hauptfeind sind.

    Außerdem ist es wieder typisch, daß Sie die auch positiven Folgen der Kosovo- und Afghanistan-Intervention gezielt auslassen, z.B. die Modernisierung und Liberalisierung in Afghanistan, welcher der Islam zwangsläufig unterliegen wird (auch um den Preis von einigen Bordellen zuviel).

  9. Ossiwessi meint:
    10.November 2009 at 19:13

    @ 8. INFO 68

    Geheime Studien des Bundesverteidigungsministeriums und des BND und eine Anzahl von Hintergrundberichten machen die Fakten deutlich, die von den Medien aktuell verschwiegen werden (Quellen s.unten): der Regierungschef im Kosovo koordiniert die Aktivitäten der organisierten Kriminalität mit der Politik, damit die Geschäfte reibungsfrei laufen. Zu den wichtigsten Exportgütern des Landes zählen Heroin, Waffen und Zwangsprostituierte.
    Im von der NATO und der EU durch den Jugoslawienkrieg 1999 unter Kontrolle genommene Kosovo dominiert, die organisierte Kriminalität, einem Bericht des BND und anderen Quellen zufolge.

    Milliardenumsätze werden generiert insbesondere durch den Heroinhandel: etwa 80% des Umsatzes an Heroin, das den europäischen Markt erreicht, sollen durch die Kosovo-Mafia abgewickelt werden. Einen hohen Stellenwert hat außerdem die Zwangsprostitution: mehrfach wurden bereits Internierungslager im Kosovo aufgefunden, in denen osteuropäische Frauen aus der Ukraine, Rumänien, Bulgarien und andern Ländern gefügig gemacht und auf ihren Einsatz in EU-Staaten vorbereitet werden. Bekannt sind Kosovaren und Albaner besonders für ihre rücksichtslose Brutalität: von der italienischen Mafia wurden sie gern für entsprechende Jobs, für die “Drecksarbeit” in Anspruch genommen.

    http://balkanforum.org/IEP-BND/iep0001.PDF

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0807/politik/0037/index.html

    http://www.hintergrund.de/20080215175/politik/welt/die-geheime-us-wunschliste-zum-kosovo-liegt-vor.html

    Ach ja. Was das “liebe” Afghanistan angeht. Die
    Artkel der dortigen “demokratischen” Verfassung haben nur dann Gültigkeit, wenn sie der Scharia nicht zuwiderlaufen! Nur zu Ihrer Information, falls Ihnen das noch niemand gesagt hat, oder Sie es in Ihrer politischen Blindheit nicht wahrhaben wollen.

    Die Auslandseinsätze der BW sind “Legionärs-einsätze” für die Interessen fremder Staaten, denen das Schicksal Deutschlands und der Deutschen am “verlängerten Rückgrat” abgeht!
    Gleiche Interessen unterstelle ich auch der deutschen Politik und der Führunbg dieses Staates, die sich für andere den A… aufreißßen, während das eigene Land den Bach runtergeht, und den islamischen Horden zum Fraß vorgeworfen wird.
    Und wehe den Eingeborenen, wenn sie sich wehren!
    Es hat noch nie etwas gebracht sich “Freunde” zu kaufen!

  10. Lisa meint:
    10.November 2009 at 20:08

    Kann dieser Blog noch lächerlicher werden?
    Ich glaube nicht. Wohl kaum eine Partei Deutschlands hat jemals eine so imposante Ansammlung von Verbrechern in sich vereint wie die CDU. Steuerhinterzieher, Geldwäscher, SA-Schergen, Nazi-Richter. Die sind alle bei Euch untergekommen. Und für ein paar Stasispitzel hat es auch gereicht. Mit Herrn Kanther, ehemals “Schwarzer Sherriff” von Hessen, stellt die CDU sogar einen vorbestraften Innenminister a.D..Selbst Kohls Mädsche war ja die Karrieeleiter der FDJ schon ansehnlich hochgeklettert. Und die Geschäfte von Franz Josef Strauß mit Schalck Golodkowsi vergesst Ihr auch gerne. Bei dem feigen Anschlag der Bundeswehr in Afghanisten, der mindestens 140 Zivilisten das Leben gekostet hat, kann man mit Fug und Recht von einem Massaker und Kriegsverbrechen sprechen, dass unser neuer Kriegsminister von der Christenpartei ernsthaft als “angemessen” bezeichnet hat. Was ist dann wohl sein Vorgänger? Na? Ich selbst habe schon einen Bezirksabgeorneten der CDU kennengelernt, der total geil darauf war, endlich mal wieder ordentlich Hasch zu konsumieren. Da hatte der überhaupt kein Problem mit gehabt. Nur als ich gesagt habe, dass es keinen Gott gäbe, hat er mich finster angeguckt. da sieht man mal wieder wie tolerant die Christen sind.
    Kürzlich hab ich einen Wahlkämpfer der CDU gefragt, was denn nun an der CDU christlich sei.
    Die Antwort war: “Ist doch egal.”

    :-D

    Die Frage, was dennn an der CDU demokratisch ist, stelle ich schon gar nicht mehr…

    Hier noch ein schöner Link, der belegt, wie albern Euer Geheuchel ist:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,610545,00.html

    Die gefährlichte Droge überhaupt, die jedes Jahr am meisten Menschen umbringt, ist der Alkohol.
    Da verdient der Staat kräftig mit, genauso wie an Zigaretten.

    I wette, die hauseigene Zensursula wird diesen Beitrag wieder ganz schnell löschen. Was keiner wissen darf, darf keiner wissen, nech?

  11. Michel meint:
    10.November 2009 at 21:28

    Paris 11. November – Merkel feiert mit Franzosen Deutsche Niederlage

    Merkel hat Zusage gegeben.

    Eine brave Kanzerlerin ist das!!! Nicht zu fassen. Was soll man von einer Kanzlerin/einem Vertreter eines Staates denken, der die Niederlage und Unterwerfung seines eigenen Landes feiert?!

    Merkel macht Deutschland lächerlich!

    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E31D12DB6AD94461FB388F283CFAF2983~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  12. Bauer Gerhard meint:
    11.November 2009 at 05:30

    Deshalb CDU wählen oder nicht wählen?

  13. Bauer Gerhard meint:
    11.November 2009 at 06:04

    “…Sieht so eine erfolgreiche Liberalisierung aus? Gut zehn Jahre nachdem der deutsche Strommarkt formal geöffnet wurde, wird ein Teil seines Rückgrats verstaatlicht. Deutschlands größter Energiekonzern, Eon, verkauft seine Höchstspannungsleitungen, die den Strom von der Nordseeküste bis Bayern überregional verteilen und 40 Prozent des Bundesgebiets abdecken, an den Netzbetreiber Tennet. Und der ist komplett im Besitz des niederländischen Staats….”
    http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-unternehmen/stromnetze-privatisiert-und-wieder-beim-staat;2481821

    Ganz ehrlich, da wäre mir die Verstaatlichung ala Linkspartei lieber. Wieso ist es besser eine frühere staatliche Firma zu privatisieren und anschließend wichtige Teile davon an einen ausländischen Staat zu verkaufen?
    Da behalten wir uns den Kram doch lieber selbst.

  14. Dietrich von Bern meint:
    11.November 2009 at 06:56

    Frage: Was unterscheidet die Linkspartei NRW von den Grünen, die in ihrer Führungsspitze ja auch durchweg Kommunisten haben, deren oberstes Ziel es ist, unsere Nation umzuvolken (möglichst mit unqualifizierten, bildungsresisten u, nichtitegrierbaren Migranten aus den hintersten Winkeln Anatolien, der Levante u. Nordafrika), die hemmungslose Libertinage propagieren, nach dem Motto “everything goes”, GenderMain etc., etc.

  15. Dietrich von Bern meint:
    11.November 2009 at 07:10

    9. Lisa

    Sie sind nicht nur auf einem Auge, sondern auf beiden Augen blind. Oder sagen Sie hier bewusst die Unwahrheit?

    Ich helfe jedoch gern Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge:

    Im Jahre 1965 waren noch 53 Alt-Nazis Abgeordnete der DDR Volkskammer, 12 Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, 2 Mitglieder des Staatsrates der DDR und 5 besaßen Landesministerposten. Etliche Alt-Nazis halfen beim Aufbau der “Volkspolizei” und der NVA. In den Medien besaßen sie großen Einfluß. Sie bekleideten die Stellungen von Chefredakteuren und bildeten z.B. in den Redaktionen des “Neuen Deutschland” und der “Deutschen Außenpolitik” eigene Arbeitsgruppen.

    In all diesen “roten” Institutionen ließen sich Nazis finden, dort gab es ehemalige SS-Mitglieder, SA-Führer, Vertrauensleute der Gestapo, Angehörige von Propagandakompanien, Mitarbeiter des NS-Rundfunks, des “Völkischen Beobachters”, des “Schwarzen Korps”, Beamte des Propagandaministeriums, Mitglieder des “SS-Rasse und Siedlungs-Hauptamtes”, Angehörige der “Legion Condor”.

    In all den Jahren des 40jährigen Bestehens der DDR wurden die zuständigen DDR-Einrichtungen durch verschiedene Archive und Organisationen – vom Dokumentationszentrum des Bund Jüdischer Verfolgter des Naziregimes in Wien bis zu dem Westberliner Verein
    “Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen” – auf die Arbeit von Alt-Nazis in führenden Gremien der DDR hingewiesen. Es wurden regelmäßig Listen von belasteten Personen überreicht. Die Reaktion war immer gleich Null. Während Hinweise auf Nazis im eigenen Apparat ignoriert wurden, wurde zur Verfolgung und Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen in der BRD eine Extraabteilung geschaffen. Deren Aufgabengebiete wurden mit dem Befehl Nr. 39/67 vom 23.12.1967 des Ministeriums der Staatssicherheit festgelegt: “…

    1. Mit Wirkung vom 1.2. 1968 wird in der Hauptabteilung IX des Ministeriums für Staatssicherheit die Abteilung 11 gebildet. Sie ist verantwortlich für die einheitliche, systematische Erfassung, Archivierung, politisch-operative Auswertung und Nutzbarmachung aller im Bereich des Ministeriums für Staatssicherheit vorhandenen und noch zu beschaffenden Materialien des Faschismus aus der Zeit bis 1945, um die in Westdeutschland und auf dem Territorium Westberlin im Staats-, Wirtschafts- und Militärapparat sowie in Parteien und Organisationen tätigen und durch ihre faschistische Vergangenheit belasteten Personen noch zielgerichteter zu entlarven.”

    Unter den Alt-Nazis, die in der DDR blieben und beträchtlichen Anteil am Aufbau besaßen und führende Positionen bekleideten gab es immer zwei Seiten. Eine ganze Reihe bereuten schon während des 2. Weltkrieges ihre Teilnahme am faschistischen Verbrechen und zeigten das an aktiven Widerstandsaktionen oder in der Gefangenschaft. Dem anderen Teil war die Ideologie scheinbar zweitrangig. Er arrangierte sich ziemlich schnell mit der neuen politischen Situation nach 1945 und kam sehr schnell wieder an Posten.

    Die SchwierigkeitdesUmgangs mit ehemaligen Wehrmachtsangehöriger, die sich nach 1945 in der SBZ/DDR engagierten, zeigt das Beispiel Gustav Just, der in den 50er Jahren stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung “Sonntag” war und zur oppositionellen Gruppe innerhalb der SED um Janka und Harich gehörte.

    Gustav Just nahm, als Leutnant der Wehrmacht, der Panzerjäger-Abteilung 156, 1.Kompanie, 2. Zug, im Rahmen des Einsatz in der Sowjetunion, in Masikowka in der Nähe von Cholm, am 15. Juli 1941 an der Erschießung von 6 Juden teil. Er erhielt im Laufe des Krieges f. militärische Auszeichnungen: “Eisernes Kreuz I: Klasse”, “Infantrie-Sturmabzeichen”, “Ostmedaille”, “Verwundetenabzeichen in Schwarz”.

    Nach 1945 trat Just in die KPD/SED ein. Auf dem Lebenslauffragebogen verschwieg er fast alle Angaben, die seine Tätigkeiten bei der Wehrmacht betrafen. 1957 wurde er wegen oppositioneller Tätigkeit verhaftet. Bei seiner Festnahme durch die Staatssicherheit wurden
    seine Kriegstagebücher mit ausführlichen Schilderungen seiner Kriegserlebnisse gefunden. Auf die Frage, warum er auf seinem Fragebogen die Angaben über seine Kriegsteilnahme nicht eintrug, äußerte Just: “Durch die unwahren Angaben über meine Haltung in der Zeit des Faschismus wollte ich ein besseres Bild über mich geben, als es den Tatsachen entsprach. Ich hatte nach meiner Umsiedlung in die damalige Sowjetische Besatzungszone den festen Willen, hier tatkräftig mitzuarbeiten und war mir nicht bewußt, daß der erste Schritt dazu die offene, schonungslose Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit ist. Im Gegenteil, ich wollte die unangenehmen Punkte dieser Vergangenheit zudecken, um später einmal, wenn man mich aus meiner Arbeit kennen würde, darüber zu sprechen. Mit dem Verschweigen obiger Angaben verfolgte ich außerdem das Ziel, Lehrer zu werden.”

    Just wurde wegen “staatsfeindlichen, konterrevolutionären Aktivitäten” 1957 verurteilt.

    Die Teilnahme an der Erschießung 1941 war für das Gericht unerheblich und wurde nicht geahndet!!

    Nach dem Herbst 1989 wurde Just als Alt-Oppositioneller gefeiert. Er trat in die SPD ein und wurde Alterspräsident des Landtages Brandenburg. 1990/91 beschäftigten sich verschiedenen Gerichte mit Gustav Just wegen Beihilfe zum Mord. Wegen Verfolgungsverjährung wurde das Verfahren eingestellt.

    Auf ihren übrigen Schwachsinn in ihrem Kommentar werde ich später eingehen!

  16. Karl Schippendraht meint:
    11.November 2009 at 07:37

    @ Lisa

    ” Kann dieser Blog noch lächerlicher werden? ”

    Dank Ihrer Mitwirkung könnte es gelingen !

    Karl Schippendraht

  17. Lisa meint:
    11.November 2009 at 09:04

    Wo hab ich denn bestritten, dass in der DDR die Nazis auch nicht vernünftig ausgemistet wurden?
    Nein, in der Tat denke ich, dass die Alt-Nazis
    in der DDR maßgeblich zu Ihrem Scheitern beigetragen haben. BND, Verfassungsschutz, BKA und Bundeswehr wurden übrigens auch von ALt-Nazis aufgebaut, die bis in die 70er auch ordentlich was zu melden hatten in den jeweiligen Organisationen. Der Sozialismus kann den Menschen eben nicht aufgezwungen werden, und im Gegensatz zu Ihren Wahnvorstellungen, hat das bei der LINKEN auch niemand vor.
    Aber Sie sind sicher ganz begeistert davon, dass wir in Zukunft unsere Pflegeversicherung alle privat regeln können und die Arbeitslosenversicherung nicht mehr paritätisch bezahlt werden wird, sondern hauptsächlich von den Arbeitnehmern. Das kommt dabei raus, wenn man die “Christen”-Partei wählt.
    Ich frag mich ja immer, wo ja gerade den Konservativen alles Nationale so ungemein wichtig zu sein scheint, wie Sie darauf kommen, dass gerade die jüngere Generation, die am Ende all das bezahlen muss was die alten Nazis und Furzlasser verprasst haben, und die keine Fürsorge seitens des Staates zu erwarten hat, weder bei Bildung, noch bei Krankheit, noch bei Arbeitslosgkeit oder im Alter, die den Staat nur noch als ausspionierenden Polizeistaat erlebt, der imperialistische Kriege führt, die einen Staat erlebt, in dem Konzerne regieren und nicht das Volk, sich, bei funktionierendem Hirn, auch nur ansatzweise mit der Bananenrepublik Deutschland identifizieren?
    In den U.S.A. freut man sich gerade, dass ein zivilisatorischer Fortschritt namens “Krankenversicherung” in greifbare Nähe gerückt ist und in Deutschland wird diese nach und nach abgeschafft. Merken Sie eigentlich noch irgendwelche Einschläge?

  18. Uli Gelsen meint:
    11.November 2009 at 09:43

    Das wirklich erschreckende nach diesem Wochenende ist für mich, dass die SPD in NRW unter Führung von Hannelore Kraft (wir nennen sie liebevoll auch Kraftilanti) der Linkspartei zwar Koalitions- und Regierungsfähigkeit abspricht, es aber trotzdem nicht schafft, eine Koalition und eine Regierung (ggf. durch Tolerierung) mit der Linkspartei auszuschließen.

    Hier geht es letztlich nur um Macht vor Moral für die SPD in NRW.

    Nicht zuletzt deshalb wird die Auseinandersetzung bei uns in den kommenden Monaten eine harte werden.

  19. Dietrich von Bern meint:
    11.November 2009 at 10:35

    >Nein, in der Tat denke ich, dass die Alt-Nazis
    in der DDR maßgeblich zu Ihrem Scheitern beigetragen haben.>

    Aha, jetzt haben die Nazis also auch zum Scheitern der DDR beigetragen. Nicht die Kommunisten mit ihren utopischen Ideen und ihrer Unfähigkeit ökonomische Zusammenhänge zu verstehen.

    Im übrigen hat Strauß mit Schalck-Golodkowski (einem der ganz großen DDR Profiteure) mit dem Deal um den 2 Milliarden Kredit die DDR eindeutig vorm früheren Exitus bewahrt. Es sei ihm geschuldet, darauf zu verweisen, dass es FJS, dabei um menschliche Erleichterungen in der DDR ging.

    Sehr interessante These!

  20. Dietrich von Bern meint:
    11.November 2009 at 12:21

    @ Lisa

    INKS GUT – RECHTS SCHLECHT ???

    =================================

    SINISTER vx DESTER

    Question: Are the dester the bad guys while the sinister the good guys?

    Let speak the numbers:

    Victims of the left extremism/communism
    China: 65 Millions
    Sowiet Union: 120 Millions
    Africa: 1,7 Millions
    Afghanistan: 1,5 Millions
    North Korea: 2 Millions
    Cambodia: 2 Millions
    Eastern Europe: 1 Million
    Vietnam: 1 Million
    Latin America: 150.000

    Total approx.: 194.350.000

    ———————

    Victims of the right extremism/national faschism

    Total approx.: 70 Millions

    ———————

    Someone out there still insists the sinister are the good one ?

  21. Lisa meint:
    11.November 2009 at 18:12

    Eigentlich ist mir meine Zeit zu schade, um auf Ihren tumben, irrationalen Kommunisten-Hass überhaupt noch einzugehen.

    Warum lernen Sie nicht einfach von Michael Moore, der bereitet seine Thesen immer so schön einfach auf, dass jeder Depp sie verstehen kann. Womöglich ist er auch ein böser Bolschewik des Teufels! uiuiuiui…

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,660135,00.html

  22. T.H. meint:
    11.November 2009 at 18:56

    “Eigentlich ist mir meine Zeit zu schade, um auf Ihren tumben, irrationalen Kommunisten-Hass überhaupt noch einzugehen.”
    >>>Mach Dich nicht lächerlich, Pseudoweib.

  23. Ulli meint:
    11.November 2009 at 18:57

    Warum lernen Sie nicht einfach von Michael Moore, der bereitet seine Thesen immer so schön einfach auf, dass jeder Depp sie verstehen kann. Womöglich ist er auch ein böser Bolschewik des Teufels! uiuiuiui…

    Moore ist kein Bolschewik, er ist ein populistischer Idiot, der nur öden Senf abläßt. Ich habe mir die Mühe gemacht, und ein Buch von ihm gelesen, Deppen kann er damit erreichen, bei Ottonormalverbraucher wird er aber seine Probleme bekommen. Es ist schlecht gemachte Idioten und Chaotenpropaganda.

  24. T.H. meint:
    11.November 2009 at 18:59

    Lisa: Die DDR sei maßgeblich an Alt-Nazis gescheitert.

    Man faßt es nicht, wieviel Scheiße da in die Tastaur fließt … .

  25. T.H. meint:
    11.November 2009 at 19:01

    Moore ist nur vielleicht ein Idiot.

    Der Monster-Kohle mit Idioten.

    Das ist ein wesentlicher Unterschied und scheint mir gar nicht so idiotisch.

  26. Theo meint:
    11.November 2009 at 23:02

    Ich bedauere es sehr, dass so mancher Kommentarschreiber diesen Blog nutzt, um seine Frustrationen öffentlich kund zu tun.
    Besorgniserregend finde ich, dass man gesprächsfremde Themen in eine mehr als wacklige Argumentation einbaut.
    Es scheint als wäre es den Anführern, meist aus dem rot-grünen-usw. Spektrum,gelungen, durch eine ach so soziale Bildungspolitik in Deutschland so grundlegende Werte wie die Achtung der Meinungsfreiheit vollkommen zu erdrücken.
    Linker”Grundstrom” übernimmt die Rolle einer totalitären Meinungsbildung. Armes Deutschland… Nicht nur eine KommentarschreiberIn ist der Beweis.

  27. Dietrich von Bern meint:
    12.November 2009 at 09:06

    @ Lisa

    >Warum lernen Sie nicht einfach von Michael Moore, der bereitet seine Thesen immer so schön einfach auf, dass jeder Depp sie verstehen kann.>

    Was soll ich denn von dem dicken Schwachmaten und Solon-Sozialisten lernen.

    Sein erster Film (durch den er international bekannt wurde) “bowling for Clolumbine” war ja noch ok (obschon auch schon tendentiös). Dann habe ich mir noch zwei weitere Filme von ihm reingezogen (über die US-Waffenlobby und MedCare in USA) die waren so etwas von einseitig und schlecht recherchiert (so wurde z.B. das marode, englische Gesundheitswesen in den Himmel gehoben), dass es schon peinlich und lächerlich war. Den Fettsack nimmt doch Niemand mehr (außer seinen vorwiegend linken Claqueuren) erst.

    Und was den Kommunismus bzw. Sozialismus anbelangt. Soll ich den etwa lieben?? Eine totalitäre, menschenverachtende Ideologie, die im 20. Jhd. für den Demozid bzw. Genozid von rd. 300 Millionen Menschen verantwortlich war.

    Allen voran die Massenmörder Lenin, Stalin, Hitler, Mao und Pol Pot.

    Hier können Sie sich bilden:

    Professor Rummel
    http://www.hawaii.edu/powerkills/welcome.html

    Und das Mauermörder- und Folterregime der DDR war ja auch nicht gerade faul, was den Massenmord anbelangt. Neben den mehr als 1000 Toten am “antifaschistischen Schutzwall” (Allgemeingut) ist jedoch viel weniger bekannt, dass das DDR-Mörderregime auch für den Massenmord an unseren Landsleuten verantwortlich war!

    Was die Wenigsten unter uns wissen:
    Weit über 30.000 Menschen sind im DDR KZ Buchenwald unter dem Mauermörder und Folterregime der DDR umgekommen!!

    KEINER der Täter oder Verantwortlichen ist je dafür vor Gericht gestellt worden…

    Anstatt der Kommi-Faschistin M. Honecker eine fette Rente zu zahlen, sollte der Staat einen Antrag auf Auslieferung und sie vor ein Gericht stellen!
    Und Ihre Freunde und willigen Helfer, von E. Krenz bis G. Gysi, auch!

  28. INFO auf Reisen meint:
    12.November 2009 at 13:00

    2x PDS-Täter

    1. WNZ-Wetzlar vom 12,11,09 – Migrationspolitischer Bundessprecher Ali Al Dailami der PDS aus Gießen angeklagt wegen Marihuana-Verkauf an Minderjährigen

    2. FNP-Lokal Ffm. vom 12.11.09 – Erschossener Randalierer und Polizisten-Beschießer in Nieder Eschbach war 2002 PDS-Bundestags-Kandidat im Wahlkreis 177

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