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Merkel dankt den USA für ihren Beitrag zur Deutschen Einheit
Von Gastredner | 4.November 2009
Pressemitteilung der CDU Deutschlands:
In einer historischen Rede vor beiden Häusern des amerikanischen Kongresses dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem amerikanischen Volk für seinen Beitrag zur Deutschen Einheit. “Niemals werden wir – werde ich ganz persönlich – Ihnen das vergessen”, sagte die Kanzlerin am Dienstag in Washington. Die Regierungschefin erinnerte an die Berliner Luftbrücke 1948 bis 1949 sowie an die Unterstützung der Präsidenten John F. Kennedy und Ronald Reagan für Deutschland. Vor allem aber dankte sie Präsident George Bush sen., der dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl vertraut und Deutschland bereits im Mai 1989 “partnership in leadership” angeboten habe.
In sehr persönlichen Worten sprach die Kanzlerin vom Mauerfall am 9. November 1989. Hinter Stacheldraht und Schießbefehl sei das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für sie lange Jahre das Land der unerreichbaren Möglichkeiten gewesen. Unvergessen sei der erste Blick auf den Pazifischen Ozean, den sie bei ihrer ersten USA-Reise gemeinsam mit ihrem Ehemann Joachim Sauer habe werfen können. Der 9. November stehe aber auch für die Pogromnacht 1938 und den Beginn der systematischen Ermordung der jüdischen Mitbürger.
Bewährungsproben unserer Zeit bestehen
Wer den Fall der Mauer vor 20 Jahren und die Kraft der Freiheit erlebt habe, wer einmal so positiv überrascht worden sei, halte vieles für möglich, sagte die Kanzlerin weiter. Auch im 21. Jahrhundert könnten Amerika und Europa gemeinsam die Bewährungsproben unserer Zeit bestehen und die Mauern von heute einreißen. In diesem Zusammenhang stellte die Kanzlerin jedoch klar, dass die Fähigkeit zur Toleranz nicht Beliebigkeit bedeute: Es gebe “Null Toleranz für Massenvernichtungswaffen in den Händen des Iran”. In den starken Applaus des Kongresses fügte sie hinzu: “Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben”. Deshalb trete die freie Welt dieser Bedrohung entgegen, notfalls mit harten wirtschaftlichen Sanktionen”.
Mit Blick auf den UN-Klimagipfel in Kopenhagen mahnte die Bundeskanzlerin die Abgeordneten und Senatoren, keine Zeit mehr zu verlieren. Wichtig sei die Verständigung auf das Ziel: “Die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreiten”. Dafür müssten die Länder bereit sein, “international verbindliche Verpflichtungen zu übernehmen”. Wenn Europa und die USA dazu bereit seien, könnten auch China und Indien überzeugt werden. Die Welt könne es sich nicht leisten, “beim Klimaschutz von den wissenschaftlich gebotenen Zielen abzuweichen”, unterstrich Merkel. Dies sei nicht nur ökologisch unverantwortlich, sondern auch technologisch kurzsichtig. Denn die Entwicklung von neuen Technologien biete auch Chancen auf Wachstum und Arbeitsplätze.
Standing ovations fürdie deutsche Bundeskanzlerin
Während der Rede der Bundeskanzlerin erhoben sich die Senatoren und Abgeordneten immer wieder zu Standing ovations von ihren Plätzen. Sie ist erst der zweite deutsche Regierungschef, der vor dem Kongress sprechen durfte: Zuletzt hatte Konrad Adenauer 1957 in gesonderten Reden vor Repräsentantenhaus und Senat gesprochen. Begleitet wurde die Kanzlerin unter anderem vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz, und vom US-Historiker Fritz Stern, der als Kind mit seiner Familie vor den Nazis hatte fliehen müssen.
Obama würdigt Merkel als “außerordentliche Führungspersönlichkeit”
Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama die Bundeskanzlerin zu einem Gespräch im Weißen Haus empfangen. Merkel sei eine “außerordentliche Führungspersönlichkeit”, sagte Obama zu Beginn des Treffens. “Überall in der Welt beginnt man anzuerkennen, wie wichtig es ist, angesichts der möglichen Katastrophe zusammenzuarbeiten, die droht, wenn die globale Klimaerwärmung nicht bekämpft wird”, mahnte der US-Präsident.
Deutschland sei ein “außerordentlich starker Verbündeter bei vielen internationalen Fragen” und ein “außerordentlich starker Stützpfeiler der transatlantischen Beziehungen”, versicherte Obama. Deutschland habe viel dazu beigetragen, dass die Afghanen selbst mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen könnten. Sein Land wisse um das Opfer, das deutsche Soldaten in Afghanistan brächten, fügte er hinzu.
Topics: Partei | 10 Kommentare »





4.November 2009 at 05:26
Nun ja. Für eine Frau, die ihre Karriere in DDR begonnen hat und die sie nach der Wende vollkommen nahtlos fortsetzen konnte, sind insbesondere die deutschlandpolitischen Passagen erstaunlich. Mit anderen Worten: Ich persönlich glaube ihr das einfach nicht. Merkel ist eine offenbar Frau, die sich allen Systemen bestens anpassen kann und die immer genau das tut und sagt, was man von ihr erwartet.
Zu den angeblich „wissenschaftlich gebotenen Zielen“ in Bezug auf die „Klimapolitik“ will ich lieber ganz schweigen. Das ist in Wahrheit nichts anders als die sukzessive Übergabe der Souveränität an ominöse „internationale Organisationen“ deren Agenda die nationalen Regierungen abarbeiten müssen. Wer meint, dass dies eine Verschwörungstheorie sei, der soll sich nur anschauen, bei wem Frau von der Leyen regelmäßig Bericht darüber erstattet, in wie weit der Gender-Irrsinn schon zum Mainstream geworden ist.
4.November 2009 at 05:31
Merkel hält die Reden vor ausländischen Parlamenten und wir bezahlen. Das bei dieser Art Reden schöngeredet wird ist klar. Komplett uninteressant.
4.November 2009 at 06:11
Wie die FTD meldet, waren nicht einmal alle Plätze besetzt, die wurden durch Kongressmitarbeiter aufgefüllt.
Dass sie gerne Jeans getragen hätte, natürlich die von Levis, brachte Gelächter. Ist schon irgendwie lustig unsere FDJ-Sekretärin.
4.November 2009 at 07:02
Ohne Amerika wäre das neue sozialistische Deutschland nicht möglich. Danke.
Und sollten wir einmal militärisch gegen Obst- und Gemüsehändlervölker vorgehen müssen, die ehemals deutsches Territorium zu Recht für sich einfordern, können wir sicher sein, Amerika wird auch diese Freiheitskämpfer vorbehaltlos unterstützen. Wie die UCK.
Und das sollte uns alle froh machen, einen solchen Freund an der Seite zu haben.
4.November 2009 at 07:19
Eine feine Rede, ganz im Sinne des großen Bruders USA. Wenn es die DDR noch gäbe und sie Honnecker Nachfolgerin geworden wäre, hätte sie im Politbüro der UdSSR in Moskau genauso artig gesprochen. Die DDR betrachtete sich als 16. Sowjetrepublik und was sind wir heute?
Ich habe Frau Merkel gestern bei Phönix kurz gesehen, als sie das mit der ewigen Schuld brachte, habe ich umgeschaltet, mal muss Schluss sein.
4.November 2009 at 08:06
Ich habe Frau Merkel gestern bei Phönix kurz gesehen, als sie das mit der ewigen Schuld brachte, habe ich umgeschaltet, mal muss Schluss sein.
Von Ewigkeit ist nun mal nichts auf dieser Welt, die Wissenschaft kanns bestätigen. Von daher hat Angie wieder mal den Mund zu voll genommen, oder was machen wir denn wenn die Deutschen eines Tages ausgestorben sein werden? Glaub bloß keiner, daß unsere Nachfolger, unsere “Erbschuld” übernehmen werden. Mit ewig, ist da gar nichts.
4.November 2009 at 09:38
Warum beschuldigt ihr immer die Amerikaner fuer
die zustaende in der BRD,ihr waehlt doch die politiker die euch regieren.
Oder hab ich was verpasst?
4.November 2009 at 10:17
@ Wald
auf mich trifft das schon lange nicht zu.
Hier eine schöne Analyse der Merkelrede, ok. Albrecht Müller steht sehr weit links, aber die Fakten, die er anbringt, stimmen nun mal.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=4312
4.November 2009 at 12:11
“Wer den Fall der Mauer vor 20 Jahren und die Kraft der Freiheit erlebt habe, wer einmal so positiv überrascht worden sei, halte vieles für möglich, sagte die Kanzlerin weiter.”
In Zuge der “Kraft der Freiheit” ist die Ossifizierung der Bundesrepublik gerade unter der Kanzlerin Merkel forciert worden. Linker Meinungsterror und Vernichtung von Existenzen (jüngst im Falle von Thilo Sarrazin) sind das Ergebnis dieser “auf dem linken Auge blinden Politik” unserer Kanzlerin, ihrer Mitstreiter und
Claqueure.
Und was die Klimadebatte anbelangt (Frau Merkels Steckenpferd, denn sie sorgt sich ja so um die Eisbären – denen es allerdings prächtig geht, weil die Decke des Polareises seit 2 Jahren wieder wächst – hat sie soeben eine schallende Ohrfeige des US-Senats erhalten, der diesen Wahnsinn offensichtlich nicht mitmachen will:
Schwere Abfuhr für Merkel: US-Senat setzt Klimadebatte auf Eis!
http://www.guardian.co.uk/environment/2009/nov/03/merkel-senate-delay-climate-debate
Aber ganz mit leeren Händen kommt ja unsere Kanzlerin nicht aus den USA zurück:
Sie hat zumindest den Teleprompter Präsidenten “Obama do nothing” getroffen, den ehemaligen “Messias”, dessen Werte mittlerweile so in den Keller gerauscht sind, das selbst Herr Joffe in der linkslastigen “Zeit” von der “Entzauberung des Präsidenten” sprechen muss!
Saturday Night Live über Obamas Bilanz nach neun Monaten im Amt:
http://www.youtube.com/watch?v=RYnMYZDsrJM
Etwas Positives gibt es allerdings zu vermelden und das soll nicht verschwiegen werden:
Ihre Äußerungen hinsichtlich der Begehrlichkeiten der Teheraner Mullah´s und ihres Erfüllungsgehilfen – des “Irren von Teheran” nach der “islamisch (schiitischen) Bombe”.
Bleibt zu hoffen, dass sie auch Standfestigkeit beweist, wenn´s zum Schwur kommt oder wenn Israel, falls “Obama do nothing” weiterhin nix tut, präventiv versucht, die iranischen Atomanlagen auszuschalten.
5.November 2009 at 23:09
Merkel hat wieder einmal demütig die “ewig deutsche Schuld” betont. Widerlich soetwas. Rethorisch ein äußerst bescheidener Auftritt. Das ist noch freundlich ausgedrückt. Ihr Redenschreiber sollte gefeurt werden. Und die Frau hat eine Ausstrahlung wie ein Sack Kartoffeln.