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Verteidigungsminister zu Guttenbergs schwierige Aufgabe
Von Daniel N. | 30.Oktober 2009

Wünscht sich mehr Deutsche Soldaten in Afghanistan: US-Präsident Obama
Photo by Pete Souza Bildquelle / Lizenz
Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Dieses geflügelte Wort eines ehemaligen Verteidigungsministers wird inhaltlich von der Mehrheit der Deutschen und der Medien nicht geteilt. Die Deutschen möchte den Afghanistanfeldzug beenden, möchten ihre Soldaten Heim holen und nicht mehr die Zinksärge zählen, die meist still und lese nach Deutschland eingeflogen werden. Doch ausgerechnet der beliebte Minister zu Guttenberg hat nun die Aufgabe dem Deutschen Volk beizubringen, dass eine Ende des Einsatzes wohl noch auf sich warten lassen muss:
Nicht etwa weil Guttenberg als exponierter Vertreter der Atlantiker, also der US-nahen Politiker gilt, sondern weil die USA Druck auf Deutschland ausüben und die Sicherheitslage in Afghanistan tatsächlich noch keine Selbstverwaltung des Landes erlaubt wird diese Diskussion um den Abzug, wenn auch erst nach vermutlich zahlreichen Nachfragen, abschlägig beantwortet werden müssen.
Der bei den Deutschen hochgelobte Nobelpreis-Präsident Obama fordert mit allem Nachdruck eine Aufstockung der Deutschen Soldaten und ein höheres Engagement Deutschlands. Wir aber können uns dem, lässt man einmal die populistischen Sprüche weg und betrachtet die realpolitische Machtposition beider Staaten, derzeit kaum entziehen. Eine solche Absage an die USA würde eine tiefgreifende Veränderung der Bündnisverhältnisse nach sich ziehen. Gleichwohl gibt es zahlreiche Politiker jeder Coleur, die eine Äquidistanz zu Moskau und Washington fordern. Russland aber trotz der dafür sprechenden Argumente als vollwertigen Ersatz für die USA zu bezeichnen, bleibt doch gewagt.
Wie es auch kommt: das Deutsche Volk wird sich in absehbarer Zeit zwischen der Verehrung zu Obama und dem Wunsch nach Abzug der eigenen Soldaten aus Zentralasien entscheiden müssen. In jedem Fall aber wird Guttenberg ein Dickes Fell zur Erklärung dieser oder jener Entscheidung brauchen.
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Topics: Außenpolitik | 17 Kommentare »















30.Oktober 2009 at 04:08
Es gibt noch ein anderes Szenario für den Abzug unserer Truppen aus Afghanistan. Die nicht ganz freiwillige Variante, wenn sich die militärische Lage noch weiter verschlechtert.
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30.Oktober 2009 at 05:40
Das deutsche Volk verehrt Obama?
Das wäre mir neu. Da verwechselt einer, die veröffentlichte Meinung einiger weniger, mit der öffentlichen Meinung.
Die USA üben Druck auf Deutschland aus.
Richtig. Wie nennt man so etwas normalerweise?
Einmischung in die Unabhängigkeit anderer Staaten.
Was geschähe wenn Deutschland klipp und klar nein sagen würde?
Wir brauchen weder Russland noch die USA als Bündnispartern. Gegen wen denn? Werden wir etwa von den Russen bedroht, werden wir von den USA bedroht wenn wir nicht mehr mit ihnen wollen?
Bedrohen uns Franzosen, Briten, Polen oder die Tschechen?
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30.Oktober 2009 at 05:46
@mcp
Das wird den Guttenbergs egal sein, wenn es sein muss, d. h. wenn die Führungsmacht es fordert, werden deutsche Soldaten am Hindukusch sterben.
Ebenso wie in vielen anderen Ländern in denen die USA Krieg führten und führen kann die Stationierung der Truppen bis zum St. Nimmerleinstag durchgehalten werden (derzeit zumindest). Nach Einführung einer Unterschichtenarmee ist es dem amerikanischen Durchschnittsbürger auch ziemlich egal wenn Leichensäcke nach Hause transportiert werden. Das sind nicht ihre Jungs, das sind die Jungs der anderen.
Ein ganz klarer Nachteil der Einführung einer Berufsarmee. Bei den Amerikanern weiß man sowieso nicht mehr, wer da kämpft eine Privatarmee oder die Armee eines Staates.
Wenn die USA abziehen sollten, wird sich die Notwendigkeit dieses Krieges auch für Deutschland auf wundersame Weise in Luft auflösen. Niemand wird dann mehr Krieg führen wollen um Mädchenschulen zu bauen, die Verschleierung der Frau abzuschaffen oder nichtfunktionierende Ampeln in Kabul aufzustellen.
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30.Oktober 2009 at 07:51
Richtig, Bauer Gerhard, die öffentliche Meinung weicht erheblich von der veröffentlichen ab. Niemand in meinem Umfeld mag Obama und schon gar nicht seine tramplige Frau, niemand will, dass Deutschland im Ausland Kriege für die Weltpolizei USA führt. Aber unsere Regierung wird anscheinend gezwungen, von wem? Nur von den USA oder auch von Frankreich und England, unseren “Bündnispartnern”, die ebenfalls mitmachen (müssen)?
Seit 1945 führen die USA auf dem ganzen Erdball Kriege, obwohl 1945 die UNO gegründet wurde, um solche zu verhindern, wer stoppt endlich die USA in ihrem Kriegstreiben?
Kein Verteidigungsminister, der Kriege führt, hat Erfolg bei den Massen, Guttenberg wird hier verschleist.
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30.Oktober 2009 at 07:53
Ich war gegen Obama,denn er ist nicht gut für die Amerikaner und für Europa .Er ist ein Moslem und kein Christ.Man hat ja auch im Nach hinein gesehen ,welche Aktionen er betätigt hat,den Islam als harmlos dagestellt und ihn noch fördern will.Er hat Israel und auch Europa in Gefahr gebracht.Die Amerikaner mucken auch schon gegen Obama auf,sie haben gemerkt was für ein falscher Fünfziger er ist.Ich hoffe nur das die Amerikaner ihn zum Teufel jagen und das er abdankt.Ich hoffe auch ,das der junge Guttenberg ihn in die Schranken setzt,die deutschen Soldaten aus Afghanistan abzieht und wieder nach Hause schickt.Die Amerikanische Regierung will uns Europäer benutzen ,auch der Türkeibeitritt in die EU ist so ein Beispiel.Ich wünsche Herrn Guttenberg viel Kraft ,sich gegen die eigenen Parteigenossen und gegen Obama durch zusetzten,denn das Deutsche Volk möchte das die Deutschen Soldaten heil wieder zu ihren Familien zurück kommen.
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30.Oktober 2009 at 09:51
“druck aus den USA”
Warum sollte man diesem “Druck” nachgeben?
Ist die Bundesrepublik kein souveräner Staat?
Oder ist der Begriff “Druck” gemeint als “Erpressung”?
Die USA als unsere “guten Freunde”; trauen wir denen sowas zu? (Rhetorische Frage.)
Wenn das Parlament des deutschen Vorles der Ansicht ist, daß wir dort nichts verloren haben (und was sollte das sein), dann hat es seine Bürger in Uniform schleunigst heimzuholen.
Bismarck: “Der ganze Balkan ist nicht des Tropfen Blutes eines eizigen Deutschen Soldaten wert.”
Um wie viel mehr gilt das für Afghanistan.
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30.Oktober 2009 at 10:33
Der Grund, warum Merkel Guttenberg zu Verteidigungsminister macht:
1.
a) Guttenberg ist gelernter Außen- und Sicherheitspolitiker.
b) Für einen Sicherheitspolitiker der Union war noch nie Platz als Außenminister, sondern immer nur als Hilfsaußenminister, also als Verteidigungsminister.
Soviel zu der Begründung. Jetzt zu den Gründen.
2.
a) Guttenberg hat alles, was den “gewachsenen” Politikern schadet:
- sieht gut aus, telegen,
- ist finanziell und damit geistig unabhängig,
- tatsächlich populär, wie kein zweiter,
- tatsächlich intelligent.
Schlechte Voraussetzungen für den Politikerjob, könnte man meinen. Alle anderen können kaum einen der Punkte für sich annehmen. Damit ist er natürlich Gefahr und Konkurrenz allerhöchsten Maße. Ein Kabinett ohne ihn aus Medien- und Popularitätsgründen undenkbar.
b) Als Afghanistan-Politiker soll er verschlissen werden. Wie alle drei Minister zuvor in diesem Amt, soll er in den Augen der Öffentlichkeit herabgesetzt werden.
Job des BMVg in der Öffentlichkeit ist es, eigentlich dauerzulügen. Das merkt natürlich der dümmste Schuljunge am Fernsehempfangsgerät.
Nichts macht unpopulärer als zu lügen und lügen zu müssen.
Hier soll die aufstrebende personelle und auch inhaltliche Gefahr namens Guttenberg gezügelt werden. Guttenberg war bei den Opel-Verhandlungen sehr geradlining und hat bei Karstadt nicht nachgegeben, ohne daß es ihm am Ansehen geschadet hätte.
Hier zeigt sich im Ansatz seine finanzielle und geistige Unabhängigkeit. Die könnte auf Dauer eine noch größere Gefahr für die Altpolitiker aus der Union darstellen.
Ob der Versuch scheitert, Guttenberg zu schädigen, hängt ganz alleine von ihm ab.
Es gab zwar erst einen Verteidigungsminister (den schlechtesten), der Bundeskanzler wurde, Helmut Schmidt, aber das soll hier nichts heißen.
Wenn es sein absoluter Wille wäre, Kanzler zu werden, wird er es so und so nicht. Dann ist die geistige Unabhängigkeit einer Korrumpierbarkeit gewichen.
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30.Oktober 2009 at 12:13
T.H.
Volle Zustimmung, nur irritiert mich dann Guttenbergs Verhalten, als intelligenter Mensch müsste er logischerweise diesen unpopulären Posten ablehnen. Oder ist er doch ein Ziehkind der grauen Eminenzen in Amerika, wie laut gemunkelt wird?
a) Er war jahrelang in den USA
b) Er war zu den Bilderbergern eingeladen
c) Er hat ein Gutachten von der Londoner City angefordert, das peinlicherweise an die Öffentlichkeit gelang.
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30.Oktober 2009 at 12:55
Hallo kröte,
a) Ja, er ist ein Ziehkind der U.S.A.
b) Er ist auch ein Bilderberger. (Ich kenne selbst zwei. – So außergwöhnlich ist das nicht.)
c) Welches Gutachten? Würde mich interessieren. Guhgeln hat leider nichts gebracht.
Dennoch. Die Chance auf selbständiges Denken ist nicht ausgeschlossen. Und das macht ihn bei allen, sogar bei mir interessant.
Für die Bundeswehr könnte er ein Segen werden. Muß aber nicht.
Der Zustand der Streitkräfte ist derzeit unmöglich – katastrophal. Das sage ich als einer der weiß, wovon er redet.
Es handelt sich um strukturelle Probleme. Ein unabhängiger Mensch hat die Chance, das zu erkennen. Nur ein solcher. Wenn er sich – wie die letzten Verteidigungsminister seit Strauß – von der Bundeswehrführung weiterhin für dumm verkaufen läßt, ist ihm allerdings nicht zu helfen.
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30.Oktober 2009 at 12:55
Nachtrag
http://www.nachdenkseiten.de/?p=4301#more-4301
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30.Oktober 2009 at 15:05
@T.H.
Ich habe nur das hier finden können.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/finanzkrise-bankenrettung-bundesregierung-gesetz;art122,2871234
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30.Oktober 2009 at 15:34
Germans to the front?! Das könnte denen so passen! Die Zeiten sind nach Meinung der deutschen Mehrheit vorbei.(nicht von den US-Vasallen aus der polit. dt. Klasse von den anständigen deutschen Altparteien/ trotz des BVG-Urteils “Soldaten sind Mörder). Der Krieg ist nicht zu gewinnen, wir Deutschen haben kein Interesse an oder gegen Afghanistan! Die USA haben nichts gelernt aus Vietnam und aus der Niederlage der UdSSR und sollen ihr Problem allein lösen! Ich wünsche den USA alles erdenklich Schlechte! Die Zeiten, als wir Deutschen den USA dankbar waren für den Schutz gegen den Bolschewismus sind vorbei! Nach Reagen war die US-Politik eine Zumutung für die Deutschen und die Welt.
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30.Oktober 2009 at 17:03
@U. Schmidt
“…Schutz gegen den Bolschewismus …”
Dann hätten sie mal auf die Friedensangebote diverser Generale der Wehrmacht eingehen sollen, dann wäre die Rote Armee in Weißrussland steckengeblieben, Hitler entmachtet, Osteuropa nicht unterjocht worden. Soweit Gedankenspiele, zurück zur Realität.
Nach der Beendigung des 2. Weltkrieges waren große Teile der DDR und der Tschechei in Händen der Westmächte, sie rückten ab. Danke schön.
Sie haben auch nicht uns Deutsche gegen den Bolschewismus geschützt, wieso auch, sie brauchten Deutschland als Aufmarschgebiet im Kampf um Europa, ebenso wie die SU die DDR dafür missbrauchte. Wer Deutschland hat, hat Europa.
Den beiden Mächten ging es einzig und allein um ihre ureigensten Interessen. Wir waren Verfügungsmasse und Kanonenfutter.
Mehr zu dieser “Schutzpolitik” schreibt auch Gerd-Helmut Komossa, EX-MAD-Chef, der Plan war Deutschland mit Atomwaffen zu vernichten. Er beschrieb auch deutlich das Desinteresse der deutschen Politik an diesen Zuständen.
Französische Atomraketen hatten gerade mal eine Reichweite von 800 km.
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.
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30.Oktober 2009 at 17:18
@ Bauer Gerhard
Dem kann man nichts hinzufügen.
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30.Oktober 2009 at 23:53
Scharfe Abrechnung mit der jüngsten Geschichte aus dem Kabarett auf
http://frieder.goneoblog.de/mein-amerika/
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31.Oktober 2009 at 00:50
Die Guten CDU Politiker lasst ihr doch hängen,wieder einer aus der Faktion rausgetreten und zwar Rene Stadtkewitz.Das habt ihr sehr wahr scheinlich der B.John CDU zuverdanken,die gegen Islamkritiker auf hochtouren gekommen ist. Wo sind noch die Vaterlandsliebenden Politiker,besonders in der CDU?Rüttgers der Deutschland langweilig findet und nur noch Europäer sein will und noch viel mehr Moscheen in Deutschland will.Ein Schramma der Köln zu einer islamischen Stadt gemacht hat,fehlt nur noch das der Kölner Dom zu einer Moschee umgebaut wird.Was sind das für Menschen,was bewegt sie dazu .Diese neuen oder Alten Minister ,auch mit der FDP werden Deutschland egal wie oder wer,verraten.Ich habe jetzt endlich genug von der CDU,Pfui Teufel ,kein Rückgrat.Ihr lasst schon wieder einen guten CDUler fallen ,wie der Herr Stadtkewitz ,ob Hohmann oder Nitschke. Warum beginnt kein Aufstand in der CDU-Basis,hab ihr was zu sagen oder nicht?Oder seit ihr schon so von Linksgerückten und Islamisten unterwandert?
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6.November 2009 at 18:02
Guttenberg: http://de.news yahoo.com/1/20091106/…w-808bb34.html
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