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Das Internet, die Jugend und die Zukunft

Von Daniel N. | 6.Juli 2009

internet

Geht man nach Umfragen unter Jugendlichen und jungen Menschen, verliert die Union zunehmend an Zuspruch. Nimmt man an, dass diese Jugend auch im Alter nicht Union wählt, nur weil sie älter wird, sind die Aussichten für die Wahlen in zehn und zwanzig Jahren düster. Doch Grund dafür -das zeigen zahlreiche Studien- ist nicht etwa ein Linksruck – ganz im Gegenteil: die Jugend ist zunehmend Traditions- und Familienbewußter, kann wieder fröhlich patriotisch sein und will Leistung erbringen. Der Grund für die Ablehnung in weiten Teilen der Jugend muss also woanders liegen: im Image der Union. Und dieses wird in den jüngeren Alterssegmenten nun mal explizit durch das Verhältnis zu den neuen Medien bestimmt, insbesondere: das Internet.

Vorstöße, Youtube-User nur noch unter Nennung der Personalausweisnummer anmelden zu lassen, härtere Strafen für Konsumenten von illegal ins Netz gestellten Inhalten einzuführen, bestimmte Website zukünftig nicht mehr zugänglich zu machen, Daten umfänglicher und zentraler zu erfassen, bereits kontrollierte FSK-ab-18-Spiele gänzlich verbieten: dies sind Vorschläge aus den Reihen der Union, die zum Teil mit erheblichem Aufwand unterstützt werden.Wichtig hierbei sei aber vorab die Feststellung, dass dies vor allem ein Genereationenkonflikt ist: während aus den älteren Semestern heraus mit dem richtigen aber nicht an jeder Stelle zielführendem Argument “das Internet ist kein rechtsfreier Raum” gearbeitet wird, sehen die Jungen, die Mitglieder Jungen Unionn die Sache schon anders: das Verbot von sogenannten “Killerspielen” oder auch strenge Kontrollen von Internetzugängen sind hier keineswegs populär – auch und gerade nicht bei denen, die sich intensiv mit dem Thema Internetrecht, Internetkriminalität und neue Medien beschäftigen.

Es muss bei allen richtigen Maßnahmen zur Verfolgung von Straftaten im Internet klar sein, dass eine Überwachung des Internets nicht erwünscht und im Übrigen auch nicht durchsetzbar ist. Die Union begeht einen gravierenden strategischen Fehler, wenn sie in Wahrnehmung ihrer Rolle als Partei der innen- und außenpolitischen Sicherheit irrtümlich annimmt, dies durch Verbote und strengere Überwachung im Internet durchsetzen zu können.

Ausdruck der Ablehnung weiter Teile der Jugend, die inhaltlich, wenn auch oft unbewusst, der Union sehr nahestehen aber sie doch aufgrund eben dieser inhaltlichen und auch kommunikativen Fehler der Union nicht unterstützen ist auch die Gründung der Piratenpartei.

Hier kommen höchst unterschiedliche Menschen zusammen, die – wenn auch bisweilen nicht bis zum Ende durchdacht- für die Freiheit der Nutzung des Internets antreten. Und man darf sich nicht irren: über 80% der unter-30 jährigen nutzen das Internet als primäre Informationsquelle. Auch sei daran erinnert, dass auch die Grünen einst als relativ monothematische Partei aber mit einem klaren Ziel anfingen – und heute eine destruktive, aber nach Stimmen wichtige Kraft im Lande darstellen.

Die Union sollte sich hier geschickter verhalten: die Jugend muss umworben, nicht abgeschreckt werden. Dazu gehört auch, Freiheiten im Internet zuzulassen und auf Dialog statt auf Verbote zu setzen.

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Topics: Medien | 23 Kommentare »








23 Kommentare to “Das Internet, die Jugend und die Zukunft”

  1. Marcel meint:
    6.Juli 2009 at 23:46

    Zunächst mal ist es erfreulich, dass auch die Junge Union offensichtlich das Internet versteht. Bis die CDU das macht, werden zwar noch viele Jahre vergehen, aber immerhin.
    Aber: Wo ist die CDU konstruktiv? Und wo sind die Grünen destruktiv?

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  2. Philipp meint:
    6.Juli 2009 at 23:50

    Man beschäftige sich mit Außen- und Sicherheitspolitik, mit Integrations- und Einwanderungspolitik: dann wird schnell klar – zumindest wenn man selbst nicht zu den anti-Deutschen zählt- wo die Unterschiede zwischen konstruktiver Politik und grünen Vorstellungen liegen.

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  3. Sascha Pascal Sierk meint:
    7.Juli 2009 at 01:06

    @Philipp: Die CDU hat es in den 60ern, als die ersten damaligen “Gastarbeiter” zu uns kamen, nicht verstanden, zu integrieren. Die CDU hat es in den 80ern und 90ern nicht geschafft, zu integrieren. Die CDU verfolgt eine Sicherheitspolitik, bei der man als mündiger Bürger das Gefühl hat, dass es die Angst vor den Bürgern ist, die die CDU antreibt, und nicht die Angst vor fernen Terroristen.

    Wenn ich mir Reden von der CDU/CSU durchlese, z.b. von der Daniela Raab zum Thema Grundrechte, graust es mir. Die Frau hat unser Grundgesetz nicht verstanden und sitzt im Innenausschuss des Bundestags!

    Liest man ihre Rede durch, kriegt man das Gefühl, sie sehe die Aufgabe des Grundgesetzes darin, festzulegen, wie der Staat die Bürger und ihre Rechte schützen solle… doch das ist Schwachsinn. Das Grundgesetz ist dafür da, um uns vor überbordender Staatsgewalt zu schützen! Vor Leuten, die Sicherheit vor Freiheit stellen, egal was irgendwelche “materiellen Sicherheitsbedürfnisse” von einzelnen Bürgern verlangen.

    Wenn euer großer Begründer, der Konrad Adenauer, noch miterleben müsste, wie Schäuble, Guttenberg, von der Leyen und Merkel unser Grundgesetz behandeln, würde er aus der Partei austreten. Er und Carlo Schmid haben eine Verfassung geschaffen, die, auch wegen der Erfahrungen aus der Zeit der Machtaneignung durch die NSDAP, UNS vor unverhältnismäßigen Eingriffen der Exekutive, Legislative und Judikative schützen soll.

    Und wenn hier jemand fragt: Ja, mir ist die Gefahr lieber, möglicherweise durch einen Terroranschlag zu sterben (dessen Eintreten so gut wie ausgeschlossen ist, aber man weiss ja nie), als mich von vorne bis hinten überwachen, kontrollieren und protokollieren zu lassen! Für die Freiheit muss man auch was riskieren, fragt mal die Menschen im Iran!

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  4. Berliner Kindl meint:
    7.Juli 2009 at 07:22

    @Sascha Pascal Sierk
    “Ja, mir ist die Gefahr lieber, möglicherweise durch
    einen Terroranschlag zu sterben”

    Ich bin sehr beeindruck, von ihrer heldenhaften Meinung.
    Die Menschen im Iran würden sie vermutlich wohl ins
    Maschinengewehrfeuer jagen, um sich anschließend
    als Befreier feiern lassen zu können.

    Verantwortungsbewußte Politik sieht anders aus,
    nur Sozialisten können sich wirre Träume leisten.

    Wer mit Zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz, wer es mit
    Vierzig immer noch ist, keinen Verstand. Mit Sicherheit sind
    sie noch keine 40 Jahre und dürften es vermutlich auch nie
    werden.

    Viel Spaß weiterhin an der Front …

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  5. 1000Sunny meint:
    7.Juli 2009 at 08:02

    Hallo Daniel,

    gut, dass Du mal das Thema mit der Jugend ansprichst.
    Dennoch glaube ich, dass ein Satz in Deinem Artikel die Denkweise “der Jugend” und der CDU trennt.
    Nämlich dieser: “die Jugend muss umworben,[...] werden”
    Nö. Die Jugend (zu der ich mich zähle, obwohl ich nicht recht viel jünger bin als vdL) will eben nicht mehr umworben werden.
    Die Jugend ist aufgeklärt und hat genug Werbung gesehen. Keine Werbung mehr!

    Dialog. Forderungen berücksichtigen. Zuhören und Austausch suchen. Keine Bürgerfeste mit Freibier und Frontalunterricht vom Rednerpult mehr. Menschenrechte auch für Kinder. Anstatt “Kinderrechte”.
    Aber ich glaube nicht, dass die Union sich von ihrem Patriarchat lösen kann. Also muss sich die Jugend wohl von ihr lösen – und jede Niederlage feiern, als ob ein rebellischer Schlag gegen einen unterdrückenden Vater gelungen wäre.

    So würde ich argumentieren, wenn ich die Jugend wäre.

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  6. normalo meint:
    7.Juli 2009 at 08:55

    Philipp:
    Ich befürchte, Sie sind gerade dabei, dieses Blog zu “erneuern” und zu “verbessern”. Nun gehöre ich zu den Kommentatoren, die konservative “Werte” erhalten wollen, wenn es nicht inzwischen lange erprobte, viel bessere Formen gibt. Das ist meine anerzogene “Denke”, die sich in meinem Leben meistens bewährt hat. Experimentieren sollte man nur dann, wenn eine völlig neue Situation dies erforderlich macht, um das Optimum zu finden.
    Diese “völlig neue Situation” ist m.E. hier nicht eingetreten.
    Deshalb wundere ich mich, dass nun unbedingt die linke Leiste dieses Blogs “vereinfacht” wurde.
    Ich fand vorher die Nickangabe der Diskutanten dort gut, weil man gleich wusste, ob jemand auf die eigenen Ansichten zu dem jeweiligen Thema etwas geäußert hat. Statt nun diese Information zur schnelleren Übersicht zu erweitern, wurden nun die ohnehin schon sichtbaren Themenüberschriften noch einmal dort aufgefüht.
    Lassen Sie doch bitte diese einfache aber m.E. gut handhabbare Struktur dieser Seite. Komplizierte, unübersichtliche Foren gibt es schon genug.

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  7. Lisa meint:
    7.Juli 2009 at 09:37

    Quark. Natürlich ist der Konflikt über die Ausgestaltung der Internetfreiheiten nicht nur ein Generationskonflikt. Obwohl diese Charakterisierung natürlich sehr schön verdeutlicht, wie wenig Unionsanhänger, von dem was außerhalb ihrer ideologischen Scheuklappen passiert, mitkriegen. Sie sind wie die Opis, die vor allem Angst haben was sie nicht kennen.
    Es ist ein Konflikt, den durchaus nicht nur jugendliche, Demokraten gegen die Antidemokraten der Union und anderer Parteien führen müssen, die das Internet als unabhängige Informationsquelle inzwischen als Gefahr für ihren pseudoelitären Machtanspruch sehen.
    Darum geht es, um nichts anderes.

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  8. 1000Sunny meint:
    7.Juli 2009 at 10:13

    Ich kann die Aufregung über das Internet eh nicht verstehen. Die haben die prägenden 12 Jahre jedes Kindes und Jugendlichen Schul”pflicht” und damit genug Zeit ihnen ihr Gedankengut vom unmündigen Menschen aufzustempeln (Frontalunterricht, Kuschen nach Noten, Bewertung von Oben, Antreten zum Appel früh um 8 Uhr, Aufgaben mit nach Hause nehmen, still sitzen, melden wenn man sich äußern will und warten auf die Gnade der Erhörung durch den vorgesetzten Lehrer). Und dieses strikte Regiment und die Dauerüberwachung dient natürlich nur dem eigenen Wohl. Jawohl.

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  9. normalo meint:
    7.Juli 2009 at 10:37

    Sunny:
    Sie haben aber eine schlimme Schulzeit “mit zu machen” gehabt.
    Für mich war sie auch kein Zuckerlecken, aber wer weiß, was aus mir geworden wäre, wenn ich mir hätte als Kind freiwillig meine Ausbildung aussuchen können”.
    Aus vielen, damals an ihre Ausbildung mit etwas Druck herangeführten Menschen, sind trotzdem keine Untertanen und Speichellecker geworden.
    Trotzdem gibt es natürlich viele von dieser Sorte, was ich jedoch nicht unbedingt auf die Schule zurückführen würde, sondern eher auf die charakterlich bedingte Käuflichkeit mancher Menschen und Personengruppen.

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  10. 1000Sunny meint:
    7.Juli 2009 at 10:54

    Nein. Ich habe freie Kinder gesehen und was aus ihnen wird, wenn sie erwachsen werden.
    Und dann habe ich ein bisschen in der Geschichte herumgeforscht. Da wird einem schlecht. Ich sag nur Fichte und französische Besetzung und wer dann den Schulzwang eingeführt hat und aus welchen Gründen will ich hier gar nicht laut aussprechen.
    Und der letzte Satz: “sondern eher auf die charakterlich bedingte Käuflichkeit mancher Menschen und Personengruppen.” zeigt doch eher, dass wir diesen Menschen und Personengruppen eben nicht unsere Kinder 12.000 Stunden ihrer Jugend ausliefern sollten. (Eltern haben übrigens Schulanwesenheitsverbot)

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  11. 1000Sunny meint:
    7.Juli 2009 at 10:55

    Vielleicht interessiert Sie das Buch: Weapons of Mass-Instruction (u.ä.)

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  12. Sascha Pascal Sierk meint:
    7.Juli 2009 at 10:58

    @Berliner Kindl: Ich gehe davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines terroristischen Anschlags sehr gering ist, trotz aller Panikmache, die Schäuble und Co. und einreden, gab es in Deutschland bislang nur 3 geplante Anschläge (9/11, wo am Ende vor allem die amerikanischen Sicherheitskräfte versagt haben, die Kofferbomber, die zu doof zum Bombenbauen waren (haben wohl nicht die richtigen “Bombenanbaupläne” (Zitat Wieland) gehabt) und die Sauerland-Gruppe, die sich dadurch verriet, dass sie plötzlich zig hundert Lieder Wasserstoffperoxyd kauften, ohne eine Friseursalon zu sein (wobei hier es auch kritische Stimmen gibt, die meinen, dass diese Gruppe nur eine Erfindung des BKA ist!)

    Wie der Zufall es so will, hatte ich weder am 11.9.2001 in New York zu tun oder musste mit einem Flugzeug dahin fliegen (sondern hatte Mittagspause vor zwei Stunden Nachmittagsunterricht (Latein), erfuhr über mein Miniradio von dem Anschlag und wurde auch noch auf dem Schulhof komisch angeschaut, keiner glaubte es), ich musste nicht mit dem Zug fahren, indem diese Bombe war, und ich wohne nicht in der Nähe des Sauerlandes. Die Gefahr eines Anschlags ist für mich also nicht greifbar. Und genauso geht es den meisten Menschen, es ist 10000 mal wahrscheinlicher, morgen bei einem Autounfall zu sterben, als in den nächsten 20 Jahren an einem Terroranschlag.

    Und das hat NICHTS mit Vorratsdatenspeicherung (die völlig sinnlos ist, weil das BKA gar nicht ohne Verdacht auf die Daten zugreifen darf), BKA-Gesetz oder den Antiterrorgesetzen von Rot-Grün zu tun, das liegt einfach daran, dass wir in Europa (und auch die Amerikaner) gar nicht so groß vom Terror bedroht sind, wie es die CDU uns weiss machen will. Die meisten “Auszubildenden” in den Terrorcamps kämpfen nämlich in Pakistan, Afghanistan, dem Irak, manche unterstützen Achmadineschad im Iran, manche sind Schläfer in Saudi Arabien oder Indien. Aber wenn man dort nicht gerade Urlaub macht oder einen Bundeswehreinsatz hat, passiert einem nix! (Und wenn nun einer mit London und Madrid kommt: 2 erfolgreiche Anschläge in 5 Jahren. Da war die RAF ja effizienter (und das waren schon kopflose Selbstmörder))

    Aber nun zurück zum Thema: Klar, es gibt auch Köpfe in der CDU, die das Internet nicht als Bedrohung sehen. Nur die sind nicht auf den vorderen Plätzen dieser Partei! Auf den vorderen Plätzen sitzen Wolfgang Schäuble, “Zensursula” von der Leyen und der Betroffenheitsguru Karl Theodor Guttenberg (ich sitze grade in Österreich, hier gibts keinen Adel mehr, also auch keine Namenszusätze :D ).

    Guttenberg, der selbst mit seinen 37 Jahren eigentlich noch zum jüngeren Klientel eurer Partei zählt, ist schon so vergreist, dass ihn kein Jugendlicher mehr ernst nimmt. Und er ist von der Lobby zerfressen, im Internet ahnen wir alle schon, was die CDU aber erst nach der Wahl herausposaunen will: Die Sperren werden ausgeweitet auf Copyrightverletzungen. Ich habe ihr vorläufiges Entwurfpapier gelesen (das ist das schöne am Internet, nix bleibt geheim), eine Partei, die eine in Frankreich als verfassungswidrig erkannte und nebenbei menschenunwürdige Gesetzgebung einführen will (denn wir haben das Recht auf Information, und somit dürfen Sie uns nicht einfach das Internet abdrehen, sonst stehen Sie auf einer Ebene mit Ayatollah Khamenei), ist nicht wählbar!

    Von der Leyen kann eh nix außer Wahlkampfparolen setzen (Gelder für Organisationen, die mißbrauchten Kindern helfen, kürzen, aber dafür wirkungslose Zensurmaßnahmen einführen) und nebenbei verdanke ich dieser Frau, dass mir zwei Jahre Kindergeldanspruch und damit Anspruch auf Busticket, Mitversicherung bei der Krankenkasse usw. genommen wurde (immerhin studiere ich noch), und wofür? Für ein völlig wirkungsloses “Akademiker-Zuchtprogramm” (Zitat Volker Pispers), das Elterngeld, mit dem mittelreichen bis reichen Familien noch mal eben ein Zubrot dafür zugesteckt wird, dass sie Kinder gemacht haben, obwohl sie es selbst finanzieren könnten (währenddessen wird das Elterngeld den Hartz-IV-Empfängern angerechnet, die dürfen also anscheinend keine Kinder kriegen nach CDU/Leyen-Meinung).

    Und nebenbei: Wenn die Frau Ministerin nicht ihren verdammten Ministerbonus gehabt hätte, hätte auch Sie jetzt eine Ermittlung wegen der Verbreitung von Kinderpornographie an der Backe, so wie Jörg Tauss, und sie hat das nicht mal gemacht, um wie Tauss sagt, einen Ring zu sprengen, sondern für billigen Wahlkampf. Die armen Journalisten, die sich diese Seiten anschauen mussten in der PK. (Und so unnötig, jeder kennt die Definition von KP, weiss dass da Kinder gequält werden, wieso muss das Journalisten auch noch gezeigt werden??? Wollte Sie die Journalisten anfixen nach der Leyen-Theorie “KP schauen führt zu Kindesmißbrauch”?)

    Und das die CDU nicht die richtige Partei ist, zeigt auch, dass es die Jugend der Partei nicht schafft, den alten lernresistenten Politikbonzen ganz oben die neuen Technologien richtig zu erklären. Wenn die CDU-Führung sich wirklich für die Jugend interessieren würde, hätte sie sich angehört, wieso die JU gegen so manches Gesetz ist, immerhin sitzen in der JU auch Leute, die die Internettechnologien kennen. Dass sie es nicht getan hat, sollte eigentlich jedem JU zeigen, dass diese Partei nur eines tut: auf Wählerstimmen der “uninformierten” über-50er schielen.

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  13. kröte meint:
    7.Juli 2009 at 10:59

    Ich habe immer gedacht, Bevormundung gibt es im Sozialismus, den ich miterleben musste. Nun muss ich zu meinem Erschrecken feststellen, dass alle Parteien sich mit Vorschlägen zur Bevormundung ihrer Bürger gegenseitig übertreffen. Die Parteien wollen alles regulieren, die Kindererziehung, die Hundehaltung, die Autohaltung, die eigenen 4 Wände, das stößt nicht nur die Jugend vor den Kopf, sondern alle.

    Diese geheuchelte Fürsorge im Namen der Gesundheit, des Klimas, des Terrors und der Kinder ist in Wirklichkeit Machtausübung und Kontrollfunktion.

    Ich war einmal glücklich, in den 90ern, als ich dachte, der Sozialismus ist vorbei, aber ich habe mich geirrt, er ist wieder da.

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  14. Lisa meint:
    7.Juli 2009 at 11:26

    gelöscht

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  15. dErMiChA meint:
    7.Juli 2009 at 22:10

    Ich will gar nicht drastisch formulieren, aber mit dem “Internetzensur”-Gesetz, das F.v.d.Leyen da (populistisch) eingebracht hat, wird sich die Union noch umsehen (siehe Austritte, auch in BRB).

    Ein Stoppschild hilft den Betroffenen bestimmt ungemein und hat ja auch nichts mit Wahlkampf zu tun.
    gelöscht

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  16. Marti meint:
    10.Juli 2009 at 15:06

    Das islamkritische Internetforum http://www.islam-deutschland.info/ wurde gestern gesperrt.

    Tja, wer glaubt mit solchen Maßnahmen die Probleme mit dem Islam lösen zu können, muss sich nicht wundern, wenn der Schuss nach hinten losgeht.

    Der Erfolg der Piratenpartei bei der Europawahl war eine Warnschuss. Die CDU hat sich angewöhnt solche Warnschüsse einfach zu überhören.

    Aber irgendwann kommt der Punkt, da entwickelt der Frust der Wähler, der alten wie der jungen, eine Eigendynamik, die durch keine kurzfristigen Maßnahem mehr zu bremsen ist.

    Immer sehr lehrreich ist der Blick in die Niederlande, wo Geert Wilders das politische Establishment das Fürchten lehrt und Geert hat gerade erst angefangen!

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  17. Bauer Gerhard meint:
    10.Juli 2009 at 16:00

    In letzter Zeit wurden schon mehrere Seiten gesperrt. Der Totalitarismus marschiert, er schleicht nicht mehr auf leisen Sohlen.

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  18. Marti meint:
    10.Juli 2009 at 16:47

    Hallo Bauer Gerhard,

    kannst Du Beispiele nennen, welche Seiten gesperrt wurden oder einen Link nennen, wo man etwas darüber erfährt?

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  19. Frohnatur meint:
    11.Juli 2009 at 08:23

    “Der Grund für die Ablehnung in weiten Teilen der Jugend muss also woanders liegen: im Image der Union.”

    Ja klar. Hören wir nach jeder Wahl. “Der Wähler hat uns nicht verstanden” oder “Wir haben die Botschaft nicht rüberbringen können”. Politik als Marketingproblem.
    Ich hätte gern mal die Aussage: “Der Wähler hat uns verstanden und hat uns bewußt nicht gewählt”.
    Ganz ehrlich: dieser Threadstart macht in einem Satz die ganze Ignoranz der Parteiendiktatur gegenüber dem Urnenpöbel klar.
    Zumal es kein Problem der Jugend ist, schließlich sind die COBOL-Progger inzwischen Rentner (Stichwort: die Aktion von Eltern, die im EDV-Bereich tätig sind). Es ist der Konflikt zwischen den Internet-Affinen, die sich nicht von ein paar populistischen Internetausdruckern in ihren Alltag hineindirigieren lassen wollen. Von daher sollte sich die Union nicht einfach nur “geschickter” Verhalten, also den Schafspelz überstreifen, sondern lieber überlegen, ob sie ihre Partei-Granden ob Realitätsignoranz nicht in die Rente schicken sollte.

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  20. detonator meint:
    11.Juli 2009 at 10:14

    ” während aus den älteren Semestern heraus mit dem richtigen aber nicht an jeder Stelle zielführendem Argument “das Internet ist kein rechtsfreier Raum” gearbeitet wird…”
    Schon wieder alles verdreht. Da wird argumentiert ‘das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein’ mit der Annahme, dass das Internet zur Zeit rechtsfrei ist. Die GEGENSEITE postuliert, dass es eben kein rechtsfreier raum ist. Gesetze gelten überall, auch im Internet. Mangelnde Durchsetzung der Gesetze wegen mangelnder personeller und finanzieller Ausstattung der Polizei ist ein anderes Thema, dass die Politiker lieber meiden wie die Pest.

    Was uns Internet-nutzern wirklich auf den Sack geht ist, dass man diejenigen vollüberwacht, die sich informieren wollen, statt Straftäter zu verfolgen.
    Die Gesetze, die die CDU massgeblich mitgestaltet hat, sehen auf die reale Welt übertragen so aus: Ein Verbrechen geschieht. Die Polizei wird gerufen, rückt aus, verhüllt die Tat mit einem Sichttuch und nimmt die Personalien aller Zeugen und passanten auf. Das wars.
    Fällt euch was auf? Das klingt skurril. Da fehlt was. Ach ja, der Tatort wird nicht untersucht. Der Täter wird nicht verfolgt und nicht verhaftet.
    Genau das passiert jetzt im Internet, weil unfähige, beratungsresistente Politiker, die man nichtmal gezielt abwählen kann, in die Regierung kommen.

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  21. CDU-POLITIK.DE » Piraten auf cdu-politik.de meint:
    13.Juli 2009 at 00:25

    [...] Internetsperren nicht nur die SPD Zypries, sondern auch unsere eigene Partei kritisieren (z. B. hier). Mitglied in einer Partei ´- einer Volkspartei zumal – zu sein, heißt ja nicht in [...]

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  22. Oliver Mark meint:
    7.August 2009 at 07:00

    Wer redet denn immer von “der Jugend”? Leute: ich bin Jahrgang 69, werd 40, hab seitdem ich 12 bin mit Computern zu tun: das sind fast 30 (!) Jahre!

    Das Problem nur als Generationenkonflikt zu bezeichnen reicht noch lange nicht aus:

    Es ist eher so, dass ein Teil der Bevölkerung, der bisher passiv gewesen ist beginnt aktiv zu werden. Das Internet ist die Quelle der Aufklärung: die öffentliche Meinung macht sie sich über dieses Medium selbst. Die Politik verliert den Einfluss zur Beeinflussung zu verlieren. Und das ist die größte Angst der Politik. Und da gehören alle etablierten Parteien dazu.

    Bisher habe ich alles über mich ergehen lassen. Über die Aufregung der Volkszählung der 80er Jahre habe ich mich gewundert, aber der Einfluss des Volkes auf die Politik hat mich beruhigt und im Glauben an eine funktionierende Demokratie bestärkt.

    Seit geraumer Zeit aber läuft der Film wohl ohne das Volk ab: jeden Tag erlebt man, wie man in seiner Meinung beeinflusst werden soll; wie Dinge vertuscht werden, wie geschwiegen wird, wenn es so sein soll, wie übertrieben wird, wenn es so sein soll, wie gelogen wird, wie angst gemacht wird, wie entmündigt wird, usw:

    Banken, Atomkraft, Endlager, Kriegstreiben, Terrorismusängste schüren, Subventionen, zweifelhafte Politiker mit zweifelhaften Lebensläufen und zweifelhaften Weltphilosophien (UvdL, Silvana Koch-Mehrin, Schweinegrippen-Lobbyismus, Iraneinmischungen, Somalia-Piraten-Perversionen, usw.usf..)

    Nicht der Generationenkonflikt ist das Problem: die Politik macht hauptsächlich Mist und versucht uns für Dumm zu verkaufen.

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  23. alles Unsinn…ich bin müde » Blog Archiv » Generationenkonflikt? Ach was! meint:
    7.August 2009 at 15:38

    [...] nervt diese eingeschränkte Argumentation, die “Unruhe” im Netz hätte irgendwas mit “der Jugend” zu [...]

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Kommentare