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Die Causa Werner Münch
Von Torsten | 28.Februar 2009
Vielleicht ist es in den letzten Tagen untergegangen, vielleicht hat es ja auch schon einer der üblichen Verdächtigen in den Kommentaren gemeldet: Werner Münch, von 1991 bis 1993 Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, ist aus der CDU ausgetreten. Münch, der wegen einer Gehälteraffäre zurücktrat und später gerichtlich vollständig rehabiltiert wurde, tat dies nicht etwa im stillen Kämmerlein, sondern – wohl ein Tribut an die Mediengesellschaft – in Verbindung mit einer öffentlichen Kritik.
Interessant für viele Unionsmitglieder, die mit “ihrer” Kanzlerin nicht mehr so recht glücklich sind, und auch für uns CSUler ist die Argumentation: zum einen geht es um die Methoden, zum anderen um die inhaltliche Ausrichtung, und zum dritten auch um die Papstkritik der Protestantin Merkel.
Ich mag mich nicht gerne lange an den Methoden aufhalten, möchte aber nur darauf hinweisen, dass auch Michael Glos sich intern über den Führungsstil der Bundeskanzlerin echauffiert haben soll. Interessant ist der inhaltiche Aspekt, für den dieses Interview sicherlich sehr lesenswert ist:
Die CDU betreibt eine Politik der Beliebigkeit. Sie ist eine sozialdemokratisierte Partei geworden, die einer Beliebigkeit der Werte huldigt. Wo ist sie denn noch christlich-demokratisch? Seit meinem Austritt habe ich viele Zuschriften bekommen, die fast alle in die gleiche Richtung gehen: Die konservative Klientel der Partei ist in hohem Maße unzufrieden. Viele haben mir sogar geschrieben, die CDU sei für sie nicht mehr wählbar.
bzw.
Die CDU müsste die wertkonservative Klientel mehr zur Kenntnis nehmen, achten und pflegen.
Es stellt sich die Frage, in welchem Zustand die Schwesterpartei ist, wenn eine solche Kritik “von außen” kommen muss. Es wäre wünschenswert, dass z. B. Horst Seehofer seinen huldvollen Worten vom Aschermittwoch noch deutlichere Taten folgen lässt, sich bei Angela Merkel nicht unterbuttern lässt und zumindest so dafür sorgt, dass eine unionsgeführte Regierung trotz der SPD-Enteignungs- und Mindestlohnexperten zumindest ein bisserl nach der Aura eines Wertkonservatismus riecht. Im September werden die Karten neu gemischt, dann sind die Zeiten der vermittelnden Kanzlerin einer großen Koalition ohnehin vorbei.
Topics: Allgemein, Konservatives, Konservativismus | 17 Kommentare »















1.März 2009 at 06:33
Mit einem “bisserl riechen” geben wir uns nicht zufrieden.
“…tat dies nicht etwa im stillen Kämmerlein, sondern – wohl ein Tribut an die Mediengesellschaft – in Verbindung mit einer öffentlichen Kritik.”
Das hört sich an wie eine leise Kritik. Natürlich werden die Medien informiert, wenn ein “normales” Mitglied austritt, interessiert dies kein Schwein. Es werden lediglich die fehlenden Mitgliedsbeiträge und die daraus erfolgenden bzw. nicht mehr erfolgenden Zuschüsse aus Steuermitteln bejammert.
Wenn ein ehemaliger MP austritt, dann hat das Gewicht und zeigt sehr, sehr deutlich wohin sich diese CDU entwickelt hat.
Mit dem Einfordern von ein bisschen Geruch, ist es da nicht getan.
Die “Moderatorin” hat versagt, mag sie noch so hochgelobt werden. Das diese Frau die Union in den Untergang treiben kann, ist aber nicht Merkel anzulasten. Anzulasten ist dies der Union in ihrer Gesamtheit. Merkel hätte eine Union nicht sozialdemokratisieren können, wenn die Union noch das gewesen wäre, was sie einmal war. Den führenden Funktionären ist es im Großen und Ganzen egal wie was gemacht wird, Hauptsache ist, sie bleiben an der Macht. Sie sind Berufspolitiker und messen ihren Erfolg an ihrem persönlichen Erfolg, nicht an den Folgen für Deutschland und das deutsche Volk.
Das ist eines der Hauptprobleme. Zugegeben nicht nur der Union aber die anderen interessieren mich nicht. Je schlechter, umso besser.
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1.März 2009 at 07:35
http://www.welt.de/politik/article3293284/Was-masst-sich-die-Kanzlerin-an.html
Hier gibt es auch eine Umfrage. Z. Zt. sehen 75 % die CDU zu weit links.
Wir sind nicht allein.
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1.März 2009 at 09:51
Hohen Respekt vor Werner Münch,
dem ganz offensichtlich der Zustand und das Wohl des
Ganzen wichtiger ist, wie das Wohl der sozialdemokratischen
CDU-Parteiführung. Einer der ’s nicht nötig hat, der Karriere
wegen der Parteilinie und dem Mainstream zu folgen.
Gottseidank gibt es noch Menschen wie Werner Münch,
leider sind es zu wenig. Schade allerdings, wo soll denn
nun eine Richtungsänderung bei der CDU herkommen?
Vielleicht müssen konservative Wähler sich nun eben eine
andere Partei suchen, wenn sie in der CDU keine Chance
mehr sehen.
Damit nun kein “Gutmensch” glaubt, daß die Roten deswegen
besser wären, sollte man als abschreckendes Beispiel sich mal
den Mitgliederschwund bei der SPD anschauen. Vielleicht
spekuliert die Kanzlerin ja darauf, daß die Sozis geschlossen
konvertieren (grins)
Der Unterschied wäre ja nicht allzu groß …
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1.März 2009 at 10:24
Ne Super-Sache für Konservative!
Quelle: http://www.sezession.de/1556/fuer-sezession-im-netz.html#more-1556
Für Sezession im Netz …
… geht mit dem Februar der 1. Monat zu Ende. Es war ein kurzer, aber erfolgreicher Monat. In Zahlen: Anfang der Woche haben wir den 100 000. Besucher gezählt, mittlerweile sind es 108 000. Wir haben rund 60 Artikel verfaßt und aus den Druckausgaben der Sezession nochmals rund 20 Beiträge freigestellt. Dieser Ausbau des Archivs wird im März zügig voranschreiten. Und sonst?
Die Süddeutsche Zeitung und die Welt haben über Sezession im Netz Artikel verfaßt, respektvoll, skeptisch, fragend nach dem, was da von rechts kommt und sich im Anspruch und durch die Macher von dem unterscheidet, was man so kennt. Ich muß keinem erzählen, daß diese Artikel hilfreich waren und unser Internet-Tagebuch auf ein Zugriffsniveau geboxt haben, mit dem sich leben läßt. Andere, die sonst immer etwas zu sagen wissen, haben vielleicht genau aus diesem Grund bisher nichts gesagt.
Sezession im Netz hat uns neue Abonnenten gebracht, und das freut uns zum einen, weil die gedruckte Sezession doch etwas anderes ist als ihre virtuelle Schwester; zum anderen benötigen wir die Abonnementgebühren für unsere Arbeit, also: Denken Sie bitte über ein Abonnement nach.
Wir haben noch im Februar den fünften Autor vorgestellt, drei weitere stehen schon bereit. Im März wird es eine zweite Serie geben: „Faschismus“ in fünf oder sechs Teilen, und wir werden, wenn wir es schaffen, die ersten podcasts und Vorträge freistellen: Sezession fürs Ohr.
Mehr nehmen wir uns nicht vor, bleiben Sie uns gewogen!
Veröffentlicht: Samstag, 28. Februar 2009, 21:05
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1.März 2009 at 11:48
” Im September werden die Karten neu gemischt, dann sind die Zeiten der vermittelnden Kanzlerin einer großen Koalition ohnehin vorbei.”
Hoffentlich !
Karl Schippendraht
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1.März 2009 at 23:14
Sorry O.T. zur Wahl in Kärnten.
“Absturz für die Sozialdemokraten, haushoher Sieg für die
Rechtspopulisten: Bei der Landtagswahl in Kärnten hat die
Partei des verstorbenen Landeshauptmanns Jörg Haider mehr
als 45 Prozent eingefahren. Seine Witwe zeigt sich zufrieden.”
(Quelle: Spargel online)
Ich sehe das als einen Erfolg für die Politik, wenn die Sorgen
und Nöte der Bevölkerung ernst genommen werden. Warum
kann die CDU dem nicht nacheifern?
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2.März 2009 at 15:15
Eine Hochachtung vor solch einem Politiker.
Die “C”DU ist schon lange keine christliche Partei mehr.
Wählbar ist diese schon seit Jahren nicht mehr.
Wie mit den wenigen charakterstarken Persönlichkeiten in der Partei umgegangen wird, zeigt deutlich die Causa Hohmann.
Die wenigen christlichen Politiker in der “C”DU, welche in der CDL vereinigt sind werden ohnehin mundtot gemacht.
-CDU-Bashing ist hier untersagt -
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2.März 2009 at 15:26
“CDU-Bashing ist hier untersagt”
Es werden Zeiten kommen, da niemand die Wahrheit verträgt.
Doch zum Glück sinkt die Zustimmung für eine sozialistische Einheitspartei von “C”DU und “S”PD immer mehr.
Bald werden diese Parteien es schwer mit der 5%-Hürde haben.
Dann ist das Gejammer groß.
Doch wie wärs mal, wenn diese Parteien vorher handeln und mal wieder Politik machen würden und wenigstens versuchen ihres Namens gerecht zu werden.
Doch Einsicht ist wohl kaum zu erwarten, wenn die Wahrheit mit dem neuhochdeutschen Wort “Bashing” zensiert wird.
Naja, bei der nächsten Wahl sinds dann wieder ein paar Prozente weniger.
Wie lange will sich diese Partei noch der Lächerlichkeit preisgeben???
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2.März 2009 at 15:33
Vor kurzem sind der CDU nur einige Steine weggebrochen, jetzt sind es ganze Felsbrocken.
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2.März 2009 at 16:05
Der Schritt von Herrn Werner Münch verdient ein hohes Maß an Respekt und Achtung. Gerade weil er auch sehr genau die Gründe genannt hat, die ihm zu diesen Schritt bewogen haben.
Frau Merkel ist und bleibt eine Frau mit “Zwei Gesichtern in Zwei Welten”
http://www.onlinezeitung24.de/article/1314
und
http://www.onlinezeitung24.de/article/1438
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2.März 2009 at 19:31
Ich kann der Union nur raten sich schnellstens einen neuen Kanzlerkandidaten zu suchen, denn Merkel wird einen Scherbenhaufen hinterlassen, wenn sie nochmals Kanzlerin werden sollte. Ich ahne schlimmes, mich dünkt das Merkel die Große Koalition mit der SPD fortstzen wird, mal sehen ob ich Recht behalte.
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3.März 2009 at 11:41
Man kann Ulli nur zustimmen. Das wichtigste für die Union ist, sich endlich von Merkel zu trennen und wieder für einen bürgerlich konservativ-liberalen Kurs zu sorgen, wenn es nicht schon zu spät ist. Merkel hat ja dafür gesorgt, dass in der Parteispitze und im Kabinett nur noch lauter Linksausleger wie Schavan, von der Leyen, Pofalla, Rüttgers & Co. vertreten sind.
Als CSU’ler setze ich mich daher schon seit längerem für eine bundesweite Ausdehnung der CSU ein, da wir dann in einer wirklich bürgerlichen Partei alle wertkonservativen und wirtschaftsliberalen Kräfte der Union schlagkräftig bündeln könnten. Merkel kann dann mit ihren “Blockflöten”, Antifaschistinnen und den anderen Charismatikern von Polenz bis Pofalla mit dem Slogan “Die Mitte bin ich” um die Überwindung der 5 % Hürde kämpfen.
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11.März 2009 at 14:50
Auch interessant:
http://www.pi-news.net/2009/03/bremer-cdu-vorzeigemuslim-bedroht-exfreundin/
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16.März 2009 at 10:34
Sehr geehrter Herr Münch,
die CDU ist eine Volkspartei und viele Menschen unterschiedlicher Meinung sind Mitglieder oder wählen diese Partei, da sie eine auf christlichen Werten basierte Politikrichtung hat und ihre Politiker sachgerecht agieren auf der Grundlage dieser Werte. In Zeiten orientierungsloser Grüner und Roter ist das nicht nur politisch sondern auch kulturell und ethisch von höchster Bedeutung für unser Zusammenleben.
Sie wünschen sich eine konservativere Ausrichtung der CDU, Sie sind aber nicht alleine und wir möchten Sie dringend bitten, diese Diskussion intern zu führen und nicht öffentlich. So betreiben Sie Werbung für Grüne und Rote Chaoten, sonst nichts.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Guelpen
Christina Guelpen
Christian Guelpen
Johanna Guelpen
Susanne Guelpen
Therese Guelpen (90)
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16.März 2009 at 10:41
@ Herr Guelpen, Sie haben Recht – offensichtlich wird das Forum unter dem “Deckmantel der Nähe zur CDU” zu oft zur Polemik gegen die CDU genutzt.
MFG
H.-U.K.
PS: Dies den Machern – dieser insgesamt sehr guten Seite – ins Stammbuch geschrieben.
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16.März 2009 at 10:45
@14
“… die CDU ist eine Volkspartei und viele Menschen unterschiedlicher Meinung sind Mitglieder oder wählen diese Partei, da sie eine auf christlichen Werten basierte Politikrichtung hat und ihre Politiker sachgerecht agieren auf der Grundlage dieser Werte.”
Ach ja – und von was träumen Sie des nachts?
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10.April 2009 at 22:30
[...] Wortspiel. Hier war es in den letzten Wochen recht ruhig, dafür habe ich die Zeit genutzt und hier und dort zweimal Profil bei der kleinen Schwesterpartei gezeigt, die braucht ja ein wenig davon. Zu [...]
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