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Sarkozy gibt Miliarden für französische Autoindustrie

Von guko | 10.Februar 2009

Sarkozy gibt der französischen Autoindustrie frisches Geld, lesen wir in der Welt. Während Frankreich handelt, machen in Deutschland machen “Ordnungspolitiker” Bedenken gegen Hilfen für die einheimische Autoindustrie geltend. Gleichzeitig gehen reihenweise Zulieferunternehmen Pleite oder stehen kurz davor.
Die deutsche Autoindustrie, die eine Schlüsselindustrie für unserer Land ist, droht vor lauter beamteten Bedenkenträgern in den Abgrund gerissen werden, während Frankreich 6 Mrd Euro an zinsgünstigen Krediten in seine Unternehmen pumpt. Hierzulande philosophiert man stattdessen seit Monaten über Bürgschaften für Opel ohne zu Potte zu kommen.

Unabhängig, wie man die Hilfen beurteilt, dürfrn sie nicht den Wettbewerb verfälschen. Man fragt sich, wo die sonst so kritischen “Wettbewerbshüter” bei den Milliarden für die französische Industrie sind. Deutschland tut sich mit Blick auf Brüssel schwer, den eigenen Unternehmen zu helfen. Gelten die EU Regeln für die Grande Nation nicht?

Klar wird hier mal wieder eines: Während Deutschland in devoter Haltung vorauseilenden Gehorsam gegenüber Brüssel übt, verfolgt Frankreich, wenn es darauf ankommt, knallhart seine nationalen Interessen. Wann endlich reagiert die deutsche Politik darauf?

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Topics: Europa, Wirtschaft | 15 Kommentare »








15 Kommentare to “Sarkozy gibt Miliarden für französische Autoindustrie”

  1. Bauer Gerhard meint:
    10.Februar 2009 at 06:22

    Wir dürfen eben nur auslandswirksam helfen, keinesfalls Deutschen oder deutschen Unternehmen. Deutsches Geld muss einfach ins Ausland.

    Wann die Politik endlich reagiert?
    Wenn wir Politiker in unserer Regierung haben, die ihren Amtseid ernst nehmen und den Wohlstand des Deutschen Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden wollen. Dann wird reagiert. Man könnte aber auch mal agieren, die Krise kam nicht überraschend aus heiterem Himmel. Sie war vorhersehbar, ohne, dass man Hellseher sein musste. Selbst ich als einfacher, uninfomierter Mann, wie viele andere auch, sahen und sehen, dass es so nicht weitergehen kann.

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  2. Elisabeth Wagner meint:
    10.Februar 2009 at 06:42

    Sarkozy verlangt auch für die Unterstützung, dass die franz. Auto-Hersteller bei französischen Zulieferern kaufen. Protektionismus eben.

    Diese Unterstützung wird meiner Meinung nach auf Dauer nicht helfen. Der Grund des Problems ist doch die Überproduktion auf Pump und das nicht nur in der Autoindustrie. Die Leute kaufen auf Pump, exportiert wird auf Pump, die Firmen produzieren auf Pump. Das konnte auf Dauer nicht gutgehen und wir haben im Moment das Ende der Fahnenstange erreicht. Ausserdem wurde in D und in Europa der Lebensstandard gedrückt, um mit China konkurrenzfähig zu bleiben. Nur wer kann jetzt all die neuen sparsamen Autos kaufen, wenn der Export einbricht?

    Das ganze ist ein Systemfehler und all die vielen schlauen Experten sollen sich ein neues, besseres ausdenken und nicht an den Symptomen des alten, nicht überlebensfähigen System herumdoktern.

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  3. Elisabeth Wagner meint:
    10.Februar 2009 at 06:48

    Ich habe gerade diesen Artikel gefunden. Die FAZ teilt meine Meinung!!!!!!!!!

    http://www.mmnews.de/index.php/200902102215/MM-News/FAZ-stellt-Systemfrage.html

    FAZ stellt Systemfrage
    Dienstag, 10. Februar 2009
    FAZ zur Krise: “Das alte System wird sich nicht fangen … Mit gouvernementalem Herumfuchteln in Klüngelrunden, um irgendwelche Stellschrauben zu befingern, ist nichts mehr zu gewinnen.”

    Banker ratlos, Politiker hilfos. Die FAZ mit einer Abrechnung in Sachen Finanzkrise. Demnach gibt es für die Zukunft keine großen Hoffnungen. Interessant in diesem Zusammenhang: Die Betrachtungen finden sich keineswegs in der Rubrik “Politik” oder “Wirtschaft / Finanzen”, sondern in der Abteilung “Feuilleton”. Was aber an dieser Analyse feuilletonistisch sein soll, dass wissen wahrscheinlich selbst die verantwortlichen Redakteure der Zeiung nicht so genau, denn die Analyse ist bitter – aber realistisch.

    Der Autor stellt fest, dass unsere Milliarden, die diversen Pakete, Schirme und Spritzen die Krise schon längst hätten beeindrucken müssen. Aber Pustekuchen. „Fast täglich“, schreibt Nobelpreisträger Paul Krugman über die dilettierenden Politiker, „kramen sie eine neue Fahne hervor, die sie den Mast emporziehen, um zu testen, ob jemand salutiert.“ Nichts passiert.

    Diese Erkenntnis nimmt die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Anlass, die Systemfrage zu stellen: “Die Krise fresse sich mit “nicht nachlassender Geschwindigkeit in die Fundamente der Gesellschaft”.

    Insbesondere befürchtet der Autor einen weltweiten Flächenbrand mit gesellschaftlichen Aufständen und Konflikten.

    Es sei längst an der Zeit, das Staunen über die irrwitzige Geschichte von den mehrfach gebündelten Schrottpapieren und den kriminellen Systemen, die ihre Verbreitung zum Geschäft gemacht haben, diesen Dealern mit gepanschten Finanzspritzen, zu überwinden und das ganze Ausmaß der sich gerade voll entfaltenden Weltkrise ins Auge zu fassen – so die FAZ. Vor diesem Hintergrund sei es derzeit derzeit völlig offen, ob die Textur der Gesellschaft diese Krise übersteht.

    “Die angesehene Zeitschrift „Foreign Policy“ hat nun die Liste der „nächsten Islands“ veröffentlicht, Staaten, bei denen sich totale Überschuldung, politisches und wirtschaftliches Missmanagement und ein kompletter Glaubwürdigkeitsverlust der Regierenden krisenhaft zuspitzen. Nicaragua ist dabei, alle anderen aber liegen in und bei Europa: Großbritannien, Griechenland, Lettland und die Ukraine. Deren wachsendes Elend wird nicht stumm bleiben.”

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  4. Brutus meint:
    10.Februar 2009 at 07:53

    @1 – BG

    Richtig ist allerdings, für Leistung eine Gegenleistung einzufordern. Der französische Steuerzahler hilft den Unternehmen, da ist es nur recht und billig, daß diese sich auch loyal verhalten.

    Davon ab: es reicht aus, wenn die französischen Zulieferer länger im Markt bleiben als der (deutsche) Wettbewerb, die Überlebenden werden Sieger sein.

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  5. Bauer Gerhard meint:
    10.Februar 2009 at 09:12

    @Brutus und Elisabeth
    Zustimmung
    Das eine sind Reparaturarbeiten und momentane Nothilfen, zu machen aber ist der Systemwechsel. Politisch wie wirtschaftlich.
    Hin zur Demokratie und zur sozialen Marktwirtschaft wie Erhard, Röpke und andere Leute der Freiburger Schule sie entwickelten.
    Dies alles wird nur mit der nationalen Souveränität Deutschlands zu machen sein.

    Dazu noch ein Ausschnitt aus einem Artikel bei eigentümlich-frei, mit dem Titel “Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!:
    “..Der Arbeitsmarkt wurde von Sozialdemokraten aller Parteien damit ruiniert. Die Entwürdigung des Arbeitnehmers zum „Lohnabhängigen“ tritt nicht dadurch ein, dass er für Geld arbeitet. Die Entwürdigung tritt ein, wenn er sich sinnlos maßregeln lassen muss, weil er den Arbeitgeber nicht wechseln kann, wenn die Abhängigkeit einseitig ist. In der DDR, in Ayn Rands Dystopie und in jedem Land mit Arbeitsschutzgesetz und mindestens zehn Prozent Arbeitslosigkeit verliert der Arbeitnehmer seine Würde, seine Rechte, seinen Wert. Jetzt muss man froh sein, überhaupt einen Job zu haben. Aus einem Leistungsträger wird ein Kostenfaktor. Aus einem Menschen, der für seinen Unternehmer Wert schafft, wird eine Belastung. Ayn Rand verdient zitiert zu werden: „Der Maschinenmeister hatte nie gefürchtet, seine Stellung zu verlieren; mit dem Vertrauen eines tüchtigen Mannes hatte er gewusst, dass, wenn er sich mit einem Vorgesetzten überwarf, er immer eine andere würde finden können.“ Erst die Ruinierung des Arbeitsmarktes macht aus einem Arbeiter einen „Lohnabhängigen“. Der Chef der mich braucht ist von mir genauso abhängig wie ich von einem Gehalt. Bei Vollbeschäftigung ist der Arbeitnehmer nicht abhängig.

    Als Leistungsträger bräuchte der Arbeitnehmer in einer freien Gesellschaft überhaupt keine Lobby. In einer Gesellschaft, in der die SPD für jeden arbeitsscheuen Deutschen, für jeden ungebildeten Neger und für das Gesindel in den Behörden auf Raubzug beim Arbeiter geht, in dieser Gesellschaft müssten sich Arbeitnehmer exzessiv gegen die Ausbeutung durch die Sozialdemokraten wehren. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    Derweil treibt die Politik weitere Blüten. Getreu dem Motto „der Staat wächst von Krise zu Krise“ nimmt die weitere Ausplünderung der Leistungsträger ihren Lauf. Die Subvention der Autofahrer ist nur eines unter vielen. Der Lohn des Gärtners wird besteuert, um den Bankern ihre Millionen-Gehälter und Aktionären Dividende zu zahlen. Und wer so viel Steuern zahlen musste, dass er nichts ersparen konnte, bürgt jetzt mit seiner Arbeit als BRD-Steuer-Sklave für die Ersparnisse der Wohlhabenden. Eine Leistungsschau der SPD. In der heutigen BRD gibt es Interessenvertreter für Abschaum (die Linke), für Esoteriker (Grüne), für Freiberufler (FDP), für Bauern und sonstige Mauschler (CDU). Für die Masse der Arbeitnehmer gibt es keine Lobby. Die SPD hat uns schon lange aufgegeben. Sie ist überflüssig.”
    http://ef-magazin.de/2009/02/09/945-fehlende-arbeitnehmervertretung-wer-hat-uns-verraten-sozialdemokraten

    In diesem Sinne:

    WOHLSTAND FÜR ALLE

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  6. SG (Politik erklärt) meint:
    10.Februar 2009 at 09:34

    Wer die CDU als Vertretung für “Bauer und sonstige Mauschler” bezeichnet, und sei es nur als Zitat, ist auf dieser Seite wohl falsch.

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  7. Elisabeth Wagner meint:
    10.Februar 2009 at 09:41

    @ SG (Politik erklärt)

    Ich vermisse Deine Argumente zu diesem Thema.
    Polemik kannst Du Dir sparen.

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  8. Bauer Gerhard meint:
    10.Februar 2009 at 09:42

    “..Auch in Berlin stoßen die französischen Pläne auf Unverständnis. Das Kabinett denke nicht daran, den deutschen Autobauern vergleichbare Hilfe zuteil werden zu lassen, hieß es aus Kreisen der Bundesregierung. Im Übrigen seien die Konzepte, die in Frankreich diskutiert würden, durchaus angreifbar…”
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/deutsche-autoindustrie-schaeumt-vor-wut;2146449

    Unverständnis, angreifbar, wir müssen eine gemeinsame Lösung finden.
    Für mich ist es auch unverständlich, wenn deutsche Steuergelder ins Ausland verschoben werden, angreifbar sind solche Entscheidungen natürlich, bis unsere Regierung sich zum Angriff (ein erhobener Zeigefinger wird es sein, mehr nicht) entscheidet, ist die Sache schon lange gelaufen und die Firmen gehen in den Konkurs. Ja die gemeinsame Lösung ist erfahrungsgemäß keine Lösung die Interessen Deutschlands berücksichtigt.
    Dann lassen wir doch die gemeinsame Lösung und lösen unser Problem und die anderen sollen ihre Probleme lösen. So wie es sich gehört. Ich bin zutiefst überzeugt, dass deutsche Fachleute aus Industrie, Wirtschaft und Banken die Krise lösen können, Fachleute, keine nach Parteiinteressen ausgesuchte Funktionäre.

    Diese Regierung ist einfach unfähig, unwillig oder beides in Kombination. Wie anders soll man die vielen 100 Mrd. Bürgschaften und Zuschüsse an Banken beurteilen und das Verweigern von tatkräftiger Hilfe für die deutsche Güterindustrie.

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  9. Wächter meint:
    10.Februar 2009 at 09:42

    Bauer Gerhard, SG will Dich loshaben. Er hat Dich doch schon einmal zur Emigration aufgefordert.
    Vielleicht gibt es auch bald eine Art Guantanamo für Unions-Kritiker, dort werden wir dann hingesteckt.
    SG “erklärt” wirklich…

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  10. Wächter meint:
    10.Februar 2009 at 09:55

    Zum Thema
    Finanzkrise: Das Ende der faschistischen Ära
    von Gary North – Der Markt vernichtet die Welt von John M. Keynes, Irving Fisher und Milton Friedman
    http://ef-magazin.de/2009/02/09/947-finanzkrise-das-ende-der-faschistischen-aera

    Teilweise krude aber mit viel Wahrheitsgehalt.

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  11. Bauer Gerhard meint:
    10.Februar 2009 at 09:57

    KL in Mecklenburg-Vorpommern, für ausreiseunwillige, unbelehrbare Kritiker der repräsentativen Demokratie und Parteienherrschaft.
    Umerziehuns- und Integrationskurse durch Kindergärtner wie, Cohn-Bendit und Özdemir.

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  12. Wächter meint:
    10.Februar 2009 at 10:02

    Als Masochist möchte ich Sonderbehandlung durch Claudia Roth.

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  13. Brutus meint:
    10.Februar 2009 at 10:08

    @12 – Wächter

    Sonderbehandlung ist Autobahn!

    Davon ab: daß es eine ernstzunehmende europäische Luftfahrtindustrie gibt ist Verdienst der Franzosen, dies entsprang den Planungen der 60er Jahre. Ebenso EDV mit dem “plan calcul”.

    Deutschland hat ja sein Stabilitäts- und Wachstumsgesetz. ’scheint aber nicht zu helfen.

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  14. Tyrion meint:
    10.Februar 2009 at 19:36

    Ich habe es schon mehrmals hier geschrieben, warum soll die Autoindustrie subventioniert werden? In einer neueren Auto Bild Ausgabe stand etwas von einer weltweiten Überproduktion von 20 Mio. Autos!

    Es wird ja immer viel von Ludwig Erhard geredet: hat dieser etwa Bogward damals gerettet? Nein, der viertgrößte deutsche Autohersteller ging pleite. So ist das in der Wirtschaft.

    Es werden Automarken verschwinden, das kann man bedauern, es ist leider ein unvermeidlicher Schritt.
    Wie soll der Staat die Nachfrage nach Autos ersetzen? Ein Dienstwagen für jeden Politiker ab Bürgermeister aufwärts oder was? Golf für den Bezirkschef, Vectra für den Ministerpräsidenten, S-Klasse für Bundesminister, 7er BMW für den Bundespräsidenten, dann könnte es klappen. ;)

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  15. Bauer Gerhard meint:
    13.Februar 2009 at 15:46

    Dacia sagt Danke
    von Lutz Meier

    Seit Berlin Abwrackgeld zahlt, explodiert der Absatz der Billigmarke aus Rumänien. Jetzt müssen sogar Autos aus Russland herangeschafft werden.
    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Abwrackpr%E4mie-Dacia-sagt-Danke/473828.html

    Die vielen hundertausend Autos die mittels der Abwrackprämie mittlerweile verkauft sein sollen, sind eine reine Lüge. Wie man der Förderampel entnehmen kann, sind gerade einmal 44161 Anträge gestellt worden. Nur so aus Interesse verfolge ich die Entwicklung der Antragszahlen und vergleiche sie mit den aktuellen Nachrichtenmeldungen. Ich schätze das sind Zahlen, von Angeboten die Autohändler ihren Kunden unterbreitet haben oder reine Phantasiezahlen. Auf jeden Fall sind sie reine Lüge und Propaganda.

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