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“Mit Vergangenheit nicht zu sehr die Zukunft belasten”
Von Christian Spernbauer | 13.Januar 2009
Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich 1990 nach der Wiedervereinigung für die unbesehene Vernichtung der Stasi-Akten ausgesprochen, wie n-tv.de berichtet. “Ich habe dazu – genau wie Helmut Kohl – geraten, damit die Streitigkeiten der Vergangenheit nicht zu sehr den Wiederaufbau der neuen Länder und damit die Zukunft belasten”.
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Topics: Allgemein | 15 Kommentare »
















12.Januar 2009 at 23:40
Merkwürdig, Schäuble würde heute doch am liebsten Dossiers über alle deutschen anlegen, mit “genetischem Fingerabdruck” und Geruchsprobe.
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13.Januar 2009 at 06:22
In der CDU, ebenso wie in den anderen Parteien, sitzen genügend Leute die eine DDR-Vergangenheit haben und über die sich in den Stasiakten sicher interessante Dinge finden lassen. Schäuble ist auch nur ein Handlanger.
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13.Januar 2009 at 08:44
Erstens zeugt Schäubles Aussage von politischer Dummheit, zweitens von Schizophrenie und drittens von Menschenverachtung. Wenn Schäuble die Zukunft nicht belasten will dann sollte er dafür sorgen, daß auch die kommunistische Diktatur aufgearbeitet wird. Bloßes Verdrängen hilft da nicht sondern schürt ständig neue Spannungen. Es ist doch schizophren, die braune Diktatur täglich bis zum Erbrechen und noch darüber hinaus zu verteufeln und gleichzeitig die rote Diktatur zu ignorieren oder gar zu verharmlosen. Und menschenverachtend ist Schäubles Haltung gegenüber den Opfern, die für ihren Widerstand gegen den roten Faschismus mit Hab und Gut und auch mit Leib und Leben gebüßt haben. Absolut verwerflich ist es, wenn Schäuble jetzt versucht, einige Methoden dieser roten Diktatur zur eigenen Praxis zu machen. Schäuble
ist fehl am Platze.
Karl Schippendraht
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13.Januar 2009 at 09:51
@Karl
Richtig.
Da soll nichts verdrängt werden, da soll vertuscht und verschwiegen werden.
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13.Januar 2009 at 09:55
Schäubles Vorstellungen zur allumfassenden Überwachung der Bürger würde die Mitarbeiter der Staatssicherheit vielleicht die Schamesröte ins Gesicht treiben.
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13.Januar 2009 at 10:33
[...] CDU-Politik.de: Schäuble sprach sich 1990 für die Vernichtung der Stasi-Akten aus: “Mit Vergangenheit nicht zu sehr die Zukunft belasten” [...]
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13.Januar 2009 at 10:50
Ich halte Schäubles Vorgehen auch für heikel. Eine Stasi-Aufarbeitung ist genauso wichtig wie die Aufarbeitung der Nazi-Diktatur.
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13.Januar 2009 at 11:07
Das wäre auch besser gewesen. Ich habe nämlich erlebt, wie die Menschen zur Wende krampfhaft versucht haben, persönliches Scheitern und Misserfolge auf Spitzeleien zurückzuführen. Und das hat wirkliche Ausmasse angenommen, in den Stasiakten Antworten darauf zu finden, warum es mit dem Platz im Gewerkschaftshotel nicht geklappt hat oder dem Datschenbau. Die Leute haben sich widerlich verhalten. Ein von mir geschätzter Schulleiter und der Englischlehrer wurden zu Parias in der Lehrerschaft, die doch genauso den Sozialismus mitgetragen hat, wie die auch. Auch die Lehrer, die nun mit dem Finger auf ihren Direktor und Kollegen zeigten, haben doch von der Entwickelten Sozialistischen Gesellschaft geschwärmt, für die FDJ agitiert oder für das Offiziersbewerberkollektiv der Nationalen Volksarmee der DDR. Die öffnung der STASI-Akten war eine wunderbare Gelegenheit für DDR-Bürger, sich von der Verantwortung für ihr Leben im System reinzuwaschen. “Ich wurde ja auch beobachtet, ich habe eine Akte, ich war Opfer.” Damit war die Sache klar. Und nicht zu vergessen, die Diskreditierung westdeutscher Politiker. Ja, Schäuble hätte die Akten mal verbrennen sollen, dann könnte die DDR-Bevölkerung sich nicht in die Opferrolle zurücklehnen.
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13.Januar 2009 at 14:54
@ olaf61
Diesen Beitrag empfinde ich als eine Mischung aus absolut richtigen Erkenntnissen einerseits und horrendem Unsinn andererseits. Beides ist hier vereint.
Karl Schippendraht
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13.Januar 2009 at 19:54
Man kann doch hier wieder einmal sehen, dass diese Partei verarscht ohne Ende. CDU, CSU und JU-Mitglieder, tretet aus dieser Partei aus, genau wie ich es tue!!
Pfui Teufel!
Hartung
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13.Januar 2009 at 20:04
Schäuble ist mir suspekt seit seine Hehler-Rolle bei den “DDR”-Enteignungen bekannt wurde und derzeit übt er sich in der Rolle eines Islam-Dhimmis – der Mann ist eine Belastung für die CDU!
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13.Januar 2009 at 20:43
Ja, irgendwas stimmt mit Dem nicht.
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14.Januar 2009 at 15:21
Auch bei den Verhandlungen um enteignetes Land in Mitteldeutschland von 1945 – 1949 hat Schäuble eine unrühmliche Rolle gespielt. Dieser Mann ist für die CDU unter normalen Umständen nicht mehr tragbar.
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14.Januar 2009 at 18:03
Hervorragend erkannt Petra… Und Pofalla, Merkel, Rüttgers, … ?Ich glaube eher dass die breite Basis für die CDU-Spitze nicht mehr tragbar ist…Holladio
Hartung
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15.Januar 2009 at 19:30
“Stimmt es, dass Sie im Vorfeld der Wiedervereinigung mit dem Gedanken gespielt haben, die Stasi-Akten unbesehen zu vernichten?
Ja. Ich habe dazu – genau wie Helmut Kohl – geraten, damit die Streitigkeiten der Vergangenheit nicht zu sehr den Wiederaufbau der neuen Länder und damit die Zukunft belasten. Wir haben dann aber den Wunsch der frei gewählten Volkskammer nach Aufarbeitung respektiert und eine entsprechende Regelung in den Einigungsvertrag aufgenommen.”
super-illu
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