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Hessen atmet auf

Von Daniel N. | 3.November 2008

Die rot-rot-grüne Katastrophe wurde in letzter Sekunde verhindert: gleich vier Landtagsabgeordnete der SPD haben heute in der letzten Probeabstimmung der SPD-Vorsitzenden Ypsilanti die Stimme nicht gegeben: und damit eine Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin vorerst unmöglich gemacht.

Metzger, Walter, Tesch und Everts heißen die vier Landtagsabgeordneten, die trotz des ungeheuren Drucks aus der SPD doch ihrem gewissen gefolgt sind und Hessen vor dem wirtschaftlichen Niedergang bewahrt haben – eine Leistung, die von den SPD-Fraktionskollegen nicht erbracht wurde. Alle vier vom Volk gewählte Abgeordnete wissen, dass die kommenden Wochen und die Rache der Partei schlimm sein werden -aussichtsreiche Listenplätze oder Wahlkreise für die nächste wahl und die Möglichkeit, weiter Politik zu gestalten werden ausgerechnet diesen Vier nur schwerlich von der SPD weiter gegeben werden.

Letztlich bezeichnen die vier Abweichler die Linkspartei als extrem – und kritisieren die wirtschaftsfeindlichen Absichten der möglichen Koalition – auch wollen alle ihr Mandat behalten.

Konsequent wäre jetzt die Neuwahl in Hessen – mit dem Ergebnis, dass die getäuschten Wähler wissen werden, dass jede Stimme für die Grünen und die SPD eine Stimme für die Linksextremen bedeutet. Das Problem dabei: gerade die vier SPD-Abgeordneten werden bei einer Neuwahl durch schlechte Listenplätze bestraft.

Dennoch haben die Hessen es verdient, ein funktionierendes Parlament zu bekommen: und mit dieser SPD und diesen Grünen ist eine Zusammenarbeit eben schwer bis unmöglich.

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Topics: Hessen | 29 Kommentare »








29 Kommentare to “Hessen atmet auf”

  1. hallowach meint:
    3.November 2008 at 16:25

    http://fact-fiction.net/?p=1348

    Wenn ihr noch die CDU retten wollt – dann macht schnell. Sonst ist bald alles im Arsch.

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  2. Sebastian meint:
    3.November 2008 at 16:47

    Warten wir es ab – Koch hat viele Feinde in der Hessen-CDU – vielleicht stimmt dort jemand oder mehrere pro Ypsilanti – abwarten…

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  3. frank meint:
    3.November 2008 at 16:50

    @ 2
    Ha ha ha ha ha

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  4. Andreas B. meint:
    3.November 2008 at 17:12

    Herzlichen Glückwunsch den 4 letzten hessischen SPD Leuten die noch einen Funken Anstand, Ehrlichkeit, und Gewissen in sich haben!

    Die hessische SPD hat von den Methoden der DDR schnell und viel gelernt und übernommen, Gleichschalten, Mundtod machen, keine Kritik akzeptieren, alles besser wissen, lügen, betrügen, alles Eigenschaften die es in der kommunistischen Ostrepublik auch schonmal gab.

    Nur gut daß man damit zum Glück nicht alles erreichen kann, Frau Lügilanti muß nun zurücktreten, und Neuwahlen müssen schnellstmöglich abgehalten werden. Alles Andere ist Unfug, und schädigt das Land Hessen.

    PS:
    Wenn ich mir hier die Kommentare einiger Leute anschaue bitte ich diese lieber auf den Seiten der Parteien mit denen Sie sympathisieren dies zu tun, aber nicht auf einem CDU Forum. Das nervt, und zeugt von armseeligem und peinlichem Verhalten, das ist einfach widerlich.

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  5. Karl Schippendraht meint:
    3.November 2008 at 17:39

    Arme Frau Ypsilanti ! Jetzt ist sie sicherlich
    traumatisiert. Wird sie jetzt womöglich zusammen mit Frau Simonis eine Selbsthilfegruppe gründen, unter Hinzuziehung von Frau Pauli ?

    Karl Schippendraht

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  6. Bauer Gerhard meint:
    3.November 2008 at 17:40

    Es gibt sie noch, die Politiker die den Mut aufbringen und sich gegen die überwältigende Mehrheit zu stellen.
    Die vier Abgeordneten könnten ein Beispiel für viele Abgeordnete aller Parteien werden. Hoffen wir, dass sie diese Aktion auch politisch überleben.
    Fall Dill abtritt, könnte doch auch eine große Koalition in Frage kommen?

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  7. Georg Maier meint:
    3.November 2008 at 17:42

    Hessen darf wieder aufatmen. Die Umbenennung in “Waziristan” ist erst einmal vom Tisch…

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  8. SJS meint:
    3.November 2008 at 17:48

    “Die hessische SPD hat von den Methoden der DDR schnell und viel gelernt und übernommen, Gleichschalten, Mundtod machen, keine Kritik akzeptieren, alles besser wissen, lügen, betrügen, alles Eigenschaften die es in der kommunistischen Ostrepublik auch schonmal gab.”

    Trifft auf die CDU – siehe Hohmann etc. – leider auch zu. Gerade unter Merkel (aber auch unter Kohl) wurden innerparteiliche Gegner mundtot gemacht, Kritik an der Führung der Union ist unerwünscht und alle müssen im Sinne des Orts-, Kreis-, Landes- und Bundesvorstands entscheiden, sonst ist es aus mit der innerparteilichen Karriere (siehe Geißler, Süßmuth, Merz etc.).

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  9. Bauer Gerhard meint:
    3.November 2008 at 17:55

    “Das Problem dabei: gerade die vier SPD-Abgeordneten werden bei einer Neuwahl durch schlechte Listenplätze bestraft.”
    Wieso? Werden die Listenplätze durch Parteifunktionäre bestimmt oder durch die Mitglieder? Metzger z. B. ist direkt gewählt worden, diese Möglichkeit bliebe auch den anderen drei Abgeordneten aber das sollen die Sozis unter sich ausmachen.
    Neuwahlen wären eine gute Sache, fraglich ist nur ob Koch, der ja eindeutig abgestraft wurde, gewinnen könnte oder ob z. B. die FDP oder auch die Freien Wähler gestärkt aus diesen Wahlen hervorgehen würden. Auch Reps und NPD könnten durch die Finanzkrise Stimmengewinne verzeichnen. Evtl. wäre mit einer hohen Wahlbeteiligung zu rechnen, dies wäre wiederum schlecht für die Linken, was für Hessen und Deutschland wieder gut wäre. Die Grünen würden wohl mit der SPD abgestraft, auch sie wollten mit den Linken an die Macht. Auf zu Neuwahlen und zwar baldmöglichst.

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  10. ProRatio81 meint:
    3.November 2008 at 18:47

    “Gleich vier Landtagsabgeordnete der SPD haben heute in der letzten Probeabstimmung der SPD-Vorsitzenden Ypsilanti die Stimme nicht gegeben”(Daniel)

    Und genau deshalb sollte die SPD Koalitionspartner Nr.2 sein. Das dumme Rumgesülze von Claudia Roth zu den heutigen Vorgängen in Hessen zeigt mal wieder ganz deutlich, dass die Grünen nichts in Regierungsverantwortung verloren haben.

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  11. No Ypsi meint:
    3.November 2008 at 18:50

    Es war die Stimmung in der SPD, die zu der Entscheidung der 4 geführt hat, bei denen jetzt das Gewissen angezweifelt wird. Dass man dort z.B. nicht als Kritiker sondern als Störer angesehen wurde, wenn man noch etwas dagegen hatte. Da spekuliert man zu viel, da seien andere Gründe ausschlaggebend gewesen als genau dieses. Und i.d.Z. von Verdacht zu reden ist übertrieben, dagegen zu stimmen ist ja kein Verbrechen,oder? Mit diesem Theater wird jetzt schon monatelang in Hessen der ganze Betrieb blockiert und vernünftiges Arbeiten unmöglich gemacht. Kostet alles nur Steuergelder. Aber dafür viel Spaß von der Unterhaltungsindustrie.

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  12. Thorstein Rathenau meint:
    3.November 2008 at 19:36

    Meine Hochachtung vor diesen vier Demokraten! Was nun gegen sie einsetzt, war zu erwarten und sie haben es dennoch in Kauf genommen. Derart viel Rückgrat würde man sich von mehr Menschen wünschen, v.a. Mandatsträgern natürlich!

    Jedenfalls – mein Tag hat einen guten Höhepunkt hinter sich. Ob es Deutschland etwas nützen mag, darf bezweifelt werden, wird doch vermutlich “Die Linke” noch profitieren von dieser Misere.

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  13. Arminius meint:
    3.November 2008 at 19:49

    Nun ist die Machtergreifung der Linken also gescheitert. Gut so!

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  14. Genossenschreck meint:
    3.November 2008 at 21:05

    Habt Ihr Kochs Augen in der Tagesschau gesehen? War sicher ‘ne sehr gute Pulle.

    Aber nicht nur deshalb halte ich ihn nach wie vor für den kommenden Mann in der CDU.

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  15. Ulli meint:
    3.November 2008 at 21:09

    Wen hat denn die CDU außer Koch noch, der den Laden wieder in Schwung bringt? Ich halte Koch auch für den kommenden Mann in der CDU. Er hat mit Sicherheit aus seinen Fehlern gelernt und arbeitet jetzt nach seinen Vorstellungen und nicht mehr nach der seiner Berater.

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  16. Karl Schippendraht meint:
    3.November 2008 at 21:13

    Es ist gegenwärtig was los im Netz, die emotionalen Wogen schlagen hoch. Aber es ist geradezu ekelhaft, wenn jene Leute Kübelweise Dreck ausschütten auf vier gewissenstreue SPD-Mitglieder, die ansonsten bei jeder Gelegenheit laustark die ” Freiheit des Andersdenkenden ” einfordern. Damals bei Rainer Barzel haben die Genossen öffentlich schadenfroh gefeixt, jetzt spüren sie mal selbst wie das ist.
    Ich gönne allen Genossen dieses Ärgernis ( für uns Freude ) von ganzem Herzen. Wenn nun Frau Ypsilanti mit Frau Simonis und Frau Pauli eine Selbsthilfegruppe für traumatisierte Politikerinnen gründen sollte, könnte Frau Schwan bald dazu stoßen. Es wäre zu wünschen.

    Karl Schippendraht

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  17. Fred meint:
    3.November 2008 at 21:53

    Die Lage ist ruhig, aber hoffnungslos:

    http://de.youtube.com/watch?v=6Y8OcKai-uk

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  18. Mezkalin meint:
    3.November 2008 at 21:55

    Die CDU sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, nur weil es keine Rot-Grüne Regierung geben wird heißt es nicht das es automatisch mit der CDU weiter geht.

    @14: Wenn andere Meinungen nicht erwünscht sind bringt so eine Seite doch garnichts. Nur durch den Meinungsaustausch mit politischen Gegnern kann man seinen Horizont erweitern.

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  19. David meint:
    3.November 2008 at 22:16

    Es ist richtig, dass Ypsilanti gehen muss. Das wird auch die ziemlich linke Hessen-SPD noch verstehen lernen. — Warum sich jetzt der Vorstand hinter sie stellt? In der Stunde des Wahnsinns steht man noch zusammen, aber die ersten Auflösungserscheinungen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Man kann die 4 jetzt inner- und außerparteilich zu “Sündenböcken” erklären, allein, glaubhaft ist es nicht. Denn die Bevölkerung wird es, falls überhaupt, nur wenig glauben. D.h. diese Strategie verfängt nicht. Wenngleich ich glaube, dass auch ein Herr Walter so schnell in Hessen nichts (mehr) werden wird. Vielleicht regiert der Koch jetzt noch 10 Jahre durch. Zu wünschen wäre diesem schönen Bundesland allemal! — Glück auf! David :)

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  20. Brutus meint:
    3.November 2008 at 22:54

    Nun ja: die vier haben ihre Vorsitzende voll ins Messer laufen lassen, ich würde gerne die Kommentare hören, wäre das in der CDU so passiert.

    Zudem haben sie auch die GRÜNEN vorgeführt, daher auch die heftige Reaktion von CR. Y. hatte Rückendeckung von ganz oben, zudem gibt es Beschlüsse der Parteigremien. Der Auftrag war also klar.

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  21. Nikodemus meint:
    3.November 2008 at 23:01

    Gut, dass es so gekommen ist. Jetzt braucht es nur noch eine CDU, die auch wirklich nicht-linke, konservative Politik macht.

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  22. Brandenburger meint:
    3.November 2008 at 23:28

    @23

    Jawoll Genosse:Parteidisziplin zum Schaden des Landes! Jawoll

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  23. Brutus meint:
    4.November 2008 at 00:06

    @22 – BBGer

    Nun, nicht unbedingt – aber diese Bedenken hätte man ja auch vorher und vernehmlich äußern können, nicht erst 24h vor der entscheidenden Wahl.

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  24. Martin Reiher meint:
    4.November 2008 at 01:13

    Herzlichen Glückwunsch den anständigen Abgeordneten, die sich getraut haben zu ihrem Wort zu stehen. Allerdings hätten sie das auch schon zusammen mit Frau Metzger tun können, da wäre uns eine Menge Theater erspart geblieben.

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  25. schloss meint:
    4.November 2008 at 01:15

    Den SPD-Abgeordneten meine Achtung, die gegen die politische Geisterfahrerin Ypsilanti ihre Haltung bewahrt haben. Vernunft siegt, mag dies auf die Union abfärben.
    Liebe Unionler, keine häme für Y!-Trickbetrügerin der Politik. Sie hat sich selbst disqualifiziert. Wir müssen jetzt beobachten, wie es mit den Ypsilanti-Gegnern weitergeht, die die Linksextremistische Politik von Andrea nicht ertragen können. Sind sie jetzt politisch TOT in der Hessen SPD? Persona non grata? Oder können sie jetzt die deutsche Politik Topterroristin Andrea Ypsilanti auf´s sozialistische Altenteil schicken?

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  26. Der Brüsseler meint:
    4.November 2008 at 02:07

    @ Ulli

    “Wen hat denn die CDU außer Koch”

    Volker Bouffier zum Beispiel. Koch ist zwar privat sympatisch aber als Politiker seit der Spendenaffaire meiner Meinung nach politisch untragbar.

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  27. frank meint:
    4.November 2008 at 08:42

    Heide Simonis klagt an – im Hamburger Abendblatt.
    Die hat immer noch nix gerafft. Kein Wort zum Wortbruch und der Vorgeschichte.
    Jämmerliches Gegreine.

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/04/964791.html

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  28. Genossenschreck meint:
    5.November 2008 at 00:43

    @ Brüsseler

    Zu einem Vollblutpolitiker gehören unbedingt Affairen – die er überstanden hat.

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  29. Der 44. US-Präsident oder Von Machiavelli zu Lenin zu - Ypsilanti? (Blogschau 11/II) meint:
    9.November 2008 at 17:56

    [...] Das CDU-Blog freut sich für Roland Koch. Die Ablehnung der wirtschaftsfeindlichen Politik der “Linksextremen” durch die vier Abweichler sei nur zu begrüßen. Und nun kneife Ypsilanti auch noch, was ihrem schlechten Charakter noch das Sahnehäubchen aufsetzt. Bleibt nur anzunehmen, dass die Reaktion des CDU-Blogs ebenso negativ gewesen wäre, wenn sich Ypsilanti wieder zu einer Neuwahl hätte aufstellen lassen. Für manche ist Ypsilanti “Tricksilanti” und kann es nun einfach nicht mehr richtig machen. [...]

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