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Ringstorff tritt zurück
Von Gastredner | 6.August 2008
Der Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Harald Ringstorff tritt zurück. Damit löst er im nord-östlichsten Bundesland ein politisches Erdbeben aus, da dieser Schritt zwar von einigen politischen Freunden erwartet, für die Öffentlichkeit aber doch unerwartet kam und die SPD weiter schwächt.
Jetzt, zur Hälfte der Amtsperiode gibt der amtsmüde SPD-Mann sein Büro an einen jüngeren ab: Sozialminister Sellering hat nun die chance, einen der wenigen noch halbwegs intakten SPD-Landesverbände zu führen und als Ministerpräsident das Land zu verwalten. Wenn Ringstorff am 3. Oktober die Staatskanzlei verlässt, treten wahrscheinlich weitere SPD-Minister mit ihm ab, die Finanzministerin Sigrid Keler und Bauminister Otto Ebnet, beide langjährige Weggefährten. Die Nachfolger wollen zeigen, dass die SPD doch noch gute Arbeit leisten kann.
Allerdings sieht es auch hier schlecht für die roten Genossen aus: die CDU macht im Land eine sehr gute Arbeit, jüngere Landtagsabgeordnete unserer Partei beweisen schon jetzt, dass sie das Land vermutlich besser führen könnten als die, die sich bisher eher weniger verdient gemacht haben: auch in Mecklenburg-Vorpommern hat die Unionn die Chance, stärkste Partei zu werden – die Chancen haben sich jetzt noch vergrößert.
Topics: Mecklenburg-Vorpommern | 6 Kommentare »
















6.August 2008 at 18:06
Es gibt Stimmen die meinen daß Ringstorff immer ein Problem mit der Linken hatte. Könnte dies auch mit ein Grund für den Rückzug sein? Ich weiß zu wenig über Ringstorff, wer kann hier mehr sagen?
Karl Schippendraht
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6.August 2008 at 18:30
“Ganz vorne war Ringstorff in seiner Bereitschaft, mit der früheren SED zu kooperieren. Seit 1994 unterminierte der damalige SPD-Landeschef Forderungen gerade auch aus der Bundes-SPD, jede Zusammenarbeit mit der PDS auszuschließen. Ringstorff vereinbarte 1998 das erste rot-rote Bündnis. Als später die Hauptstadt Berlin folgte, hatte Ringstorff diesem Bruch mit jahrelangen Versicherungen der Unvereinbarkeit in der SPD durch sein Vorbild viel an Skandalisierungs-Potential genommen.
Der wortkarge Ringstorff, der in der Bevölkerung große Popularität genießt, wurde am Ende von Parteifreunden zum Rückzug gedrängt. Dort hält man die Koalition mit der CDU für falsch und ebenso Ringstorffs Eintreten für ein Kohlekraftwerk in Lubmin.”
welt.de
Spröde im Auftreten – sonst geschmeidig.
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6.August 2008 at 18:51
@ 2
Hm, ich weiß da auch nicht so genau Bescheid, Genossenschreck. Aber ich meine mich zu erinnern, daß es in Meckpom um die Bundesratsmehrheit ging und sehr wohl Druck aus der Parteizentrale ausgeübt wurde ?
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7.August 2008 at 17:36
Neuwahlen sind aber derzeit nicht im Gespräch oder? Weiß jemand auf wieviel Prozent NPD und Die Linke jeweils kommen würden?
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8.August 2008 at 14:57
Die letzte Umfrage für M-V ist schon etwas alt…
http://www.election.de/cgi-bin/showpoll.pl?name=ltw_mv
Aber ich bin mir sicher, dass die NPD auf min. 10% kommen würde.
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12.August 2008 at 13:24
[...] Nach Clement macht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Ringstorff von sich Reden. Das CDU-Blog wertet den Rücktritt des Ministerpräsidenten als Zeichen für ein Erstarken der CDU [...]
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