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Hessen atmet auf: Ypsilanti wirft das Handtuch
Von Gastredner | 7.März 2008
Wie die Frankfurter Allgemeine gerade schreibt, wird Ypsilanti in Hessen nicht am 5. März antreten, um mit Hilfe der Linken zur Ministerpräsidentin gewählt zu werden. Doch nicht etwa deshalb,weil sie nun doch nicht ihr Versprechen nicht brechen will – das hat sie schon. Nicht etwa, weil die SED oder die Grünen sie nicht wählen würden. Sondern einzig deshalb nicht, weil eine Abgeordnete der SPD aus Darmstadt noch einen Funken Ehre im Leib hat. Wer hätte das gedacht.
Beck wäre fast gestürzt, um den Weg frei zu machen für rot-rot-grün in Hessen. Die SPD verlor Wähler und Mitglieder nur wegen Ypsilanti. Am schlimmsten aber wiegt der enorme Wegbruch jeder Glaubwürdigkeit – wer glaubt jetzt noch den Sozis, wenn es um Macht geht?
Einer Abgeordneten zumindest können wir glauben: Dagmar Metzger. Sie hat vor den Wahlen gesagt, sie würde nicht mit den Kommunisten zusammen gehen – sie sagt das auch jetzt. Da Ypsilanti ohne die Stimme von Metzger aber nicht gewählt werden kann, da sie laut Hessischem Wahlrecht nicht nur 54 sondern 56 Stimmen bräuchte, ist die Wahl zur Ministerpräsidentin unsicher. Dies insbesondere deshalb, weil sie nicht weiß, wer ihr noch aus den eigenen Reihen den Gehorsam verweigert, ohne dies jetzt anzumelden. Deshalb versuchte sie nun, in typischer Ypsilanti-Manier, die Abgeordnete Metzger unter Druck zu setzten – was mißlang. Nun will Ypsihopsi nicht riskieren, wie Simonis in Schleswig-Holstein zu enden – und verzichtet vorerst.
Nun wird Ministerpräsident Koch – Chef der stärksten Partei in Hessen – im Amt bleiben. Vorerst. Ob Neuwahlen folgen oder ob sich die FDP, die bisher bemerkenswert geradlinig ist noch kaufen lässt, bleibt abzuwarten. Neuwahlen hätten allerdings den Vorteil, dass Ypsilanti deutlich schwächeln würde – jetzt weiß jeder, was man von ihr zu halten hat.
Insgesamt geht die SPD deutlich geschwächt aus dem Hin-und-Her in Hessen hervor. Beck und Ypsihopsi haben nicht nur die Wähler belogen, sondern sie haben auch die eigene Partei brüskiert und die Sozialdemokratie geschädigt. Die Linken sind aufgewertet worden, Roland Koch hatte mit seinen Warnungen Recht. Wer 2009 SPD wählt, weiß das er potentiell auch die Linken in die Regierung wählt – das kostet Stimmen. Der Landtag in Hessen in geteilt – gute Politik nur schwer möglich. All das sind die Resultate rot-roter Überlegungen.
Zumindest aber eines ist garantiert gut in Hessen: Rot-Rot-Grün ist gescheitert. Auch von cdu-politik.de: Danke an Dagmar Metzger.
Topics: Hessen | 22 Kommentare »
















7.März 2008 at 17:38
Neuwahlen – das wäre ein Armutszeugnis. Motto: wir lassen so lange wählen, bis uns das Ergebnis paßt.
“… in typischer Ypsilanti-Manier …” In jeder Partei hätte sich ein Abweichler ‘was anhören müssen, oder wäre das bei der CDU/CSU anders?
Übrigens ist die stärkste “Partei” in Hessen die der Nicht-Wähler, da kann selbst die CDU nicht mithalten.
Und ehrlich: wäre ich an Yps’ Stelle hätte ich es auch versucht, vielleicht aber ein wenig cleverer.
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7.März 2008 at 17:40
Na na – kein falsches Mitleid mit Hochstaplern und Betrügern wie Ypsilanti und Beck.
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7.März 2008 at 17:43
@Brutus
Auch wenn Du es cleverer gemacht hättest, hättest Du mich in diesem Moment zu Deinem politischen Gegner gemacht.
Trickser mag ich nämlich nicht, ich wähle nur ehrliche Politiker.
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7.März 2008 at 17:49
An dieser Frau könnten sich die Umfaller und Opportunisten in der Union ein Beispiel nehmen. Frau Metzger gebührt kein Dank, sie tut ja nur was sie angekündigt hatte, sondern Respekt für ihren Mut zu ihrem Versprechen zu stehen.
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7.März 2008 at 17:58
@3 Ulli
Na ja, was heißt tricksen – es hieß: “Keine Kooperation mit den Linken”. Das wäre beim Wahlakt auch so eingehalten worden. Nur dann hätten die Probleme wahrscheinlich angefangen.
Als Politiker muß man aber eben auch manchesmal Fakten schaffen. Vielleicht hätte Yps die FDP später noch ins Boot holen können? Oder doch die LINKE?
Übrigens: Angela Merkel hat sich ja auch zur Kanzlerin wählen lassen nachdem die CDU im Koalitionsvertrag Kreide gefressen hat. Ein (zu) hoher Preis meinten manche damals.
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7.März 2008 at 18:09
@Brutus
Klar aber man sollte den Wählern sagen was man vorhat und es dann auch halten. Von der Kanzlerin hab ich mir was versprochen weil sie unbestritten, einen saumäßig hohen IQ zu haben scheint,den sie aber mit ihrer ideologischen Ausrichtung wieder relativiert.
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7.März 2008 at 18:10
Neuwahlen müssen her. Dann kann der Wähler entscheiden.
Was hat die CDU zu verlieren?
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7.März 2008 at 18:28
@7 – name
Und wer wird Spitzenkandidat der CDU? Koch? Und dann soll sich das Ergebnis merklich verbessern?
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7.März 2008 at 18:42
Roland Koch sollte jetzt geschäftsführend im Amt bleiben aber den Weg freimachen für einen neuen Kandidaten der CDU. Dann Neuwahlen anstreben. Nochmal Koch bringt es nicht.
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7.März 2008 at 19:43
[...] cdu-politik.de/2008/03/07/hessen-atmet-auf-ypsilanti-wirft-das-handtuch/ (Hessen atmet auf: Ypsilanti wirft das Handtuch) [...]
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7.März 2008 at 20:10
Ich denke auch, dass Neuwahlen die bessere Alternative wären. Da die SPD nun nicht mehr wirklich glaubhaft versichern kann, nach der Wahl nicht mit den Linken zusammenzuarbeiten (“…diesmal bleiben wir aber wirklich dabei!”) und die FDP nicht mit der SPD und die Grünen offenbar nicht mit der CDU koalieren wollen liegen doch die Karten endlich auf dem Tisch und der Wähler kann sich klar zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Grün entscheiden. Ich bin mir sicher, viele SPD- und Grünen-Stammwähler werden Rot-Rot-Grün nicht wollen (sonst hätte man im Wahlkampf nicht so häufig die Lüge mit der Nicht-Zusammenarbeit verbreiten müssen). Also im Grunde ideale Voraussetzungen für Schwarz-Gelb, eventuell aber mit einem neuen Wahlkampfteam, da der letzte CDU-Wahlkampf in Hessen ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei war… Und bis das organisiert ist, regiert Roland Koch einfach weiter und die SPD sucht sich einen neuen Spitzenkandidaten. Am besten Frau Metzger
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7.März 2008 at 20:26
Die SPD hat ihr Wahlergebnis durch eine Hetzkampange gegen Koch und eine beispiellose Wahllüge erreicht. Jetzt sollte Koch die Gunst der Stunde nutzen und dieser SPD mit Hilfe von Neuwahlen den Gnadenstoß versetzen. Dasselbe gilt für die Bundes-CDU.
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7.März 2008 at 21:35
Wenn Koch nicht mehr als MP antritt kommt auch eine große Koalition wieder in Reichweite. Ideologische Fragen müssen dann eben bis zur nächsten LTW warten.
Im übrigen sind wohl viele SPDler Frau Metzger dankbar, vielleicht sogar Yps und Beck, denn: besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende (des Koalitions-Hickhacks mit den Extrem-Roten).
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7.März 2008 at 21:42
Nicht nur Hessen atmet auf! Alle aufrechte Bürger atmen auf, dass “Lügenlanty” mit ihrem falschen Spiel nicht durchkommt!
TIPP: Man muss die BILD nicht mögen, aber folgender Kommentar zur Islampolitik habe ich in dieser Schärfe noch nirgends gelesen!
Hier der Link – weitersagen!
http://www.bild.de/BILD/news/kolumnen/2008/fest-innenpolitik/03/07/deutsch-tuerkischer-dialog.html
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8.März 2008 at 06:49
#13 Günter
Ein sehr guter Kommentar. Den hätte ich der Bild gar nicht zugetraut.
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8.März 2008 at 08:15
Am naheliegensten ist es doch wohl immer noch, dass die SPD sich zu einer Koalition mit der CDU bereit findet, mit einem MP der CDU, als stärksten Partei. Ansonsten eben Neuwahlen, die Wähler haben dann die Möglichkeit, mit dem letzten Ergebnis vor Augen, ein neues Ergebnis herbeizuführen. Ich kenne mich in Hessen nicht so aus, aber in der Regel kann ein MP in Deutschland schlecht ohne parlamentarische Mehrheit regieren, weil seine eigene Stellung ohne Parlament zu schwach ist.
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8.März 2008 at 09:00
@KJ
Damit muss er eben zurecht kommen. Man kann nicht solange wählen bis das Ergebnis passt. Was, wenn wieder ein ähnliches Ergebnis zustande kommen sollte?
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8.März 2008 at 16:49
Gefunden bei:
http://deutschland-kontrovers.de/2008/03/08/mandatsgeschrei/#more-621
Nun geht es los: Die Jagd auf Dagmar Metzger ist eingeläutet. Den ersten Schuss gab Vorstandsmitglied Hermann Scheer ab und forderte Dagmar Metzger auf, ihr Mandat niederzulegen. Auch einen Parteiausschluss hält er für denkbar. Für ihn ist Metzgers Verhalten parteienschädigend [Hermann Scheer sollte in einem Kabinett Ypsilanti Minister werden]. Scheer auf dem Fuße folgt der Vorstand der Frankfurter SPD mit der gleichen Forderung: Mandat abgeben, Ausschluss aus der Partei……
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8.März 2008 at 18:42
Beck hat die SPD ganz allein geschädigt, er sollte ausgeschlossen werden und nicht Frau Metzger.
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8.März 2008 at 21:07
Liebe CDU’ler,
gelöscht wegen Beleidigung
LG
Jesaja90
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9.März 2008 at 12:46
@ Bauer 4
So kann man sich irren!
Aber mir ist noch nicht klar, ob Frau Metzger tatsächlich schon weichgeklopft wurde. Dann ist es mit ihrem “Rückgrat” auch nicht weit her, und sie ist auch eine Kadersozialistin, der es um den SPD-Machterwerb geht, koste es was es wolle.
Könnte auch sein, dass die Linkspresse der Öffentlichkeit wieder etwas unterjubeln will, unabhängig vom Wahrheitsgehalt und so Druck auf maßgebliche Personen ausüben mag.
In diesem Politikgeschäft ist keinem mehr zu trauen.
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9.März 2008 at 15:37
@ Bauer Gerhard
Ich sehe das so: Der Souverän hat seine Regierung irgendwie unpassend zusammengestellt. Es ist nicht ehrenrührig, wenn man ihn bittet, die Zusammensetzung zu ändern.
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