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Die Zielgruppe

Von Philipp | 13.Februar 2008

Die Aleviten sind eine der Gruppen von Einwanderern, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind. Knapp 25% aller “Türken” zählen zu den Aleviten. Warum sich die Union schon aus Selbsterhaltungstrieb und Überlebenswillen heraus auf diese Gruppe unter den Muslimen konzentrieren muss und warum ein Erfolg auch ohne große Verformung der Union fast zwangsläufig ist, lesen Sie hier:

In der Türkei von den streng gläubigeren Türken verfolgt, versuchen viele der oftmals sehr moderat gläubigen Aleviten in Deutschland eine neue Heimat zu finden.

Bei Wikipedia heißt es:

Viele Aleviten leben wegen der garantierten Religionsfreiheit gerne in Deutschland. Anders als im sunnitischen oder schiitischen Islam spielt die islamische Rechtsordnung Scharia im Alevitentum keine Rolle. Deshalb stelle sich für Aleviten in Deutschland auch nicht die Frage, ob Scharia oder Grundgesetz vereinbar seien. Daher sind sie besser in die bundesrepublikanische Gesellschaft integriert als konservative Sunniten. Zur Alevitischen Gemeinde Deutschland mit Hauptsitz in Köln gehören bundesweit 107 lokale Mitgliedsvereine. Mehr als 60 Prozent der eingeschriebenen Mitglieder haben Ali Ertan Toprak, dem Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde Deutschland (AABF), zufolge mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft.

Nach Ali Ertan Toprak, dem Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde Deutschland, sei die Nichtanerkennung als Religionsgemeinschaft in der Türkei „unwürdig für einen Beitrittskandidaten“[2] der Europäischen Union.

Die Verbindung zur nationalistischen AKP der Türkei ist gering, Nationale Parolen verfangen bei den Alevite im allgemeinen kaum, wenn sie aus der Türkei kommen. Der Islam spielt eine untergeordnete Rolle, die Scharia ist völlig bedeutungslos im täglich Rechtsgebrauch, die Werte z.B. im Familienleben oder auch was die Arbeitsmoral angeht sind sehr konservativ und das Wählerpotential ist gewaltig.

Wenn die Union überleben will, muss sie sich auch auf die Wähler mit Migrationshintergrund konzentrieren. Was läge -neben den Russen, Italienern, Polen -näher, als eine Migrationsgruppe, die im Durchschnitt nicht sonderlich religiös, nicht nationalistisch-Türkisch, konservativ und Arbeitswillig ist?

Wenn die Union überleben will, muss sie auch dieses Wählerpotential ansprechen- und damit gleichzeitig verhindern, dass sich eine einheitliche Türkisch-muslimische Front bildet, die Rot und Grün wählt und durch das Parlament den Islam in Deutschland zur Herrschaft führt -wie dies auch in der Türkei geschieht. Diese Front darf nicht entstehen – auch um Deutschlands Willen nicht.

Die Aleviten haben bisher noch keine feste Partei  – und wollen bestimmt nicht mit den national-islamischen Erdogan-Jüngern in Parteien wie SPD oder den Grünen zusammenarbeiten. Lassen wir ihnen also eine Wahl  – öffnen wir ohne die Union.

Deshalb: umarmt die Aleviten, ohne sich anzubiedern oder unkritisch zu werden. Aber gebt ihnen eine Chance

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Topics: Allgemein, Partei | 1 Kommentar »








Ein Kommentar to “Die Zielgruppe”

  1. kümmel türke meint:
    14.September 2009 at 09:35

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